Lobenberg: Im Jahr 2004 kaufte die legendärste Weißwein-Domaine des Burgunds, Leflaive in Puligny-Montrachet, rund 10 Hektar bester Weinberge in und um Mâcon-Verzé. Mittlerweile ist die Domaine auf 25 Hektar angewachsen, weil Leflaive sich im Mâconnais richtig wohl fühlt. Natürlich biodynamischer Weinbau wie üblich und auch der Ausbau ist im Grunde identisch, nur dass die Mâcon-Weine in größeren Fässern, also Demi-muids anstatt Barriques, ausgebaut werden. Ich schätze die Mâconnais-Weine von Leflaive sehr, sie sind teuer, aber immer ein guter Deal. Die Qualität ist heute konstant superb. Die Weine stammen also alle von eigenen Reben, das ist kein Negoce wie Esprit / Associès Leflaive. Mâcon-Igé ist ein Village-Wein aus einer der vielen kleinen Satellitengemeinden, die die Weinhauptstadt Mâcon umgeben und ihren Namen tragen dürfen. Da es zu den besseren Gemeinden zählt, darf der Name Igé auch separat genannt sein, ansonsten wäre es ein Mâcon Village. Im Mâconnais arbeitet Leflaive ähnlich wie in Puligny, aber mit etwas weniger Holz und größeren Holzfässern, deshalb sind die Weine meist etwas fruchtbetonter. Der Igé zeigt gegrillte Ananas, Mangoschale und roten Weinbergspfirsich. Ein zart-exotischer Chardonnay aus Mâcon, der nicht nur Fruchtdruck, sondern auch viel Mineralität zeigt. 94+/100