Confidence du Chateau Seguin

Seguin

Confidence du Chateau Seguin 2019

tanninreich
voluminös & kräftig
strukturiert
100
100
2
Cabernet Sauvignon 60%, Merlot 40%
5
rot
13,5% Vol.
Trinkreife: 2029–2059
Verpackt in: 6er OHK flach
3
Lobenberg: 100/100
6
Frankreich, Bordeaux, Pessac Leognan
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Confidence du Chateau Seguin 2019

100
/100

Lobenberg: Besitzer ist seit 1987 die Familie Darriet, die Reben sind nun ca. 50 Jahre alt. Das Weingut liegt in der Nähe von Pontac Monplaisir, nicht weit entfernt von Château Haut-Brion. Die Böden hier sind sogar identisch mit denen der Nachbarn Haut-Brion und Mission Haut-Brion, das ist sogar in historischen Büchern so festgehalten. Es ist überwiegend sensationelles Kies-Terroir mit etwas Lehm und Sand. Das Weingut ist immer schon in Familienbesitz und hat ungefähr 30 ha, die mit über 7.000 Stöcken je Hektar dicht bepflanzt sind, eines der Erfolgsgeheimnisse. Denis folgt in seiner Ernte und seiner Auswahl für Erst- und Zweitwein mehr den Bodenformationen als anderen Kriterien. Alle Reben sind in etwa gleich alt, im Durchschnitt 25-30 Jahre alt. Die sandigen Böden gehen in den Angelot, der kein klassischer Zweitwein ist, sondern eben der Wein von den sandigen Böden. Die Top-Böden mit Lehm und Kies gehen in den Seguin. 2018er ist 60% Cabernet Sauvignon, 40% Merlot. Dieser Wein wird in einer etwas anderen Cépage als der Hauptwein zusammengestellt und von ganz speziellen Terroirs von Seguin gewonnen. Also selektionierte Top-Böden des allgemeinen Seguin Terroirs gehen in diese Mikro-Cuvée, die ähnlich vinifiziert, aber länger im Holz ausgebaut wird. Es gibt nur rare 2000 Flaschen. Das ist der Versuch das Beste des Besten aus dieser relativ großen Anlage von Seguin herauszuholen und mit dieser Mikro-Cuvée auch in der Außendarstellung der direkte Konkurrent von Haut-Brion zu werden. Das ist das erklärte Ziel. Was unterscheidet diesen Wein nun vom normalen Seguin 2018? Durch den etwas längeren Ausbau ist er etwas weicher, er ist weiter entwickelt, nun weniger auf der salzigen Mineralität laufend, er hat mehr Rundheit und deutlich üppigeren Körper entwickelt. Man kann es sich vielleicht ein bisschen so vorstellen wie eine Spezial-Cuvée von Vina Tondonia oder Vega Sicilia, einfach eine weichere, dichtere, rundere, üppigere und entwickeltere Version eines Seguin. Der Wein kommt auch später auf den Markt. Ich finde den Wein weder besser noch schlechter als Seguin, nur anders, deutlich wuchtiger, intensiver, üppiger und voller, kraftvoller. Er ist schon deutlich weiter entwickelt als der normale Seguin, wenn er auf den Markt kommt und ist generell vom Ansatz her das Beste vom Besten. Aber noch einmal, für mich macht diese zu 100% im neuen Barrique ausgebaute Mikro-Cuvée qualitativ keinen riesigen Unterschied gegenüber einem ohnehin schon außergewöhnlichen Wein. Nur reifer, viel üppiger und beeriger, mehr Haut-Brion-Stil als der La Mission-artigere Seguin. Trotzdem ist dieses feine, fast brutale Konzentrat mindestens auf dem gleichen Level wie der absolut geniale 2019er Seguin und er ist ein toller und rarer Wein der Oberklasse und hat ob seiner Wucht und Opulenz durchaus das Potenzial neben Haut Brion in einer Probe zu stehen. Das ist schon ein enormer Wein mit grandioser Inmtensität, der Sieger wird nicht automatisch Haut Brion sein, ich empfehle den Blind-Vergleich! 100/100

Mein Winzer

Seguin

Der im letzten Jahrhundert bekanteste Weinführer „Cocks an Feret“ lobte das damals im Besitz der Familie Pascal befindliche Château in den höchsten Tönen: „the highest part of the commune, with magnificent gravely rises producing full-bodied, elegant wines similar of those of Haut-Brion“. […]

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