Doyac Blanc Le Pelican 2021

Doyac

Doyac Blanc Le Pelican 2021

Neu

95–96
100
2
Sauvignon Blanc 100%
5
weiß
Trinkreife: 2024–2034
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 95–96/100
Jane Anson: 90/100
Gerstl: 18+/20
6
Frankreich, Bordeaux, Haut Medoc
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Doyac Blanc Le Pelican 2021

95–96
/100

Lobenberg: Appellation Bordeaux Blanc, 100 Prozent Biodynamie und zu 100 Prozent auf Kalkstein gepflanzt. 1,5 Hektar Rebfläche, angelegt 2016. Der Wein hat eine verblüffende Nase. Irgendwo zwischen Vermentino, Chardonnay und Sauvignon Blanc schwankend. Hocharomatisch – das erstaunt. Spannend! Sehr in Richtung Natur laufend, sehr eigene Würze und Stilistik. Überhaupt nicht mit Pessac oder Graves zu vergleichen – vielleicht liegt es auch an diesen 100 Prozent Kalkstein. Der Wein ist auf jeden Fall in seiner Art und Ausprägung einzigartig. Eindeutig Mandarine mit ein bisschen reifer gelber Melone und reifer Mango. Im Mund sehr cremig, wieder diese aromatische Vermentino-Muscadet-Würze. Lang, cremig, intensiv, trotzdem schöne Frische. Verblüffend, ich habe lange nicht so einen Sauvignon Blanc probiert, weil er einfach so atypisch ist, so aus der Reihe schlägt. Aber der Wein macht ganz viel Freude, er kommt dann mit gelber Melone, süßer Apfeligkeit von Boskoop und einer leichten blumigen Honignote, mit Rosmarin und Thymian im Nachhall. In Honig gewälzte Limette dazu. Faszinierend! Ich sollte diesen Wein für uns sichern. Das ist dann neben Du Retout Blanc der zweite wirklich eigenständige und sehr spezielle Weißwein eines kleinen Médoc-Weinguts. 95-96/100Château Doyac ist ein ganz kleines Weingut mit wirklich extrem arbeitenden Besitzern, im Grund so eine Art zweites Clos Manou. Spezielles Terroir mit reinstem Kalkstein. Doyac liegt direkt neben der Appellation Saint-Estèphe, etwas im Süden davon. Wie in den meisten Regionen Europas lautet der Tenor auch in Bordeaux »2021 - zurück zur Klassik!«. Nach mehreren warmen Jahren in Folge kommt 2021 hier mit genialer kühler Eleganz und niedrigen Alkoholwerten um die Ecke. Sehr schick, fein, dabei aber auch so spannungsgeladen – ein absolutes Traumjahr für Finesse-Trinker. Die Weine zeigen viel aromatischen Fruchtdruck bei wirklich reifer Tanninstruktur durch die längere Vegetationsperiode. Ein großes Aufatmen unter allen Winzern, denn das Ergebnis ist quasi die Entschädigung für die harte Arbeit im Weinberg, die die Natur von Anfang bis Ende des Jahres von allen Beteiligten abverlangt hat. Hohe Niederschläge zu Beginn des Jahres, was gleichzeitig aber auch ein Segen für die trockenen Böden war. Dann nochmal ein Temperaturtief im April, schon nach dem Austrieb. Das Bordelais hat es aber nicht ganz so hart getroffen, die Frostschäden waren hier im Mittel nicht so verheerend wie in anderen Teilen Frankreichs, deshalb sind die Erträge insgesamt doch noch zufriedenstellend. Der Merlot ist außerordentlich edel, mit bemerkenswert konzentrierter Frucht, während der Cabernet unglaublich intensiv und frisch ist, was dem Jahrgang große Eleganz verleiht. Vielleicht in einer Reihe mit 2008, 2012 und 2014 mit seinen jung schon so verführerisch zugänglichen Weinen, die aber auch noch eine lange Zukunft vor sich haben.

90
/100

Jane Anson über: Doyac Blanc Le Pelican

-- Jane Anson: Subdued but creamy fruits on the opening beats, with apricot pit, peach stones, not exuberant but with texture and depth, gunsmoke reduction also, as you might expect at this stage of a wine's evolution. Full of character. 90/100

18+
/20

Gerstl über: Doyac Blanc Le Pelican

-- Gerstl: 100% Sauvignon Blanc, ausgebaut in 500-Liter Foudres und in AmphorenDieser Sauvignon Blanc ist ein unglaublich energiebeladen mit einer Frische von einem anderen Stern. Die Fruchtaromatik ist sehr fein und elegant und überhaupt nicht überschwänglich. Vielmehr zeigen sich mineralische, zart würzige und florale Aromen. Max de Pourtalès meint denn auch, dass der 2021er sogar noch besser als der 2020er sei und für ihn einer der besten ist. Auch am Gaumen kommt sehr viel Druck von der knackigen Säure. Die zarte Fruchtaromatik verbindet sich herrlich mit der Mineralität, welche bis zum Finale präsent bleibt. Zart salzig und mit einem Hauch von Kräutern endet dieses Feuerwerk von einem Weisswein. Für mich gehört dies zum Allerbesten in Sachen Weisswein aus Bordeaux - vorallem wenn man das Preis-/Leistungsverhältnis. 18+/20

Mein Winzer

Doyac

Château Doyac ist ein kleines, biodynamisches Weingut direkt an der nördlichen Grenze zu Saint Estephe mit wirklich extrem arbeitenden Besitzern. Im Grunde so eine Art zweites Clos Manou in der Perfektion, vielleicht nicht ganz so extrem im niedrigen Stockertrag, aber dazu kommt hier noch der...