Cote Rotie 2020

Chateau de Saint Cosme

Cote Rotie 2020

frische Säure
pikant & würzig
strukturiert
98–99
100
2
Syrah 100%
5
rot
13,5% Vol.
Trinkreife: 2029–2061
Verpackt in: 12er
3
Lobenberg: 98–99/100
Parker: 94–96/100
Jeb Dunnuck: 94–96/100
6
Frankreich, Rhone, Gigondas und Rasteau
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Cote Rotie 2020

98–99
/100

Lobenberg: 2020 gab es an der Rhône insgesamt relativ normale Mengen. An der Nordrhône vielleicht sogar etwas mehr als im Durchschnitt. Dort geht 2020 sicherlich als ein Jahrhundertjahrgang in die Geschichte ein. Die Tardieus vergleichen 2020 mit einer Mischung aus dem superklassischen und frischen Jahr 2016 und der Tiefe und Dichte aus 2015. Auf keinen Fall so extrem fett und üppig wie 2018 und 2019, sondern deutlich klassischer. Deshalb ist 2020 aus ihrer Sicht einer der ganz großen Jahrgänge überhaupt an der Nordrhône. Im Norden gab es 2020 keinen richtigen Trockenstress für die Reben, weil es im August ein paar Regenfälle gab. Sie kamen genau zur richtigen Zeit. Die Lese startete deutlich früher als in anderen Jahren. Insgesamt ist es ein saftiger, langlebiger, dichter und reifer Jahrgang, ohne Überreife, ohne übermäßig Fett wie in 2019 und 2018. Ein richtig klassisches Jahr an der Nordrhône, aber klassisch mit einem Plus an einer Form von Reife, die es früher so nicht gab. Ob Norden oder Süden – in Summe ist 2020 an der Rhône ein großes Jahr. Balancierter und harmonischer als das Kracher-Jahr 2019. Dieser Wein wächst zu 100% auf der Côte Brune-Seite des Côte Rôtie-Berges, nur auf Schieferlagen. 100% unentrappte Ganztraubenfermentation, Ausbau zu 30% im neuen Barrique, 70% in einjährigen Barriques. Unfiltrierte Füllung. Schiefer ergibt, wie wir wissen, eine völlig andere Würze als Granit. Den Unterschied kann man sehr gut bei Stephan Ogiers Lancement sehen. Das ist Granit in einer unendlichen, rotfruchtigen Feinheit und dagegen seinem Belle Helene, mit viel mehr Power und Würze. Louis Barruol macht seit so vielen Jahren einen der besten Côte Rôtie. Er arbeitet immer mit den gleichen Winzern zusammen. Das ist ein Modell wie es Michel Tardieu auch betreibt, und wenn diese Kombination über Jahrzehnte passt, ist das eben großes Kino. In 2020 ist es nochmal ein deutlicher Sprung des Saint-Josephs. Bei Tardieu war der Unterschied zwischen Côte Rôtie und Saint-Joseph zwar existent, aber nicht so dramatisch wie hier bei Saint Cosme. Die typische Côte-Rôtie-Nase: verbranntes Fleisch und Gummi, was natürlich auch am zum Teil neuen Barrique liegt. Aber so dicht, floral und schwarz. Schwarze Kirsche und Maulbeere, reich und dicht, trotzdem sehr fein. Da ist nichts Raues, nichts Rustikales, nichts Unreifes, aber auch nichts Fettes. Der Mundeintritt widerspiegelt genau das – unendlich fein. Was für ein schicker Côte Rôtie! Poliert und tänzelnd, die Tannine sind reichlich vorhanden, aber sie sind nicht spürbar, sie sind seidig verwoben. Was für ein feines Spiel von roter und schwarzer Frucht, von satter Mineralität. Salz am Ende. Aber das Ganze bleibt auf der komplett hedonistischen und spielerischen Linie. Ein Leckerli in ganz großer Klasse. Der Wein bleibt in seiner feinfruchtigen Verspieltheit und aromatischen Intensität für zwei Minuten am Gaumen. Louis Barruol hat 2020 keine Blockbuster erzeugt, sondern einfach nur verspielte kleine Meisterwerke. Ein Traum von Wein, eine große Freude in diesem floralen und verspielten Finesse-Teil. Sehr schick! 98-99/100

94–96
/100

Parker über: Cote Rotie

-- Parker: Barruol's 2020 Cote Rotie blends fruit from both ends of the appellation to create an exciting blend of violets and blueberries on the nose. It's medium to full-bodied, but richly concentrated and silky, with a lingering, elegant finish. Terrific stuff. 94-96/100

94–96
/100

Jeb Dunnuck über: Cote Rotie

-- Jeb Dunnuck: I loved the 2020 Côte Rôtie, which is certainly the standout from the North. Coming from both the southern and northern ends of the appellation, it’s full-bodied, ripe, and textured, yet never loses a sense of Côte Rôtie elegance. Lots of bacon fat, exotic flowers (I wrote liquid violet in my notes), and gamey blue fruits define the nose, and the balance is spot on, it has silky tannins and is just another brilliant wine. 94-96/100

Mein Winzer

Chateau de Saint Cosme

Gigondas ist zusammen mit der Appellation Chateauneuf-du-Pape sicherlich die spannendste und innovativste Region der Rhone und der junge Louis Barruol von Chateau de Saint Cosme gehört nicht nur laut Robert Parker zusammen mit Santa Duc und Bouissiere zur Creme de la Creme der Appellation.