Chateau Tour Perey Grand Cru 2017

Tour Perey

Chateau Tour Perey Grand Cru 2017

96–97+
100
9
voluminös & kräftig, tanninreich
2
Merlot 70%, Cabernet Sauvignon 20%, Cabernet Franc 10%
3
Lobenberg 96–97+/100
Gerstl 19/20
Pirmin Bilger 19/20
5
Rotwein
barrique
14,0% Vol.
Trinkreife: 2025–2045
Verpackt in: 12er OHK
6
Frankreich, Bordeaux, Saint Emilion
7
Allergene: Sulfite,

Abfüllerinformation

Abfüller / Importeur: Tour Perey, 240 Perey Nord, 33330 Saint Sulpice de Faleyrens, FRANKREICH


  • 29,00 €

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lobenberg

Lobenberg über:Chateau Tour Perey Grand Cru 2017

96–97+
/100

Lobenberg: Das Weingut ist inzwischen auf dem Kalksteinplateau von 3 auf 6 Hektar alte Reben angewachsen. Château Tour Perey von Jean-Luc Marteau liegt direkt neben Château Monbousquet, es steht allerdings nicht auf Lehm und Sand sondern auf reinem Kalksteinfelsen, ein früher von den Römern als römisches Bad genutzter Platz. Eine kleine Insel in dieser vom Lehm dominierten Region. Die Reben sind inzwischen über 80 Jahre alt. Jean-Luc ist von Hauptberuf der Weinmacher bei Rollan de By im Medoc, ein Weingut, dass von seinem Vater als Regisseur geleitet wird. Er hat das kleine Weingut Tour Perey mit dem einzigartig grandiosen Terroir zwar schon früh entdeckt, aber erst um 2010 gekauft (das war finanziell vorher nicht möglich), und er ist weiterhin in der Konversionsphase zu Bio. Die Weinbergsbearbeitung ist seit 2010 komplett organisch. Die Rebzeilen sind begrünt, die Trauben werden komplett entrappt, eingemaischt und spontan vergoren. Die Maische wird nach der Gärung weiter bei über 30 Grad belassen, der Saft steht also einige Wochen warm auf den Schalen. Die Vergärung und Nachmazeration dauert also bis Ende Januar, d.h. Jean-Luc lässt den Saft ungefähr 3-4 Monate auf den Schalen stehen, um einfach die harschen Tannine damit quasi wieder heraus zu saugen. Die Zielsetzung ist im Grunde, einen super feinen Pomerol in Saint-Émilion zu erzeugen. Das liegt an Jean-Lucs Ausbildung, denn er ist in Pomerol geboren, ein hoch reifer, super Finesse-Pomerol a la L’Eglise Clinet ist im Grunde sein großes Vorbild. Der Ausbau findet zu 60% im neuen Holz statt. Die Weine bleiben dabei zwei ganze Jahre ohne Bâtonnage auf der Hefe im Barrique, und danach ein weiteres halbes Jahr im Tank. D.h. sie kommen später auf die Flasche als üblich. Auch in 2017 besteht die Blend aus 70% Merlot, 20% Cabernet Sauvignon, 10% Cabernet Franc. Die Fermentation im Beton und zum Teil im Barrique ist Spontanvergärung. Die Vergärung geschieht zu 100%, d.h. er vergärt auf möglichst 0g Restzucker. Er vergärt mit bis zu 28 Grad und macht eine kalte Vorfermentation bei 6-7 Grad für ein bis zwei Wochen. 2017 gab es keine Frostverluste weil Tour Perey die Böden komplett bearbeitet hatte davor d.h. alle Feuchtigkeit war weg. Ein bisschen Wärme vom aufgebrochenen Erdreich kam dazu. Alle Triebe der benachbarten Weingüter sind erfroren. Nur hier gab es keinerlei Frostschäden. Die Differenz von 1-2 Grad durch die Bodenbearbeitung machte anscheinend schon den Unterschied aus. Jean-Luc macht auf Tour Perey in 2016 und 2017 mit der Vergrößerung auf 6 Hektar uralte Reben inzwischen fast 20.000 Flaschen Wein. Der 2017er ist so duftig. Rosenblätter, satte süße Veilchen, Flieder. Flieder baut immer mehr auf. Dazu schwarze Kirsche, Holunder und etwas Wachholder. Duftig und intensiv. Der lange Verbleib auf den Schalen, die nach Mazeration, macht sich gerade bei Tour Perey in der Intensität sehr bemerkbar. Ich bin Jahr für Jahr immer wieder froh dieses Kleinod entdeckt zu haben. So grandiose Weine. Dicht, reich und würzig. Und trotzdem unendlich fein. Im Mund extrem dichtes Tannin. Satt gepackt aber butterweich. Samtig, der Wein hat so viel Fülle und Druck im Mund. Schwarze und rote Kirsche in einer immensen Spannung und Dichte. Himbeere, Brombeere, Blaubeere, Maulbeere. All das kommt, aber es unterlegt nur diese wahnsinnig intensive, konzentrierte und dichte Tannin-/Kirschstruktur. Aber keinerlei Härte dabei. Sondern nur unendlich lang, salzig, verspielt und ganz viel samtiger Druck, der eigentlich nur lecker ist und trotzdem merkt man dem Wein an, dass er Jahre brauchen wird. Jean-Luc ist so schlau, dass er seine Weine auch deutlich länger im Fass belässt. Er liefert in der Regel bis zu einem halben Jahr später aus als alle anderen Erzeuger. Ich brauche lange um den Wein zu verkosten. Immer neue Facetten entstehen. Die Frucht kommt deutlich mehr Richtung rot. Es kommt deutlich mehr rote Johannisbeere. Aber sie ist süß und trotzdem nicht fett. Dann kommt Sauerkirsche, Schlehe. Intensiv, spannungsgeladen, vibrierend. Tolle Frische dazu, aber nie spitz in der Säure sondern einfach nur eine immens dichte feine Fruchtmasse die mit tollem Salz und toller Frische durch den Mund schiebt. Die alles einnimmt, die Minuten haften bleibt. Die 50% neues Holz vom Tonnellier Silvaine sind nicht als neues Holz spürbar. Das Ganze ist so körperreich und so delikat zugleich. Fett und doch unheimlich schlank. Schöne Fruchtsüße und trotzdem komplett durchgegoren. Kein Restzucker. Im Grunde so eine Art Chateau Evangile/Pomerol im südlichen Saint-Emilion. Sein Vorbild ist L’Eglise Clinet, aber ich finde in seiner Intensität tendiert er eher zu dem volleren und trotzdem ultrafeinen Evangile. In Sachen roter Frucht aber ein Plus dabei. Ich garantiere, dass dieser Wein in einer Blindverkostung in Pomerol auftaucht und man nicht sagt, was für ein unbekanntes Chateau es ist, man kann es in die allererste Reihe in Pomerol stellen und es wird nicht schlechter als die Top 10 sein. Wir hatten die Ehre, eine Fassprobe des 2016er zu probieren. Was unterscheidet diese beiden Weine? Ich finde sie von der Klasse ähnlich. Der 2016er hat diesen kleinen Tick Finesse dazu. Dafür ist der 2017er in der Intensität, in der Dichte der Tanninmassen noch einen Tick drüber. Ich bin mir bewusst, dass niemand erwartet das es 2017 Weine gibt, die an 2016 heranreichen, ich selbst habe es nicht erwartet, aber dieser 2017er Tour Perey liegt in der gleichen Liga wie der 2016er des gleichen Hauses. 96-97+/100

Gerstl

Gerstl über:Chateau Tour Perey Grand Cru 2017

19
/20

-- Gerstl: Ganz zart und burgundisch im Duft, eine raffinierte Delikatesse ankündend, total schwarze Frucht, feine Kräuter, alles wirkt unglaublich fein, man muss die Nase tief ins Glas halten, um alle Raffinessen zu erfassen. Ein Gaumenfluss wie Samt und Seide, 50% Neuholz steckt er locker weg, nach und nach öffnet er sich immer mehr, offenbart seine ganze Vielfalt, der Wein ist sagenhaft raffiniert, die Burgundische Feinheit ist ganz offensichtlich ein prägendes Element des Jahrgags 2017, unabhängig davon ob Frost im Spiel war oder nicht. Hier ist man total vom Frost verschont geblieben, die Erde war zum Zeitpunkt des Frostes bearbeitet, so kam etwas Wärme aus den Böden, das hat gereicht, um dem Frost zu trotzen. Bei alle Nachbarn war kompett alles erfrohren, egal ob sie begrünt hatten oder mit "Desherbent" bearbeitet. Es war natürlich auch Glück, dass sie gerade kurz vor dem Frost gepflügt hatten. 19/20

Pirmin Bilger

Pirmin Bilger über:Chateau Tour Perey Grand Cru 2017

19
/20

-- Pirmin Bilger: 50% neues Holz. Wow, was für ein tiefgründig harmonisches Duftbild mit einer geballten Kraft. Tiefdunkel, schon fast schwarz präsentiert sich der Wein im Glas. Die Aromatik lässt einen dichten Körper vermuten. Das duftet so herrlich nach perfekt reifer, schwarzer Kirsche, etwas Lakritze und Brombeere. Am Gaumen zeigt er sofort seine geballte Ladung, dieses intensive Fruchterlebnis. Saftig und gleichzeitig frisch mit einer immensen Kraft ausgestattet, weiß er sofort zu überzeugen. Viel schwarze Frucht und zarte, rotbeerige Nuancen im Hintergrund. Ein kräftiges Tanningerüst in perfekter Reife. Das Holz ist sehr gut eingebunden und wirkt nie störend. Unglaublich dieser Zug, welcher der Wein zeigt – mit einer schwindelerregenden Länge. Im Finale präsentieren sich wunderschöne, würzige Kräuternuancen mit zart pfeffrigen und leicht salzigen Noten. Alles in allem ist dies ein Bordeaux mit perfekter Balance zwischen Kraft und Eleganz – ein wunderschöner Wein. 19/20

Mein Winzer

Tour Perey

Der blutjunge und extrem sympathische Jean-Luc Marteau ist ein besessener Extremist und ein genialer Weinmacher und Winzer. Sein Vater ist der Boss von Rollan de By im Medoc und er ist der verantwortliche Weinbergsmanager und Weinmacher. Aber das reicht nicht: Es soll auf Dauer ein eigenes Weingut sein! So schmiss die Familie zusammen und heraus kamen drei Hektar (wirklich nur drei Hektar) genialen Reblands in Saint Emilion. […]

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