Maison Stephan

Cote Rotie Les Binardes 2018

tanninreich
strukturiert
saftig
pikant & würzig
95–97
100
2
Syrah, Viognier
5
rot
15,0% Vol.
Trinkreife: 2024–2048
Verpackt in: 12er
3
Lobenberg: 95–97/100
6
Frankreich, Rhone, Nordrhone
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Cote Rotie Les Binardes 2018

95–97
/100

Lobenberg: Jean Michel Stephan ist einer der wenigen Winzer, die in der berühmten Appellation Côte-Rotie reinen Naturwein keltern. Ohne Schönung, Filtration und kein zugesetzter Schwefel. Jean Michel Stephan beherrscht den Naturwein-Ausbau aber derart, dass es kaum auffällt und er stets die Appellation auf der Flasche tragen darf. Biologische Weinbergsarbeit in allen Lagen, so auch in der Einzellage Les Binardes. In dieser terrassierten Steillage in der Côte Blondes stehen 1986 gepflanzte Syrah und 10% Viognier aus Selektion Massale im Mischsatz auf Gneis und Granit. Wie viele Weine bei Stephan sieht auch dieser kein Holz, wird ein Jahr im Edelstahl ausgebaut, komplett ungeschwefelt. Die Nase weht reich und beinahe opulent aus dem Glas, hier zeigt sich der Charme-Jahrgang 2018 mit vollreifer schwarzer Frucht, Brombeere, Maulbeere, Lakritze, Schwarzkirsche, dann kommen aber auch verspielte Veilchen und etwas frische Minze durch. Auch etwas Malz, blonder Tabak und frisches Karamell, was durchaus typisch ist für die Côte-Rotie. Die Nase ist zwar dicht und reichhaltig, aber auch voller Finesse und Details. Druckvoller, satter Mund mit cremig-feiner Struktur, Schwarzkirsche und dunkle Beeren dominieren, auch Pflaume, schiebend, reich und alles einnehmend. Aber gleichzeitig seidig texturiert und trotz seiner Kraft und Dichte auch wunderbar frisch, an einer ganz feinen Säurespur entlanglaufend. Kreidige, kräftig zupackende, aber seidig-weiche Tannine markieren den Nachhall und lassen viel dunkle Steinwürze und lakritzig-tabakige Extraktsüße aufkommen. Alles belegt den Mund wie ein dichter Schleier und hallt immer wieder nach. Ein Powerteil, dass dennoch bemerkenswerte Feinheit und Präzision bewahrt. Hat deutlich mehr einnehmenden Charme und cremige Fülle als der steinigere, ernstere und monolithischere 2016er Bassenon. 95-97/100

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