Plince

Chateau Plince 2019

voluminös & kräftig
tanninreich
94–95
100
2
Merlot 81%, Cabernet Franc 19%
5
rot
14,0% Vol.
Trinkreife: 2027–2049
Verpackt in: 12er OHK
3
Lobenberg: 94–95/100
Weinwisser: 93–95/100
Suckling: 93–94/100
6
Frankreich, Bordeaux, Pomerol
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chateau Plince 2019

94–95
/100

Lobenberg: Ein acht Hektar Château dessen Weine von der Gruppe Moueix vinifiziert werden. Es gehört der Familie Moreau. Sandige Böden mit hohem Eisenanteil. 81 Prozent Merlot und 19 Prozent Cabernet Franc. Der 2019er wurde zwischen dem 27. September und dem 10. Oktober geerntet. Komplett entrappt, Lasersortierung, die Vinifikation findet spontan im temperaturregulierten Zementtank statt. Die Malo und der Ausbau dann in klassischen französischen Barriques für 18 Monate. Ein Drittel Neuholz, ein Drittel Zweibelegungen, ein Drittel Drittbelegungen. Château Plince liegt genau außerhalb von Catusseau. Also dort wo auch Château Beauregard und Château La Croix liegen. Die direkten Nachbarn sind Château Nenin und Château La Pointe. Château Plince wird in kühleren Jahren immer ein wenig unter Wert geschlagen. In den warmen Jahren, von denen wir durch die Klimaerwärmung immer mehr haben, gewinnt Plince unglaublich. Grundsätzlich sind die sandigen Böden in Pomerol eher etwas leichter, aber der hohe Eisenanteil gibt Plince immer eine unglaubliche Würze. Dunkles Blutrot. Schon die Nase widerspiegelt den Eisenanteil. Eisen, Blut, sehr viel Merlot, mit Schwarzkirsche und dunkler, reifer Zwetschge. Die Kühle des Herbstes ist zu spüren. Wir haben eine wunderbare Frische. Man merkt, dass der Wein zu 100 Prozent total clean entrappt war. Und man merkt auch das neue Holz. Wenn ich an 2018 zurückdenke, wo Plince nicht ansatzweise so aufregend war, so kommt dieser Jahrgang gerade Pomerol und Saint-Émilion, also dem Rechten Ufer, extrem entgegen. Frische aus den kalten Nächten gepaart mit einer hohen Reife. Kein bisschen grün, samte Tannine, guter Körper. Warme, reiche, rote Frucht. Diese immense Zwetschgenmasse ist fast drückend. Dazu süße Kirsche und Sauerkirsche. Es fehlt ein bisschen Struktur, um ein ganz großer Pomerol zu werden. Die Nachbarn La Croix und Beauregard – auch in Catusseau gelegen – sind schon deutlich weiter. Aber mit La Pointe und Nenin kann La Croix durchaus mithalten. Das ist wirklich ein traumschicker Stoff. So gut habe ich Plince noch nie probiert. Ein Musskauf, wenn der Preis stimmt. 94-95/100

93–95
/100

Weinwisser über: Chateau Plince

-- Weinwisser: Purpurrot, satt in der Mitte. Was für ein Duft nach dunkler Mineralik, dahinter blaue Beeren, helle Ledernoten und frischer Rosmarin. Am kräftigen Gaumen mit stützendem Tanningerüst, nerviger Rasse und reifer Extraktfülle, der Kraftprotz zeigt seine Muskeln. Im gebündelten Finale explodiert der Pomerol und endet mit Wildkirschen und frischen Küchenkräutern sowie edler Adstringenz, aufgerundet. 18/20 93-95/100

93–94
/100

Suckling über: Chateau Plince

-- Suckling: The blue-fruit and lavender character is exciting with some violets and black fruit, too. It’s full and firm with fine-toned tannins and a long, intense finish. 93-94/100

Mein Winzer

Plince

Das Weingut gehört zur Gruppe von Christian Moueix (Chateau Petrus) und wird dementsprechend hervorragend bewirtschaftet.