Domaine des Monts Luisants

Clos de la Roche Grand Cru 2018

saftig
pikant & würzig
strukturiert
98
100
2
Pinot Noir 100%
5
rot
12,5% Vol.
Trinkreife: 2024–2049
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 98/100
6
Frankreich, Burgund, Cote d'Or
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Clos de la Roche Grand Cru 2018

98
/100

Lobenberg: Jean-Marc Dufouleur achtet streng und sorgfältige Pflege im Weinberg, keine Herbizide. Er besitzt nur wenige Hektar Rebfläche und vergärt grundsätzlich alles als Ganztraube. Diese werden von ihm mit den Füßen eingemaischt, das macht er ausschließlich höchstpersönlich – alles reine Hand- und Fußarbeit. Sodann wird alles spontanvergoren im selben offenen Gärständer und nach dem Abpressen auf der Korbpresse ausgebaut im neuen und gebrauchten Barrique. Wobei neu maximal 15% sind, der Rest ist ein bis fünf Jahre alt. Und die Toastung ist auch nur sehr vorsichtig gehalten. Auf diesen Wein bin ich natürlich besonders gespannt, denn der einzige Weltklasse Clos de la Roche, den ich wirklich gut kenne, ist jener der Domaine Ponsot, dem quasi Nachbarn hier in Morey Saint Denis. Ich bin besonders gespannt, ob Monsieur Dufouleur diese unendliche Leichtigkeit seines Villages und seines 1er Crus auch in die alten Reben des Clos de la Roche retten kann. Hier findet dieses extrem vorsichtige Einmaischen mit den Füßen statt, dadurch wird quasi nur der Ablaufsaft ohne hartes Pressen verwendet. Das spricht im Prinzip dafür. Dagegen spricht das hohe Alter der Reben im Clos und die damit einhergehende Intensität. Und in der Nase haben wir in der Tat einen leichten Wandel. Wir gehen rüber zu ganz viel schwarzer Kirsche, auch ein Hauch Backpflaume, schwarze Johannisbeere. Ein bisschen Amarenakirsche, Sanddorn, Jod, und ganz verstohlen schieben sich Himbeere, Erdbeere und süße, rote Kirsche darunter. Aber die Tendenz geht Richtung schwarze Kirsch-Frucht. Konzentrierte junge Zwetschge im Mund, keine reife Pflaume, nichts Dunkles, nichts Schwarzes. Sondern diese Leichtigkeit eines wunderschönen Pflaumensaftes, der mit feiner roter und schwarzer Kirsche umherspielt. Doch die Leichtigkeit ist bewahrt, der Mund tänzelt, die Tannine sind butterweich – eher seidig denn samtig. Nichts ist zu fett, alles schwebt und hallt lange nach. Das ist eine unglaubliche Köstlichkeit. Man muss sich hier trennen von den Vorstellungen der sehr konzentrierten, tanninreichen Grands Crus aus Gevrey Chambertin oder Vosne Romanee. Die es auch in 2017 gibt, und die es auch hier in Morey bei Ponsot gibt. Hier bei Hern Dufouleur ist alles nur schwebend, nur unendlich leicht. Alles ist verspielt und trotzdem fokussiert, tief und fleischig. Aber eben nie wuchtig oder fett. Ein Wein zum Träumen, eine Flasche zum Teilen vor dem Kamin. Gar nichts Essenbegleitendes, höchstens ein paar kleine Snacks. Einfach nur träumen, diesen Wein genießen in dieser unglaublich seidigen und fruchtigen Feinheit, die dennoch so intensiv und voller Vibration ist. Mit einer seidig-salzigen Mineralität, die immer wieder aufkommt. Mit einer nur minimal auftretenden Rappigkeit und feiner Würze. Ja das ist konzentrierte Leichtigkeit – einfach nur wunderschön. Eine Ode an die Freude. 98+/100

Mein Winzer

Domaine des Monts Luisants

Jean-Marc Dufouleur ist ein extrem sorgfältiger Arbeiter im Weinberg. Das gilt für die Bodenbereitung als auch für seine Reben. Wichtig sind ihm dabei die Reife und die gesunde Ernte. Dafür verzichtet er auch gänzlich auf Herbizide.