Chateau Smith Haut Lafitte 2021

Smith Haut Lafitte

Chateau Smith Haut Lafitte 2021

BIO

voluminös & kräftig
tanninreich
97–100
100
2
Cabernet Sauvignon 63%, Merlot 33%, Cabernet Franc 3%, Petit Verdot 1%
5
rot
13,5% Vol.
Trinkreife: 2029–2069
Verpackt in: 6er OHK
3
Lobenberg: 97–100/100
Yohan Castaing: 95–97/100
Galloni: 95–97/100
Weinwisser: 95–96/100
Jeff Leve: 94–96/100
Gerstl: 20/20
6
Frankreich, Bordeaux, Pessac Leognan
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chateau Smith Haut Lafitte 2021

97–100
/100

Lobenberg: Die Assemblage von Smith 2021: 63 Prozent Cabernet Sauvignon, 33 Prozent Merlot, drei Prozent Cabernet Franc und ein Prozent Petit Verdot. Der Alkoholgehalt liegt bei 13,5 Volumenprozent. Rund 60 Prozent Neuholz wurde verwendet. Sehr energiegeladenes, komplexes Bouquet von feiner Zwetschge, Walderdbeere, Kirsche, auch ganz leicht grünliche Nuancen, die aber keinesfalls unreif wirken. Gibt einfach eine schöne Würze wie von reifen Rappen mit, was hier einen leichten Funky-Touch reinbringt. Am Gaumen dann mit schöner Wucht aus dem Tannin, wirklich schiebende Graphitmineralität, fester Körper, beeindruckende Struktur. Viel Tannin, aber fein verwoben, alles ist irgendwo rund und passt. Sehr komplex. Vibration wie aus einem tiefen Bass. 2021 ist in Pessac total anders als in den anderen Appellationen, so kraftvoll und energetisch, für mich sehr weit vorne. Im Nachhall mit viel Bitterschokolade und fast voluminösem Körper. Ein bisschen auf die Fresse mit diesen zupackenden, energetischen Tanninmassen, aber total genial und seidig ausklingend mit der nötigen Frische aus roter Kirsche und feinziselierter Säurestruktur. Mit Haut Bailly nah dran an Carmes und Haut Brion, das ist schon phänomenal was die Familie Cathiard hier seit gut 10 Jahren zaubert. 97-100/100 *** Die Besitzer dieses Weinguts sind Florence und Daniel Cathiard. Die Böden auf Smith Haut Lafitte bestehen aus Kies und Lehm, teilweise ist auch ein wenig Kalkstein dabei. Da die Reben hier in Dichtpflanzung stehen, liegt der Ertrag pro Rebstock bei unter einem halben Kilo. Nach der spontanen Fermentation in Holzfudern erfolgt die Malo und der Ausbau zu 60 Prozent in neuen Barriques, zu 40 Prozent in gebrauchten. Die Auswahl des Holzes hat sich im Laufe der Zeit in Richtung Burgund verschoben, zu Holz mit dichteren Poren und weniger Toasting. Smith Haut Lafitte ist in der Weinbergsarbeit seit Jahren komplett organisch zertifiziert. Der Wein selbst wird aber nicht zertifiziert, weil das Château sich eine bestimmte Behandlung als Prävention gegen Brettanomyces vorbehält. Nach der Fermentation werden die Weine chargenweise komplett auf Bakterien analysiert. Gefährdete Mengen durchlaufen – ähnlich wie bei Château de Beaucastel an der Rhône – ein ultrakurze Erhitzung und Abkühlung. Keine Zugabe sonstiger Stoffe, ausschließlich natürliche Hitze und Kälte, weil das die Brettanomyces-Bakterien unverzüglich abtötet. Dadurch ist Smith immer frei von Brett, genau wie Beaucastel. Dies wird allerdings von Demeter und anderen Verbänden nicht erlaubt. Smith verzichtet also auf die letzte Zertifizierung des fertigen Weins und ist nur in den Weinbergen biologisch-organisch zertifiziert. ***Wie in den meisten Regionen Europas lautet der Tenor auch in Bordeaux »2021 - zurück zur Klassik!«. Nach mehreren warmen Jahren in Folge kommt 2021 hier mit genialer kühler Eleganz und niedrigen Alkoholwerten um die Ecke. Sehr schick, fein, dabei aber auch so spannungsgeladen – ein absolutes Traumjahr für Finesse-Trinker. Die Weine zeigen viel aromatischen Fruchtdruck bei wirklich reifer Tanninstruktur durch die längere Vegetationsperiode. Ein großes Aufatmen unter allen Winzern, denn das Ergebnis ist quasi die Entschädigung für die harte Arbeit im Weinberg, die die Natur von Anfang bis Ende des Jahres von allen Beteiligten abverlangt hat. Hohe Niederschläge zu Beginn des Jahres, was gleichzeitig aber auch ein Segen für die trockenen Böden war. Dann nochmal ein Temperaturtief im April, schon nach dem Austrieb. Das Bordelais hat es aber nicht ganz so hart getroffen, die Frostschäden waren hier im Mittel nicht so verheerend wie in anderen Teilen Frankreichs, deshalb sind die Erträge insgesamt doch noch zufriedenstellend. Der Merlot ist außerordentlich edel, mit bemerkenswert konzentrierter Frucht, während der Cabernet unglaublich intensiv und frisch ist, was dem Jahrgang große Eleganz verleiht. Vielleicht in einer Reihe mit 2008, 2012 und 2014 mit seinen jung schon so verführerisch zugänglichen Weinen, die aber auch noch eine lange Zukunft vor sich haben.

95–97
/100

Yohan Castaing über: Chateau Smith Haut Lafitte

-- Yohan Castaing: Nicht realisierte Assemblagen. Edle Gewürze, Röstaromen, Lakritze, Graphit mit schwarzen Früchten. Sehr elegantes, leicht dunkles Bouquet. Schöne Tanninstruktur, volle Mitte des Mundes und eine bemerkenswerte, delikate Länge. Ein Hauch von Holz im Finale und eine echte Spannung. Ein sehr schöner Wein im Geiste des Jahrgangs. (Übersetzt mit DeepL) 95-97/100

95–97
/100

Galloni über: Chateau Smith Haut Lafitte

-- Galloni: The 2021 Smith Haut Lafitte is fabulous. Rich and explosive in the glass, the 2021 possesses tremendous intensity, much of that the result of low yields of just 20-22 hectoliters per hectare, about half of what is typical here. The tannins are a bit firm today, but there appears to be more than enough fruit behind all of that structure. Vivid aromatics further suggest all the 2021 needs is time. I can't wait to see how it ages. 95-97/100

95–96
/100

Weinwisser über: Chateau Smith Haut Lafitte

-- Weinwisser: 63 % Cabernet Sauvignon, 33 % Merlot, 3 % Cabernet Franc, 1 % Petit Verdot, 22 hl/ha. Verführerisches Bouquet, edle Cassiswürze, frischer Schattenmorellensaft und betörende Veilchen. Im zweiten Ansatz Alpenheidelbeere, Lakritze und heller Tabak. Am energiegeladenen Gaumen mit seidiger Textur, stützender Rasse, reifem engmaschigem Tanningerüst und trainiertem Körper. Im konzentrierten langanhaltenden Finale blaubeerige Konturen, Earl-Grey-Note und fein körnige Adstringenz, kann noch zulegen. 95-96/100

94–96
/100

Jeff Leve über: Chateau Smith Haut Lafitte

-- Jeff Leve: Dark in color, the wine opens with blackberry, boysenberry, flowers, cocoa, licorice, chocolate, and black cherry. The wine is soft, polished, elegant, and refined, with silky tannins, energy, and purity to the fruit, which you can taste in the mid-palate. The finish delivers a precise note of chocolate-covered mint and cherries with a mineral, chalky endnote. Blending 63% Cabernet Sauvignon, 33% Merlot, 3% Cabernet Franc and 1% Petit Verdot, 13.5% ABV pH of 3.65. The harvest took place September 22 through October 14. Yields were low at only 22 hectoliters per hectare. Drink from 2027-2047. 94-96/100

20
/20

Gerstl über: Chateau Smith Haut Lafitte

-- Gerstl: Die Farbe wie auch die Aromatik strahlt kräftiger aus dem Glas als bei vielen anderen Weinen. Ich möchte hier schon fast von Wärme sprechen, welche einem entgegenströmt, da es nach sehr viel reifer schwarze Frucht nach Kirsche, Brombeere, Holunder und Cassis riecht. Aber natürlich kommt auch die Frische mit würzigen Nunancen nicht zu kurz. Jetzt zeigen sich auch rotbeerige Aromen nach Himbeere, Erdbeere und Johannisbeere. Genial wie komplex dieses Bouquet wirkt. Ein nicht erwartete Fülle an Aromatik und Extraktsüsse überströmt den Gaumen. Der Smith Haut Lafitte hebt sich deutlich von den anderen Weinen ab, dass ist schon fast eine andere Liga. Vermutlich ist es sogar die ideale Kombination aus Frische und Aromatik. Auch die Tanninstruktur wirkt kräftiger, aber immer noch sehr cremig fein, was dem Wein zusätzlich mehr Kraft gibt. Sehr noble Röstaromen im Finale mit zarten Schokoladenaromen. Auch die Länge ist sehr erstaunlich und die Aromen bleiben einem noch minutenlang am Gaumen haften. Ein genialer Smith Haut Lafitte, welcher uns alle überwältigt hat. 20/20

Mein Winzer

Smith Haut Lafitte

eute ist Château Smith Haut Lafitte als Cru Classé eines der glänzendsten Erfolgsbeispiele der jüngeren Bordeaux-Geschichte. Florence und Daniel Cathiard (eine zu viel Reichtum gekommene Pariser Familie) kauften 1991 das etwas heruntergekommene Château Smith Haut Lafitte von der alteingesessenen...