Ganz alte Weinberge in Hanglange, 500 Meter weit weg vom Fluss. Kies und Quarzit mit leichten Porphyranteilen. Kreuznach ist etwas früher dran mit der Reife als die mittlere Nahe, rund eine Woche vorgezogen. Die Weine aus Kreuznach sind etwas an Rheinhessen angelehnt in der Art, sind nicht so extrem karg, etwas umgänglicher in der Art. Die Frucht ist etwas voller, etwas rötlicher, hat viel Grapefruit und rote Zitrone, ein paar gelbe Blüten. Eine wahnsinnige Spannung und Salzigkeit im Mund, rassig, druckvoll, samtig-raue Struktur mit viel warmem Gestein und herbsaftiger Mineralität. Ein kühler Riesling mit feiner Struktur, schön zupackend und fest. Der Kahlenberg hat trotz seiner wärmeren Lage immer eine gewisse steinige Festigkeit und so viel Grip. Die Grapefruit dominiert, warmfruchtig und doch kühl und steinig. Alles zieht und spannt. Toller Stoff, anspruchsvoll, aber auch mit saftigem Schmelz. Aber allemal ein genialer Riesling. 94-96/100