Croix de Beausejour (2.Wein) 2021

Beausejour Duffau-Lagarrosse

Croix de Beausejour (2.Wein) 2021

Neu

Holzkiste

95–96+
100
2
Merlot 95%, Cabernet Franc 5% %
5
rot
Trinkreife: 2027–2045
Verpackt in: 12er OHK
3
Lobenberg: 95–96+/100
6
Frankreich, Bordeaux, Saint Emilion
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Croix de Beausejour (2.Wein) 2021

95–96+
/100

Lobenberg: Der Zweitwein von Chateau Beausejour Duffau Lagarosse. Die neue alte Familienbesitzeri Josephine, die ihr Familienweingut mit Hilfe der Besitzerin von Clarins in Paris zurückkaufen konnte, geht hier brutal konsequente Wege. Beraten wird sie qualitativ und in der Weinbergsarbeit unter anderem von ihrem Freund und Nachbarn Adrien David Beaulieu von Chateau Coutet. Da trifft es sich gut, dass Josephine komplett auf Biodynamie setzt und Adrien auf Coutet seit Jahrhunderten nur pures Bio lebt. Von dem kann man noch viel lernen! Aus dieser Lernkurve ist sicher auch dieser phänomenale Zweitwein hier entstanden. In erster Linie ist das nämlich nur eine Terroir-Auswahl. Der Erstwein wächst wie der direkt benachbarte Demoiselle von Coutet nämlich zu 100% auf reinem Kalksteinfels auf dem Plateau. (Coutets Demoiselle ist jedoch durch das uralte Erbgut der Reben völlig anders im Charakter) Der Zweitwein 'Croix de Beausejour' wächst wie der Basiswein von Coutet eben auch auf einem Lehm-Gemisch über Kalkstein als Unterlage. Und nicht auf dem Plateau sondern in Hanglage. In allen Fällen sind die Reben im Durchschnitt über 40 Jahre alt, im Zweitwein zu 95% Merlot und nur 5% Cabernet Franc statt 27 im Erstwein. Die Weinbergsarbeit ist im Erst- und Zweitwein identisch, der Zweitwein wird ebenso sorgfältig entrappt und spontan im Beton vergoren nach händischer Einmaischung und manuellem Unterstoßen während der spontanen Fermentation. Malo und Ausbau identisch im Barrique, jedoch im Erstwein zu 100% und im Zweitwein zu 40% neues Holz. Der Wein zeigt sich in leuchtendem Rot und kommt mit hoher Fruchtintensität. Satte rote Kirsche und frische Zwetschge über etwas Sanddorn und sogar Mango und Orangenzesten. Klar die fast reine Merlot. Dazu ein Hauch Cassis und Schwarzkirsche. Der Wein ist vom Tannin eher fein und seidig, die Mineralität drückt nicht mit soviel Kreide und Salz, Lehmböden ergeben nunmal feinere und etwas abgerundetere Weine. Mittlerer Körper und samtig pikanter Nachhall. Eine Köstlichkeit erster Güte. Sehr limitierte Menge, es gibt nur wenige tausend Flaschen. Und es ist kein wirklicher, abgewerteter Weitwein, sondern identisch zum Erstwein mit etwas anderem Rebquerschnitt und einem geringfügig anderen Terroir und Exposition. Einen 'echten' Beausejour Duffau 'en primeur' zu unter 40 Euro? Irre! Irre gut! 95-96+/100

Mein Winzer

Beausejour Duffau-Lagarrosse

Im Jahre 1869 wurde der kleine Weinberg Beausejour unter zwei Familien aufgeteilt. Daher rühren die Châteaus Beausejour Duffau und Beausejour Becot.