Cote Rotie Vieille Vignes 2018

Michel Tardieu - Nordrhone

Cote Rotie Vieille Vignes 2018

100
100
9
voluminös & kräftig, frische Säure, pikant & würzig
2
Serine 100%
3
Lobenberg 100/100
5
Rotwein
barrique
14,5% Vol.
Trinkreife: 2027 – 2055
Verpackt in: 6er OHK
6
Frankreich, Rhone, Nordrhone
7
Allergene: Sulfite,

Abfüllerinformation

Abfüller / Importeur: Michel Tardieu - Nordrhone, Quartier Les Ferrailles - Route de Cucuron, 84160 Lourmarin, FRANKREICH


  • 55,00 €

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lobenberg

Lobenberg über:Cote Rotie Vieille Vignes 2018

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Lobenberg: Das Rhônetal war 2018, ähnlich wie Bordeaux und ein Großteil von Europa, durch ein extrem nasses Frühjahr von vielen Krankheiten heimgesucht. Es gab echten und falschen Mehltau, einfach unglaublich hohen Pilzdruck. Tardieu nennt es ein gnadenloses Jahr mit dramatisch niedrigen Erträgen. Wie auch in Deutschland galt es hier im Jahr 2018 sehr zuverlässig auszulesen und Mehltau bzw. trockengestresste Trauben penibel zu entfernen. Diejenigen wurden dann mit Weinen von außerordentlich hoher Güte belohnt, allerdings in winzigen Mengen. Nicht selten sind die Erträge nur ein Drittel der normalen Mengen und manche Weine fielen gar ganz aus. Die Nordrhône war 2018, wie das Burgund, im Gegensatz zum Süden schon eher gesegnet. Es gab deutlich weniger Krankheitsdruck und viel weniger Ernteausfälle. Die Weine zeichnen sich durch eine hohe Konzentration, üppige Frucht und wahnsinnige Puristik aus. Sie sind wuchtig und kraftvoll, dunkelfruchtig mit hoher Frische und Feinheit. Es ist das dritte große Jahr in Folge für die Nordrhône und womöglich sogar das Beste der drei, da es feiner ist als die üppigen 2017er und kraftvoller als die eleganten 2016er. Der Cote Rotie besteht zu 100% aus der Rebsorte Serine, was auch Petit Syrah heißt, also die Urform der Syrah mit den deutlich kleineren, dickschaligeren und säurebeladeneren Beeren. Hier wird zu 2/3 nicht entrappt, also als Ganztraube im Holz spontan vergoren. Die Reben sind 70 Jahre alt. In diesem Cote Rotie sind sowohl aus Landonne (Schieferböden), als auch aus Lancement (Granitböden) und Cavaroches und damit aus dem besten was die Cote Rotie zu bieten hat. Dies ist ein Unterschied zu früher, da die Trauben in früheren Jahren ausschließlich aus Landonne und vom Schiefer kamen. Die Vergärung geschieht zu 100% mit Ganztrauben und der Ausbau zu 100% im neuen Barrique für 1 Jahr. Danach geht er 1 Jahr ins große Holzfuder. Wie alle anderen Weine hier wird er weder gefiltert noch geschönt. Der riesige Unterschied zwischen Hermitage und Cote Rotie, den beiden teuersten Villages an der Nordrhône, ist sicher der Untergrund und das kühlere Klima in Cote Rotie. Michel Tardieu selbst beschreibt das Jahr 2018 als eine Mischung aus der Reichhaltigkeit von 2009 und der Dichte und Feinheit von 2010, es gibt kein einzelnes Jahr das vergleichbar wäre. Ich habe in meiner Einleitung die Jahre 2016 und 2017 herangezogen, die sich sehr ähnlich verhalten haben wie 2009 und 2010. Beides sind Vergleiche, die das Jahr an der Nordrhône treffend umschreiben. Ich stehe immer noch ein bisschen unter Schock von diesem Jahr, sowohl in Weiß als auch in Rot habe ich die Nordrhône nun probiert und das ist wirklich ein Erlebnis der anderen Art. Ja der Vergleich von Michel mit 2010 ist nicht so verkehrt, aber wir hatten nicht so viel reiche Würze darunter, das war nicht so schiebend. Das heißt nicht, dass 2018 besser ist, denn 2010 war etwas feiner, etwas schwebender. 2016 war ebenso unglaublich fein. 2018 bringt aber eben diese unglaubliche Zusatzdimension an Üppigkeit dazu, die es unbedingt notwendig macht diese Weine für lange Zeit einzukellern. Das wird ein Wein für die Erben, das werden Legenden der Weingeschichte. Das werden Weine, die in 20, 30, 40 Jahren immer wieder herausgeholt werden, um zu zeigen: Damals, wisst ihr noch …?! Dieser große Jahrgang kann eine Legende werden wie 1945 oder 1961 in Bordeaux. Reiche, schwarze Frucht, aber nichts Süßes, nichts Klebriges, durchaus auch fein bleibend. Cote Rotie hat die größte Frische und die größte Kühle. Direkt nach dem Cornas probiert erleichtert der Wein fast ein wenig, weil er einfach auch eine gewisse Feinheit und Verspieltheit in der Nase zeigt neben der Lakritze und der schwarzen Johannisbeere, Maulbeere, Holunder. Lakritze, Fleisch, Speck, alles ist da aber alles ist feiner, zarter, frischer als im Cornas. Der Mund ist dann die Quadratur des Kreises, weil wir diese enorme Intensität haben wie im Cornas mit dieser extrem hohen Reife. Wir haben provenzalische Kräuter, Rosmarin, schwarze Frucht, ganz viel Fleisch, Blut, Speck, Schiefergestein und Granitmineralik. Der Wein knallt und kracht und ist trotzdem butterweich, die Tannine sind seidig geschliffen, nein sogar eher samtig, weil sie so opulent sind. Nichts tut weh und obwohl der Cote Rotie zu 100% unentrappt ist finden wir nichts Grünes. Diese Rappen haben ihm einen guten Teil seiner Frische gerettet. Wie der Cornas und ich befürchte auch wie der Hermitage Rouge sind dies Legenden der Weingeschichte. Wir alle erinnern uns an dieses wahnsinnige Jahr, an diesen irren Sommer und so werden die Weine als Legende in die Geschichte eingehen. 100/100

Mein Winzer

Michel Tardieu – Nordrhone

Michel Tardieu ist inzwischen legendär und einer der besten Weinmacher Frankreichs. Robert Parker u. v. a. überhäuften ihn zu Recht mit Superlativen. Sehr oft arbeitet er an der Rhone und in anderen Regionen mit seinem Freund Philippe Cambie zusammen. […]

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