Sammlerbox Duclot Bordeaux-Kollektion 2020

Duclot Sammlerbox Duclot Bordeaux-Kollektion 2020

9 Flaschen

Zum Winzer

100+
100

Diese Sammlerbox enthält je 1 Flasche der Chateaux Ausone, Cheval Blanc, Haut-Brion, Lafite-Rothschild, Margaux, La Mission Haut-Brion, Mouton-Rothschild, Petrus, d'Yquem

lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Sammlerbox Duclot Bordeaux-Kollektion 2020

100+
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Lobenberg: Ein großartiger Jahrgang 2020 mit 9 außergewöhnlichen Weinen und eine einzigartige Box in limitierter Auflage. Wir sind sehr froh, exklusiv für unsere besten Kunden dieses in Bordeaux hergestellte Juwel aus dem Hause Duclot anbieten zu können. Lafite-Rothschild, Mouton-Rothschild, Margaux, Haut-Brion, La Mission Haut-Brion, Ausone, Cheval Blanc, Petrus, d'Yquem. In begrenzter Anzahl veröffentlicht und durch ein Authentifizierungssystem geschützt, vereint es neun der größten Weingüter von Bordeaux. *** Chateau Ausone: as Weingut umfasst 7,2 Hektar. Die über 50 Jahre alten Reben stehen in Dichtpflanzung von bis zu 12.600 Stöcken pro Hektar. Also winzige Erträge von weniger als einem halben Kilo pro Stock. Die Reben stehen auf Kalksteinfelsen, mit leichter Lehm-Sand-Auflage in Süd-Südwestexposition. In Bordeaux gab es 2020 eine unglaubliche Regenmenge im Frühjahr. Während der frühen, aber perfekten Blüte, blieb es zwei Wochen lang trocken, direkt danach gab es wieder Regenfälle. Von Mitte Juni bis Mitte August fiel dann allerdings kein einziger Tropfen Regen mehr. Bei Sandböden war das ein Desaster – die Reben bekamen Trockenstress. Bei Lehmböden, wie wir sie in den besten Lagen des Médoc und Pomerol haben, oder auf reinem Kalkstein, wie oft in Saint-Émilion, war das überhaupt kein Problem. Also ziemlich perfekte Bedingungen für hervorragendes Terroir, perfekte Bedingungen für hohe Reife und satte Tanninwerte, bei recht moderater Säure. Château Ausone ist seit 15 Jahren – wie alle Weingüter von Alain Vauthier – komplett in organischer und biologischer Bearbeitung. Die offizielle Anmeldung zur Zertifizierung begann allerdings erst 2020. Ausone besteht 2020 aus 50 Prozent Cabernet Franc und 50 Prozent Merlot. Die Ernte fand von 15. bis 29. September statt. Es gab 2020 bei Ausone keine Verluste durch Mehltau oder Frost. Die Erträge liegen also im Normalbereich. Die Fermentation findet hier traditionell in großen Holz-Cuves statt, der Ausbau für 20 Monate im Barrique. Ausone 2020 hat eine sehr duftige und zugleich feine Nase. Die Cabernet Franc dominiert etwas. Also Himbeere, etwas Erdbeere dahinter. Langsam kommt schwarze Kirsche. Sehr fein und ätherisch. Totale Spannung im Mund. Unglaublich dicht, unglaublich frisch. Das ist aber typisch Ausone, da weich 2020 nicht ab. 2020 hat als Besonderheit diese sehr hohe Reife, die aber von der Frische komplett getragen wird. Wunderschöne rote und schwarze Furcht. Dicht, vibrierend, mit toller Länge. Kein Wein zum Niederknien, sondern einfach nur eine große Harmonie, mit viel Frische und viel Spiel. Tänzelnd. Seit drei Jahre gibt es hier nur große Weine. 2016 auch schon. Ausone gehört sicherlich zu den allerbesten Weine des Jahres. 100/100 *** Chateau Cheval Blanc: Die Besonderheit von Chateau Cheval Blanc ist die Lage, das Terroir. Wie das auch beim Nachbarn Jean Faure genauso zum Ausdruck kommt. Wir haben einen Untergrund komplett aus Lehm. Darüber ein sehr hoher Kies-/Sandanteil. Aber 60% ist Lehm, 40% Kies und Sand. Kies und Sand macht die Feinheit aus. Der Lehm hält das Wasser. In Bordeaux gab es 2020 eine unglaubliche Regenmenge im Frühjahr. Während der frühen, aber perfekten Blüte, blieb es zwei Wochen lang trocken, direkt danach gab es wieder Regenfälle. Von Mitte Juni bis Mitte August fiel dann allerdings kein einziger Tropfen Regen mehr. Bei Sandböden war das ein Desaster – die Reben bekamen Trockenstress. Bei Lehmböden, wie wir sie in den besten Lagen des Médoc und Pomerol haben, oder auf reinem Kalkstein, wie oft in Saint-Émilion, war das überhaupt kein Problem. Also ziemlich perfekte Bedingungen für hervorragendes Terroir, perfekte Bedingungen für hohe Reife und satte Tanninwerte, bei recht moderater Säure. Der 2020er Cheval Blanc besteht aus 65 Prozent Merlot, 30 Prozent Cabernet Franc und fünf Prozent Cabernet Sauvignon. Das Château hatte 2020 fast eine normale Ernte, nur zehn Prozent Verlust durch Trockenheit und etwas Mehltau. Aber im Großen und Ganzen ist dieses biologisch bearbeitete Weingut sehr gut durch den Sommer gekommen. Die Wasserversorgung durch das feuchte Frühjahr war genial, die Lehmböden haben das Wasser perfekt gespeichert. Auf mittlere Distanz wird die Cabernet Franc 60 Prozent der Cuvée ausmachen, die Merlot nur noch 40 Prozent. Die Cabernet Franc, die in den letzten zehn Jahren gepflanzt wurde, ist momentan noch zu jung und geht deshalb in den Petit Cheval. In zehn Jahren wird sich das Ganze drehen, Merlot wird in der Minderheit sein. Die Nase des fast schwarzen Weins ist unendlich fein und verdammt reif. Nicht überreif, nicht gekocht. Einfach nur sanfte schwarze Kirsche, hochreif. Feine Süße, satte Veilchennote darüber. Etwas Rosenblätter, unglaublich fein. Obwohl es eine ganz andere Cuvée ist, erinnert mich die Nase doch sehr an Le Pin. Auch hier diese tolle Reife, dieses Delikate, zum Reinspringen schön. Wow, der Mund kommt dann mit Weichheit und Finesse. Aber auch mit hochintensiver Frische und satter Mineralität. Salz hintenraus. Auch rote Frucht, Schlehe und Schattenmorelle. Süße rote Kirsche neben der Schwarzkirsche. Auch wieder diese Blumigkeit. Mittlerer Körper, sehr weich, sehr reich, sehr hedonistisch. Unglaublich lecker. Ein Zechwein der allerobersten Güte. So schick, so lang und so extrem harmonisch. Die Reife der massiven Tannine ist famos, da tut gar nichts weh. Man merkt die Intensität, aber alles ist seidig, samtig und aromatisch-intensiv. 2020 ist kein Jahr, bei dem man – speziell am rechten Ufer – sagen muss: das wird was. 2020 ist bei den besten Châteaus am rechten Ufer ein Wein, der schon IST, der schon vom Fass genial schmeckt. Zum Reinspringen schön. Einfach geniale hedonistische Leckerlis, Zechweine der obersten Güte, die einen zum Nachdenken bringen. Burgundisch fein, mit so polierten Tanninen und der hohen Reife dazu. Geniale Trinkweine. Ja vielleicht ist das das Beste, das einem Wein passieren kann: dass man ihn zum Reinspringen schön findet und ihn trotzdem im Gedächtnis behält, weil er so viele einzigartige Merkmale hat und in keiner Phase seines Lebens anstrengend ist. 100+/100 *** Chateau Haut-Brion: Château Haut Brion ist im Besitz der amerikanischen Familie Dillon. Seit dem Jahre 2001 ist Prinz Robert von Luxemburg, ein Urenkel Dillons, für die Leitung des Châteaus verantwortlich. 42,8 Prozent Merlot, 39,7 Prozent Cabernet Sauvignon und 17,5 Prozent Cabernet Franc. Nach dem Clarence dachte ich, dass es jetzt rauer und brutaler wird. Aber mitnichten – es wird nur intensiver und nochmal wahnsinniger in der Tiefe und in der Würze. Aber nicht in der Anstrengung. Profunde schwarze und rote Frucht, gelbe Mango dahinter. Unendlich fein und trotzdem würzig. Nur nicht rau, nicht anstrengend, nichts Scharfes. Satte Tanninmassen, die überhaupt keine Ecken und Kanten haben. Samt und Seide – unendlich schick. Für mich im Vergleich zu La Mission natürlich etwas profunder, etwas würziger und tiefer. Nicht besser, nur einfach noch etwas tiefer von unten raus. Schon riechen reicht. Was für ein Wein! Haut-Brion hat zwei Jahre hintereinander glasklare 100 Punkte, so scheint es mir in der Nase. Im Mund kommt ein grandioser Schub von dunkler Milchschokolade und Sahne. Butterweiche Tannine, total verwoben zwischen roter und schwarzer Frucht. Tänzelnd, tief, profund, lang und drückend. Trotzdem butterweich, nichts tut weh. Man möchte die ganze Zeit den Hut ziehen vor so einer unendlichen Feinheit und so einer grandiosen, profunden, tanninreichen Wucht. Der Wein wird ewig haltbar, aber schon früh zugänglich sein. Das wird eine Allzeit-Legende sein. Der größte je von mir probierte Haut-Brion, weil er noch feiner ist als 2019. Gleiche Klasse, auch 100 Punkte, aber unendlich fein. Ich bin hin und weg. Das ist zusammen mit Pichon Lalande, Tertre de la Mouleyre und Palmer einer der Weine des Jahrgangs 2020. Ein Riese in Feinheit. 100+/100 *** Chateau Lafite-Rothschild: Das Gut hat 100 Hektar und produziert jährlich je 240.000 Flaschen vom Grand Vin und vom Zweitwein. Das durchschnittliche Alter der Reben liegt bei über 35 Jahren, gelesen wird selbstverständlich per Hand, selektiert zum Teil bereits im Weinberg. Die Vinifikation erfolgt 18 bis 25 Tage in temperaturgeregelten Edelstahltanks und in Holzfässern bei maximal 30°C, die malolaktische Fermentation macht der Wein im Tank. Ausgebaut wird 20 Monate in neuen Eichenfässern. Die ganze Lafite-Serie ist 2020 sehr klassisch, so auch Lafite selber. Rote Frucht, vibrierend, schlank. Hohe Intensität, aber nicht so viel Zugeständnisse an das charmante Jahr 2020. Extrem klassischer, schlanker Mund, mit hoher Säure und roter Frucht. Totaler Geradeauslauf. Wow, da ziehen sich die Brauen etwas zusammen. So viel Frische, so viel salzige Länge. Ein absoluter Finessewein mit grandioser Länge. Für einen Premier Cru fehlt mir ein wenig der Bums, die fleischige Mitte. Lafite ist ob seiner großen Feinheit nur etwas für Lafite-Liebhaber. Für mich weit hinter den anderen Premier Crus dieses Jahr. Einen Meilenstein hinter Mouton aber eben nur in meiner Geschmackswelt, aber es ist natürlich auch eine völlig andere Stilistik. Zu Mouton will man hier auch gar nicht hin. 100/100 *** Chateau Margaux: In Bordeaux gab es 2020 eine unglaubliche Regenmenge im Frühjahr. Während der frühen, aber perfekten Blüte, blieb es trocken, dann gab es wieder Regenfälle. Von Mitte Juni bis Mitte August fiel dann allerdings keinen einziger Tropfen Regen mehr. Bei Sandböden war das ein Desaster – die Reben bekamen Trockenstress. Bei Lehmböden, wie wir sie in den besten Lagen des Médoc und Pomerol haben, oder auf reinem Kalkstein, wie oft in Saint-Émilion, war das überhaupt kein Problem. Zumal Mitte August circa 80 Millimeter Regen fielen. Ende August nochmal 15 Millimeter. Danach war es den ganzen September über trocken. Also ziemlich perfekte Bedingungen für hervorragendes Terroir, perfekte Bedingungen für hohe Reife und satte Tanninwerte, bei recht moderater Säure. So auch für Château Margaux mit seinem lehmhaltigen Terroir. Die Assemblage 2020: 89 Prozent Cabernet Sauvignon, acht Prozent Merlot, zwei Prozent Cabernet Franc und ein Prozent Petit Verdot. Der Erstwein macht genau ein Drittel der Gesamtenge von Château Margaux aus, ein Drittel der Zweitwein Pavillon Rouge und ein Drittel der Drittwein. In der Regel gehen die ältesten Reben in den Grand Vin, aber es gibt keine speziellen Plots innerhalb der Gesamtrebfläche. Die Ernte fand 2020 zwischen dem 10. und dem 30. September statt. Als letztes wurde natürlich die Cabernet Sauvignon gelesen. Der pH-Wert liegt bei 3,67, die Säure bei 3,58 Gramm pro Liter. Also wie 2019 ist die Säure recht niedrig, aber der 2020er kommt ganz anders rüber als 2019. Der Tannin-Level ist zusammen mit 2018 der höchste, der je bei Château Margaux gemessen wurde. Die Nase: Tiefe Schwarzkirsche, enorm duftig, hohe Aromatik. Nichts Aggressives, sondern eine wundervolle Reife, eine Schwarzkirsch-Duftwolke. Ein ganz kleiner Hauch Cassis und süße Maulbeere dahinter, etwas Holunder, helle Lakritze und etwas helle Schokolade. Der Mund wird geflutet von intensiver Aromatik. Zumindest im Mund erscheint der Wein deutlich säureärmer als der 2019er, obwohl die offiziellen Werte gleich sind. Vielleicht liegt es am hohen Tannin-Level. Die Tannine sind aber butterweich, geschliffen, poliert. Nichts Hartes, nichts Sprödes, sondern nur viel. Und die intensive Aromatik, die im Mund bei deutlich mehr roter als bei schwarzer Frucht liegt, umspült, haftet und hört gar nicht wieder auf. Viel Schattenmorelle, Himbeere und Erdbeere. Hohe Intensität, etwas Schlehe, durchaus etwas pikant. Langsam erst kommt die Schwarzkirsche wieder zum Vorschein. Der Wein haftet für Minuten. Aber im Grunde ist es kein Wein zum Niederknien, sondern es ist einfach nur extrem lecker, harmonisch und ausgewogen. 2020, das stellt sich immer mehr heraus, bringt perfekte Zechweine, die man sich natürlich wegen der wahnsinnigen Preise kaum leisten kann. Aber im Grunde perfekt - Everybody´s Darling für jeden Tag. Ein so ungeheurer Hedonismus, ein Jahrgang, der auch in der Testphase so viel Freude bereitet. Nicht so aufregend wie 2019, eher wie 2018, einfach nur schön. Im Gegensatz zu 2018 etwas lebendiger, etwas frischer in der Frucht. Viel erinnert an 2016, aber 2020 ist hedonistischer, ist weicher, entgegenkommender und macht mehr Freude. 100+/100 *** Chateau La Mission Haut-Brion: Die gut 20 Hektar sind im Besitz der Familie Dillon. In 2020 mit 49 Prozent Merlot, 43 Prozent Cabernet Sauvignon und acht Prozent Cabernet Franc. Die Hürde war hoch, weil wir zuvor La Chapelle de La Mission Haut-Brion probiert haben, und das war eine Ode in Feinheit. La Mission toppt das. Er ist nicht feiner, sondern durchaus kraftvoller. Aber die dahinterliegende Frucht ist genauso fein. Die Tannine sind totale Seide und Samt. Es ist nur alles eine Spur intensiver, eine Spur drückender. Schwarze Kirsche, rote süße Kirsche, rote Johannisbeere und ein ganz kleiner Hauch Cassis dahinter. Nichts Raues, einfach nur totaler Schliff. Sahneschokolade und ganz feine helle Lakritze. Nichts tut weh, alles schwebt so dahin. Der wunderbar reife Mund zeigt dann aber auch sehr klassische Ansätze. Unglaublich viel Grip in schwarzer, roter, süßer und feiner Frucht. Rote und schwarze Himbeere, schwarze und rote Kirsche. Milde Säure, völlig unanstrengend im wirklich kühlen Trinkfluss, der in eine lakritzige, mineralische Staubwolke gehüllt ist. Für Minuten stehend, aber in einer unglaublichen Feinheit. 2019 war groß, 2020 ist nicht besser. Aber 2020 ist unendlich fein, schwebend, getragen und tänzelnd. Satte Tanninmassen, die supergeschliffen sind. Der Wein hält ewig, aber er wird auch früh zugänglich sein. Eine Orgie in Finesse. 100+/100 *** Chateau Mouton Rothschild: 84 Prozent Cabernet Sauvignon, 13 Prozent Merlot, zwei Prozent Cabernet Franc und ein Prozent Petit Verdot. In Bordeaux gab es 2020 eine unglaubliche Regenmenge im Frühjahr. Während der frühen, aber perfekten Blüte, blieb es zwei Wochen lang trocken, direkt danach gab es wieder Regenfälle. Von Mitte Juni bis Mitte August fiel dann allerdings kein einziger Tropfen Regen mehr. Bei Sandböden war das ein Desaster – die Reben bekamen Trockenstress. Bei Lehmböden, wie wir sie in den besten Lagen des Médoc und Pomerol haben, oder auf reinem Kalkstein, wie oft in Saint-Émilion, war das überhaupt kein Problem. Am linken Ufer fielen dann Mitte August circa 80 Millimeter Regen. Ende August nochmal 15 Millimeter. Danach war es den ganzen September über trocken. Also ziemlich perfekte Bedingungen für hervorragendes Terroir, perfekte Bedingungen für hohe Reife und satte Tanninwerte, bei recht moderater Säure. Mouton Rothschild hat den geringsten Alkoholwert der gesamten Range der Mouton-Gruppe. Erstaunlich, aber auch super erfreulich. Nur 13,0 Prozent. Die Nase ist milder, gleichzeitig komplexer als vom Zweitwein und von Clerc Milon. Satte schwarze Frucht, leichte Schärfe von Pimentpfeffer und Chili in der Nase. Komplex, aromatisch, aber auch harmonisch. Dennoch sehr Pauillac, mit dem leicht maskulinen Touch darunter. Diese unglaubliche Kraft und die Tanninmassen, die schon in die Nase strömen. Ein extrem nobler Mund. Satte schwarze Früchte. Schwarzkirsche, viel Cassis, viel saure Brombeere, mit satten Tanninmassen, die durchaus Grip haben. Spannung, Rasse, viel Druck. Ein Powerwein, der allerdings nicht fett ist, nur superkomplex, superintensiv und wahnsinnig tanninreich. Was für ein grandioses Finale. Durchaus gewisse Ähnlichkeit mit Pichon Lalande aufweisend, was die Ausrichtung der Tannine und der schwarzen Frucht angeht. Ganz anders als der burgundische Nachbar Pontet Canet. Aber ein großer, klassischer Wein. Ein hohes Konzentrat aus winzigen Erträgen. Sicherlich 40 Prozent Ertragsverlust bei Mouton durch die lange Trockenperiode. Aber was da rauskam, ist dann schon megaklassisch. Wie wir das bei Pichon Lalande auch hatten. Großer Mouton für ein extrem langes Leben. Er braucht aber ein paar Jahre Zeit im Keller. Was kann das sein? Die Wiederholung von 1986 kommt mir in den Sinn. Für 2016, was er auch darstellt, ist er fast zu kraftvoll, zu tanninreich, auf der anderen Seite aber auch schlank und sehr moderat im Alkohol. Letztlich Finesse und stylische Klassik at its best. Auf jeden Fall ein großer Wein in der Geschichte von Mouton Rothschild. Ein Wein, von dem man noch lange sprechen wird. 100+/100 *** Parker schreibt über 2020 Chateau Petrus: As I observed to Olivier Berrouet, it's hardly very original to find a wine critic extolling the virtues of this Pomerol reference point; and yet, whether one likes it or not, there's no denying that the 2020 Pétrus is a brilliant achievement and indeed one of the very finest vintages at this address over the last two decades. Unwinding in the glass with a deep bouquet of dark berries, cherries and cassis mingled with hints of exotic spices, violets and vine smoke, it's full-bodied, layered and concentrated, with huge depth at the core, exquisitely refined tannins and a youthfully reserved, even restrained profile despite its power and size. This serious, classically proportioned Pétrus is a monument in the making. 100/100 *** Chateau d'Yquem: 2019 und 2020 sind zwei der wirklich allerbesten Sauternes, die ich je jung probieren durfte. Atemberaubende Spannung mit immenser Dichte und Power aber zugleich unvorstellbarer Säure und Frische. Fast Zechweine. Groß! 100/100

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Duclot

Die Crème de la Crème eines jeden Jahrgangs mit 9 Weinen der Zeitgeschichte für die Ewigkeit – unsterblich gut und unsterblich rar.