Corton Grand Cru Clos des Vergennes Monopole

Cachat Ocquidant

Corton Grand Cru Clos des Vergennes Monopole 2008

voluminös & kräftig
pikant & würzig
saftig
96–97
100
2
Pinot Noir 100%
5
rot
Gereift
13,5% Vol.
Trinkreife: 2020–2040
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 96–97/100
6
Frankreich, Burgund, Cote d'Or
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Corton Grand Cru Clos des Vergennes Monopole 2008

96–97
/100

Lobenberg: Der Clos des Vergennes ist eine Monopollage der Domaine und liegt direkt angrenzend an den renommierten Corton-Bressandes, eine der besten Parzellen am Corton-Hügel. Die nach Osten exponierte Lage gilt somit durchaus als Geheimtipp. Feinstes ziegelrot im Glas mit leicht anbräunendem Rand. Dichte, fast etwas barocke Nase, viel süße schwarze Kirsche, Schattenmorelle, Brombeere und süße Gewürze, Nelke, vielleicht eine Prise Zimt. Dicht und cremig, zwischen roter und schwarzer Frucht changierend. Mit Luft tritt immer mehr die darunterliegende Schicht aus dunklem Stein, Graphit und fast ein bisschen Eisen hervor und offenbart die Seele eines Corton. Auch Bratapfel, Pflaume, ungewöhnlich viel Lakritze und etwas Krautwürze. Der etwas kühlere Jahrgang macht sich bemerkbar, denn der Clos des Vergennes wirkt sehr frisch und jugendlich trotz der etwas oxidativ-würzigen Frucht. Auch am Gaumen offenbart sich das kühlere, elegantere Jahr. Bleibt mehr auf der fokussierten Linie, nicht zu opulent und bei weitem nicht so wärmend und ausladend wie der 2002er. Bleibt prinzipiell auch kühl und rassig mit feinsaftiger, dunkler Beerenfrucht, etwas süßer Brombeere, einem Touch Minze und immer wieder viel Lakritze hintenraus. In Begleitung des griffigen, durchaus noch zupackenden Tannins, dass jetzt die nötige Rundheit erreicht hat. Der 2008er Clos des Vergennes hat eine gewisse Dichte und Energie, steht gut im Saft. Er erreicht nicht ganz die Fülle und den Punch eines hochkonzentrierten Jahres, aber das tut ihm eigentlich keinen Abbruch. Wir haben eine schöne Corton-typische Frucht mit dunkler Mineralität, eine schmeichelnde Süße, Würze, Komplexität und einen schön kühlen Antritt am Gaumen mit feinsaftiger, eleganter Säure. Mir gefällt auch das Underdog-Jahr, denn der Wein zeigt keine Überreife und kein exzessives Holz, bleibt schön fokussiert auf der satten Frucht laufend im ganz klassischen Stil. Er hat nicht den ganz großen, weich üppigen Auftritt, wie ihn wahrscheinlich die 2015er oder 2016er Cortons in 5 Jahren zeigen werden. 2008 ist nicht raffiniert oder fett oder super-stylisch, sondern eher oldschool Burgund, etwas oxidativ, schön mürbe, etwas maskulin, kernig und reif, aber gleichwohl ausgewogen und eben sehr traditionell. Ein Corton, der Rasse und Klasse zeigt, und der mit 2008 hervorragend repräsentiert wird. 96-97/100

Mein Winzer

Cachat Ocquidant

Die Domaine Cachat-Ocquidant, heute geführt von Jean Marc Cachat, liegt im Dörfchen Ladoix zu Füßen des berühmten Corton-Bergs. Neben einer größeren Palette an Rotweinen werden in geringerem Umfang auch sehr interessante Weißweine erzeugt, die von Sommeliers oft als Geheimtipps bezeichnet werden....

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