Chateau Phelan Segur 2021

Chateau Phelan Segur 2021

Zum Winzer

95–96+
100
2
Cabernet Sauvignon 75%, Merlot 21%, Petit Verdot 4%
5
rot, trocken
13,5% Vol.
Trinkreife: 2029–2060
Verpackt in: 12er OHK
9
voluminös & kräftig
tanninreich
3
Lobenberg: 95–96+/100
Decanter: 94/100
Rene Gabriel: 18/20
Vinum: 18/20
Parker: 92–93+/100
Galloni: 92–94/100
Neal Martin: 92–94/100
Revue du Vin de France: 92–94/100
Jeff Leve: 92–94/100
Gerstl: 19/20
6
Frankreich, Bordeaux, Saint Estephe
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chateau Phelan Segur 2021

95–96+
/100

Lobenberg: Phélan Ségur besteht 2021 aus 75 Prozent Cabernet Sauvignon, 21 Prozent Merlot, und 4 Prozent Petit Verdot. Der Alkoholgehalt liegt bei 13,5 Volumenprozent, der pH-Wert bei 3,61. Der Wein hat eine wunderbar dichte Nase mit viel roter Kirsche. So schön saftig und fein verwoben! Seidig, elegant und offen, sehr fein und nicht vergleichbar mit den Jahrgängen zuvor. Schon ganz anders als 2020, der mit deutlich mehr Power ein wollüstiges Leckerli mit ganz anderem Körperbau war. Wir haben hier in 2021 einen hedonistisch-saftigen, abgehoben feinschwebenden Touch, aber eben nicht dieses komplett vollmundige, cremige, 2021 gibt es nicht so viel Schub von unten. Schwarze und rote Kirsche wechseln sich ab, gut strukturiert und zupackend. Ein sehr feiner und balancierter Phélan Ségur mit dem für 2021 stehenden, hedonistisch offenen, fruchtigen, burgundisch feinen Angang. Eine Ode an die Freude aber allemal, Genuss ohne Reue. 95-96+/100 *** Der Ire Frank Phélan vereinte Anfang des 19. Jahrhunderts die beiden bis dahin unabhängigen Güter »Clos de Garramey« und «Château Ségur« zu einem Anwesen, dem malerisch gelegenen Château Phélan Ségur. Das Anwesen umfasst 70 Hektar Weinberge. Die Reben sind im Durchschnitt 35 Jahre alt. Phélan Ségur hat in den letzten 10 Jahren unheimlich viel in die Weinberge investiert. Michel Rolland ist hier Consultant, was dazu führt, dass im Weingut mehr auf die Reife gesetzt wird. Diese Reife erreicht man allerdings nicht ohne eine dichtere Pflanzung und mehr biologische Weinbergsarbeit. Auch wird selbstverständlich per Hand gelesen. Die Beeren werden komplett entrappt und nochmals mit einer optischen Laser-Sortiermaschine nachsortiert. Nur die wirklich reifen Beeren kommen letztlich in die Gärung. Der Ertrag pro Pflanze sinkt von Jahr zu Jahr. Spontane Fermentation, kaum Presswein, überwiegend Free Run Juice. Der Ausbau auch in größeren Fässern und in Beton. Phélan Ségur hat als Regisseurin die aus der Champagner-Branche bekannte Veronique Dausse mit im Boot. Sie ist eine wirklich qualitätsversessene Person. Parzellen, die nicht der Perfektion entsprechen, gehen in Zweit- und Drittweine. Phélan Ségur ist seit Jahren in einem so starken Aufstieg seit Veronique Dausse die Geschicke dieses Weinguts leitet und man im Weinberg und im Keller extrem selektiv vorgeht. All diese Arbeiten merkt man extrem. Zusätzlich kommt dazu, dass die Reben auf Phélan Ségur durch den Lehmanteil im Boden auch in trockenen Zeiten gut mit Wasser versorgt werden können. Auch die Flussnähe spielt hier eine wichtige Rolle. In nassen Jahren der 80er war das ein Nachteil, seitdem die Jahre immer heißer und trockener werden, ist es ein extremer Vorteil, mindestens seit 2010. Wenn dann noch die akribische Arbeit in Weinberg und Keller dazukommen, ist es nicht verwunderlich, dass Phélan Ségur erster Verfolger der drei großen Superstars Calon-Ségur, Montrose und Cos ist. ***Wie in den meisten Regionen Europas lautet der Tenor auch in Bordeaux »2021 - zurück zur Klassik!«. Nach mehreren warmen Jahren in Folge kommt 2021 hier mit genialer, kühler Eleganz und niedrigen Alkoholwerten um die Ecke. Sehr schick, fein, dabei aber auch so spannungsgeladen – ein absolutes Traumjahr für Finesse-Trinker. Die Weine zeigen viel aromatischen Fruchtdruck bei wirklich reifer Tanninstruktur durch die längere Vegetationsperiode. Ein großes Aufatmen unter allen Winzern, denn das Ergebnis ist quasi die Entschädigung für die harte Arbeit im Weinberg, die die Natur von Anfang bis Ende des Jahres von allen Beteiligten abverlangt hat. Hohe Niederschläge zu Beginn des Jahres, was gleichzeitig aber auch ein Segen für die trockenen Böden war. Dann nochmal ein Temperaturtief im April, schon nach dem Austrieb. Das Bordelais hat es aber nicht ganz so hart getroffen, die Frostschäden waren hier im Mittel nicht so verheerend wie in anderen Teilen Frankreichs, deshalb sind die Erträge insgesamt doch noch zufriedenstellend. Der Merlot ist außerordentlich edel, mit bemerkenswert konzentrierter Frucht, während der Cabernet unglaublich intensiv und frisch ist, was dem Jahrgang große Eleganz verleiht. Vielleicht in einer Reihe mit 2008, 2012 und 2014 mit seinen jung schon so verführerisch zugänglichen Weinen, die aber auch noch eine lange Zukunft vor sich haben.

94
/100

Decanter über: Chateau Phelan Segur

-- Decanter: One of the absolute standouts for me this year. A dark and brooding nose with purity and concentration. The palate is finely textured with mineral-laced tannins that give grip in the mouth but letting the nuances of fruit and acidity play out in harmony. I love the intensity, it's rich but perfectly executed - elegant and finessed with balance and charm but above all a sense of energy and freshness that makes it one of the more memorable wines. Despite the challenges of the vintage, the fruit is ripe and dense and this gives no drop in the Mid-palate, sustaining pace and directness from start to finish. This is the first time to have such high percentages of both Cabernet Sauvignon (75%) and Petit Verdot (4%) in the blend. A gorgeous wine that has such promise. A surefire must buy and what should be great value too. Tasted twice and both times this was delicious with exceptional freshness and longevity. 94/100

18
/20

Rene Gabriel über: Chateau Phelan Segur

-- Rene Gabriel: Cremiges, samtenes, feines, elegantes Bouquet, Cassis, Pflaumen, Edelhölzer, Tabak, fein Lakritze. Dichtverwobener, eleganter, frischer Gaumen mit kräftiger, dunkler Frucht, viel feinem Tannin, cremiger, dichter Struktur, vielfältiger Aromatik, langer, kräftiger Abgang. 18/20

18
/20

Vinum über: Chateau Phelan Segur

-- Vinum: Viel versprechende, dezente Aromatik von Beeren und Eiche; glasklarer Auftakt, gleichsam mineralische, ungemein dichte, sehnige Entwicklung über Klassetannin, ewige Länge; unendlich stilvoll, die ganz grosse Klasse.18/20

92–93+
/100

Parker über: Chateau Phelan Segur

-- Parker: Unfurling in the glass with aromas of dark berries, plums and cherries mingled with notions of rose petals, pipe tobacco, sweet spices and loamy soil, the 2021 Phélan Ségur is medium to full-bodied, deep and layered, with impressive depth at the core, ripe tannins and lively acids, concluding with a long, saline finish. Concentrated and well-constructed, this is a serious wine with a bright future ahead of it. It's a blend of 75% Cabernet Sauvignon, 21% Merlot and 4% Petit Verdot. Tasted five times, twice at the estate. 92-93+/100

92–94
/100

Galloni über: Chateau Phelan Segur

-- Galloni: The 2021 Phélan Ségur is bright, punchy and full of character, with all the youthful vigor and fruitiness of a barrel sample. I very much like the energy here. There's less density than in the preceding years, but that is not a bad thing at all. Cedar, tobacco, sage and bright red berry fruit open nicely, all woven together by the aromatic intensity that is such a signature of the year. This is the second vintage that incorporates a touch of Petit Verdot, while the Cabernet is the highest it has ever been here. Readers will find a classy Phélan marked by a sense of strict classicism that is hugely attractive. Tasted four times. 92-94/100

92–94
/100

Neal Martin über: Chateau Phelan Segur

-- Neal Martin: The 2021 Phélan Ségur has an attractive bouquet of blackberry, raspberry and dried rose petal scents, quite fragrant and appealing even at this early stage. The palate is medium-bodied with sappy red fruit, fine tannins, well-judged acidity and quite a tensile finish. This is very promising, though it will need four to five years in bottle. It might represent one of the best values for money… depending on the release price, of course. 92-94/100

92–94
/100

Revue du Vin de France über: Chateau Phelan Segur

-- Revue du Vin de France: Showing admirable distinction, with its very precise fruit flavours and top quality tannins, this is a most successful 2021. It already shows complexity, with fruit flavours and a spicy finish and will certainly age well. 92-94/100

92–94
/100

Jeff Leve über: Chateau Phelan Segur

-- Jeff Leve: Smoke, dark chocolate, flowers, and espresso-tinged black cherry notes are in the nose. On the palate, the wine is medium-bodied, forward, soft, round, and fruity, with cocoa overtones to accompany the black cherry and espresso-oriented finish. This should be quite enjoyable on release. The wine blends 75% Cabernet Sauvignon, 21% Merlot and 4% Petit Verdot. This interesting blend represents the highest percentage of Cabernet ever placed into Phelan Segur. They have been on a non-stop roll here and 2021 continues that streak! Drink from 2023-2037. 92-94/100

19
/20

Gerstl über: Chateau Phelan Segur

-- Gerstl: Wesentlich kleinerer Ertrag wegen Mehltau. Darum gibt es beim 2021er den grössten Cabernet-Sauvignon-Anteil in der Geschichte. Guter Entscheid, denn das hat zu einem perfekten Resultat geführt! Sehr nobles, zart rauchiges Bouquet mit einem Hauch von Leder und Zigarre. Zarte Kirschenfrucht mit tänzerischen flora- len Nuancen. Herrliche Frische mit ätherisch würziger Ausprägung. Eleganz pur am Gaumen mit saftiger, delikater Säure und seidigen Tanninen. Was für eine wunderschöne harmonische Balance am Gaumen! Noble Extraktsüsse mit grosser Aromenvielfalt am Gaumen. Die Kräuteraromen kommen im Finale nochmals herrlich zur Geltung, gepaart mit zarten Röstaromen und einer leicht pfeff- rigen Note. Einmal mehr ein wunderschöner Phélan-Ségur mit einer alles überstrahlenden Eleganz. 19/20

Mein Winzer

Phelan Segur

Der Ire Frank Phélan vereinte Anfang des 19. Jahrhunderts die beiden bis dahin unabhängigen Güter „Clos de Garramey“ und „Château Ségur“ zu einem Anwesen, dem malerisch gelegenen Château Phélan Ségur. Das Anwesen umfasst 65 ha. Die Reben sind im Durchschnitt 45-50 Jahre alt.