Chateau Tertre de la Mouleyre 2019

Tertre de la Mouleyre

Chateau Tertre de la Mouleyre 2019

100
100
2
Merlot 90%, Cabernet Franc 10%
3
Lobenberg 100/100
Gerstl 20/20
5
Rotwein
barrique
13,5% Vol.
Trinkreife: 2028–2058
Verpackt in: 6er OHK
6
Frankreich, Bordeaux, Saint Emilion
7
Allergene: Sulfite,

Abfüllerinformation

Abfüller / Importeur: Chateau Tertre de la Mouleyre, Moulin Vilet, 33330 Saint-Étienne-de-Lisse, FRANKREICH


  • 75,00 €

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lobenberg

Lobenberg über:Chateau Tertre de la Mouleyre 2019

100
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Lobenberg: Ein 1,36 Hektar großes Weingut (zzgl. 0,5 ha Büsche und Gras) auf reinem Kalkstein gelegen, an der Grenze zu Castillon. Lediglich 5.000 Flaschen werden hier jährlich erzeugt. Die Reben dieses Miniweinguts, das seit 1995 komplett auf Biodynamie umgestellt ist, sind zwischen 50 und 60 Jahre alt. Tertre de la Mouleyre liegt in Steinwurfentfernung zu Château Valandraud, in der anderen Richtung liegt Peby Faugeres, nach unten folgt Castillons Superstar Clos Louie. Das Weingut wird in dritter Generation von Eric Jeanneteau betrieben, er lebt wirklich ganz allein von diesen winzigen 1,36 Hektar. Sein Großvater begann mit insgesamt fünf Hektar Saint-Émilion und zwei Hektar Castillon, Eric arbeitete sich runter auf nur noch das beste Terroir, bestehend aus reinem Kalkstein mit einer dünnen Lehmauflage. Der Ertrag der Dichtpflanzung wird über das Jahr hinweg auf maximal acht winzige Trauben pro Stock reduziert, das bringt Erträge von weit unter einem halben Kilo pro Rebe. Das Weingut ist zwar biodynamisch zertifiziert, dies wird aber aus politischen Gründen (Bio-Missbrauch in Frankreich) nicht gelabelt. Der Ausbau erfolgt zu 55 Prozent in neuem Holz, zu 45 Prozent in Zweit- und Drittbelegungen. Die spontane Fermentation geschieht in kleinsten INOX-Gärbehältern, um Parzelle für Parzelle separat vergären zu können. Die Vergärung wird relativ rasch bei durchaus hohen Temperaturen vollzogen, alles schwefelfrei. Auch in der Zeit der malolaktischen Gärung und des Ausbaus bleibt der Wein immer noch ohne Schwefel, den bekommt er erst bei der Abfüllung. Es wird mit Battonage gearbeitet. Die Zusammensetzung des 2019er ist 90 Prozent Merlot und zehn Prozent Cabernet Franc, der Ertrag lag in diesem Jahr bei 34 Hektolitern pro Hektar, der Wein hat einen für die Region moderaten Alkoholgehalt von 13,5 Volumenprozent. Eric Jeanneteau war lange Zeit Partner von Nina Mitjaville, der Tochter von Francois Mitjavile von Tertre Roteboef. Zumindest in der Weiterentwicklung der Weine ein ganz hervorragender Familienzusammenschluss. Auch wenn das Paar mittlerweile nicht mehr zusammen ist und Tertre de la Mouleyre ob seiner Unbekanntheit auf einem völlig anderen, unverdient tieferen Preislevel ist, reden wir hier von der gleichen Liga, ganz klar in den Top 10 Saint Emilions. 2019 präsentiert sich wie schon der 2018er im Grund ähnlich wie Tertre Roteboef als mediterraner Wein. Es ist ein Jahr, das eine unglaubliche Reife hervorbrachte, allerdings keine Überreife. Die Frische resultiert aus dem Stillstand der Reben im warmen, trockenen und heißen Sommer, was zu niedrigen pH-Werten geführt hat. So viel weiche, reife und üppige Schwarzkirsche. Auch Maulbeere, Johannisbrot. In der Nase eine tolle Würze zeigend. Fast eine eingekochte, würzige, schwärzliche Himbeere. Eukalyptus, Minze, ein Hauch Cassis darunter. Die Nase ist dennoch überhaupt nicht fett, sondern hat eine Feinheit wie ein Pomerol. Der Mund zeigt eine unglaubliche, fast berauschend und betörende Frische aus Schalen von Blaubeeren, aus großen, roten, reifen Pflaumen. Eine leichte Chilischärfe darunter, aber vollständig ohne Bitterstoff. Der jahrgangstypische Angosturabitter fehlt vollständig. Der Wein endet einfach in einem wollüstigen schwarzen Schwänzchen. Überwiegend schwarze Kirsche. Aber immer alles mit Frische und Kalksteinmineralität unterlegt. Final kommt ein bisschen Schlehe. Das macht wirklich ungeheuer Freude. Das ist purer Hedonismus und mir wird immer mehr bewusst, dass der 2019 auf dem gleichen Level ist wie der grandiose 2018er. Wir hatten hier auch schon 2016 einen Wein in der gleichen Liga. Vielleicht war er sogar noch der festeste und klassischste von allen dreien, wenn man bei diesem Weingut überhaupt von Klassik reden kann. Die beiden mediterranen 2018 und 2019 ähneln so sehr Tertre Roteboef, aber auch den superfeinen Pomerol von Vieux Château Certan oder Eglise Clinet. Wir haben hier nicht überextrahiertes, wir haben total seidiges und feines Tannin. Gerbstoff, der nie anstrengt, der nie wehtut, von dem man nie sagt «das wird schon». Es ist nämlich alles schon da. Wir sind deutlich mehr in der schwarzen Kirsche und in der schwarzen Frucht als beispielsweise bei den eher rotfruchtigen Château Jean Faure und Château Coutet, aber wird sind in einer ähnlichen Expression, wie er sie auch eben mit Tertre Roteboeuf und Vieux Château Certan gemein hat. Total feine Natur, nichts Gemachtes, nichts Konstruiertes, sondern nur diese Natur in die Flasche gebracht. Dieser kleine Biodynamiker gehört nun schon seit einigen Jahren zur die Top Ten des rechten Ufers. Ein wollüstiges Schwelgen in unendlicher Feinheit. Eigentlich ein bedauerlicher Witz, dass Tertre de la Mouleyre und Clos Louie soviel billiger sind als die Nachbarn Peby Faugeres und Valandraud. Dabei sind sie mit Jean Faure, Coutet und Tertre Roteboeuf die wahre Krönung Saint Emilions, da nur diese 5 meines Erachtens in dieser Appellation die neuen Zeiten des mediterranen Klimas antizipiert haben. Groß. 100/100

Gerstl

Gerstl über:Chateau Tertre de la Mouleyre 2019

20
/20

-- Gerstl: Pirmin Bilger: Chateau Tertre de la Mouleyre gehört jedes Jahr zu unseren Highlight's, es ist immer eine große Freude wenn wir den neuen Jahrgang verkosten dürfen. Zweifellos gehört der Wein dieses nur 1,2 ha großen Winzlings seit Jahren zur Spitze aus St. Emilion. Eric ist Biodynamiker mit Leib und Seele, und so umsorgt sind dann auch seine Reben, uralt und kerngesund. Der 2019er Jahrgang zeigt die gewohnte Fülle und Dichte, verbunden mit einer in bisherigen Jahren unerreichten Sinnlichkeit. Die grosse Merlotanteil widerspiegelt sich im Bouquet mit dem Duft nach roter Johannisbeere und Sauerkirsche. Was für eine bodenlose und unendlich scheinende Tiefe, die von diesem Wein ausgeht. Diese würzige Kraft, die auch ein wenig an roten Pfeffer und Piement erinnert, zieht mich voll und ganz in ihren Bann. Eine schon fast minzeartige Frische durchströmt mich mit ihrer vibrierenden Energie. Kraftvoll und zugleich sooo lecker saftig im Auftakt des Gaumens. Genial knackige Säure, die den Wein ideal mit diesem hochreifen und dichten Fruchtelexier in Balance bringt. Dieser Wein wirkt so unendlich nobel und gleichzeitig so sprachlos machend einfach, nur noch genüsslich und trinkig. Der Tertre de la Mouleyre zieht alle Register um den Geniesser zu verführen, und diese Kunst beherrscht er perfekt wie kaum ein zweiter Wein. Obwohl die immense Struktur der butterweichen Gerbstoffe ein mächtiges Rückgrat bildet, fügt sie sich geschmeidig in das Gesamtbild ein. Die Tannine sind dennoch immer deutlich spürbar, aber in einer perfekten Reife und nobel cremig. Ein echtes Kunstwerk, was hier von Eric Jeanneteau erschaffen wurde. 20/20

Mein Winzer

Tertre de la Mouleyre

1,7 Hektar großes, auf Kalkstein an der Grenze zu Castillon gelegenes Weingut. Die Reben dieses Mini-Weinguts, das seit 1995 komplett auf Bio umgestellt ist, sind um die 50 Jahre alt. 80% Merlot, 20% Cabernet Franc. Chateau Tertre de la Mouleyre liegt in Steinwurfentfernung zu Chateau Valandraud. In die andere Richtung liegt Peby Faugeres. Der Name des Besitzers ist Eric Jeanneteau. […]

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