El Puntido Tempranillo 2021

Vinedos de Paganos - Eguren

El Puntido Tempranillo 2021

voluminös & kräftig
fruchtbetont
seidig & aromatisch
97–98+
100
2
Tempranillo 100%
5
rot
14,5% Vol.
Trinkreife: 2027–2052
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 97–98+/100
6
Spanien, Rioja und Navarra
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
El Puntido Tempranillo 2021

97–98+
/100

Lobenberg: Klassischerweise wird Rioja eigentlich meist im amerikanischen Holz ausgebaut, doch der Puntido wird für 18 Monate im Barrique aus französischer Eiche herangereift. In Verbindung mit der sensationellen Frische des Jahrgangs 2021 ist das eine win-win Situation, die hohe 21er Säure frisst das Holz! Tiefes Purpurrot. In der Nase Aromen von geröstetem Brot, Tinte, erdige und würzige Noten, Zimt, Schwarzkirsche, frisches Blut, Schlehe und Pflaume. Ungeheuer kraftvoll und intensiv am Gaumen, mehr Brombeere und auch schwarze Johannisbeere zeigend, süßes Toastbrot und Nelkenpfeffer. Tolle Struktur. Würznoten und dunkle Früchte. Schokolade und Espresso. Einzigartiger Ausdruck eines Weinberges mit felsigem Boden. Tolle, sehr kraftvolle mineralische, salzige Noten, eben reiner Kalkstein. Ein einnehmender, mundfüllender Wein, ganz klassische aber doch auch sehr moderne Rioja mit der vibrierenden Frische der Höhenlage. In Kombination mit der Kühle aus 2021 fast eine Quadratur des Kreises in diesem Preisbereich, fett und frisch und fein zugleich, bravo, best ever! 97-98+/100

Jahrgangsbericht

Der Winter 2020/2021 brachte zwischen Dezember und März sehr viel Regen und Schnee, auch etwas Frost. Die Böden waren vor dem Austrieb der Reben mit ordentlichen Wasserreserven gefüllt – ein guter Start in den Jahrgang 2021. Die Blüte verlief bis auf kleine Verrieselungen ziemlich normal, kein Frost, kein Mehltau. Dann folgten nach einem trockenen Mai noch vor der Blüte große Regenmengen im Juni. Nach der Blüte begann ein sehr trockener, warmer, teils heißer Sommer. Hitze- und Trockenstress waren die Folge, die Reben machten ab Mitte August total dicht, um sich zu schützen. Die Beeren waren zu diesem Zeitpunkt dickschalig und kerngesund, Sorge bereitet aber die phenolische Reife, die durch den Stillstand der Reben nicht erreicht werden konnte. Dieses Phänomen gab es in allen Regionen der nördlichen Hälfte Spaniens, also in allen Topregionen. Von Anfang September bis zum 25. September gab es einige Tage satten Regen. Durch die neue Wasserversorgung setzten Photosynthese und Reifung sofort ein. Ab dem 25. September war es trocken, extrem sonnig und warm, nachts sanken die Temperaturen deutlich. Fünf traumhafte Wochen mit großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nach und hochintensiver Sonne folgten. Diese große Kühle, ja Kälte der Nächte, nach dem letzten Regen vom 25. September, gilt als der Schlüssel zu diesem großen, reifen und zugleich frischen Cool-Climate-Jahrgang. Das Ergebnis waren überall hochgesunde, dickschalige Beeren mit sattem Tannin und hoher Säure vor der Lese im Herbst. Die Weine sind weniger extremreif und immens als 2019, aber deutlich aromatischer und reifer als 2018, mit einer Frische, die ihresgleichen sucht.

Mein Winzer

Vinedos de Paganos – Eguren

Seit 1998 gibt es ein weiteres Spitzenweingut im Portfolio der Familie Eguren – Vinedos de Paganos. Als die damaligen Vorbesitzer die nur sehr aufwendig zu bewirtschaftenden Weinberge am Fuße der Sierra freigaben, ergriff Marcos Eguren die Chance, diese ausgezeichneten Parzellen mit altem Rebbestand...