Chateau Palmer 3eme Cru 2021

Chateau Palmer 3eme Cru 2021

BIO

Zum Winzer

97–100
100
2
Merlot 56%, Cabernet Sauvignon 41%, Cabernet Franc 3%
5
rot, trocken
Trinkreife: 2031–2081
Verpackt in: 1er OHK
9
voluminös & kräftig
tanninreich
3
Lobenberg: 97–100/100
Revue du Vin de France: 96–98/100
Suckling: 96–97/100
Jane Anson: 96/100
Weinwisser: 96/100
Decanter: 96/100
Rene Gabriel: 19/20
Yohan Castaing: 95–97+/100
Parker: 95–97/100
Gerstl: 19+/20
6
Frankreich, Bordeaux, Margaux
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chateau Palmer 3eme Cru 2021

97–100
/100

Lobenberg: 56 Prozent Merlot, 41 Prozent Cabernet Sauvignon und drei Prozent Petit Verdot. Der Ertrag lag 2021 bei nur 22 Hektolitern pro Hektar. Das ist schon ein extremer Biodynamiker hier – Verluste durch Mehltau und durch Frost und dazu eine extreme Ertragsreduktion am Stock und dann noch bei der Sortierung im Weingut. Der Ertrag liegt am Ende 30 Prozent unter dem Normalwert. Palmer hat eine immense, dichte, reiche, schwarze Nase. Maulbeere, Brombeere und Holunder, so eine Wucht! Helle Lakritze, Eukalyptus und sehr viel Veilchen, dann kommen Minze und Rosenblätter. Enorm floral, enorm Merlot-orientiert, obwohl die schwarzen Aromen doch von der Cabernet kommen. Der Mund vibriert. Auch hier sind die schwarzen Früchte dominant. Weiche, reiche, völlig opulente schwarze Kirsche mit Maulbeeren und Brombeeren. So intensiv, so viel intensive, schwarze, reiche, süße Frucht! Große Harmonie, mit satten Tanninmassen, total eingebunden. Balance und Harmonie sind überragend, aber zum letzten Kick fehlt ihm ein bisschen die Spannung, die letzte Vibration, die es in diesem Jahrgang beispielsweise bei Château Margaux gibt. Palmer ist im Grunde ein ganz klein bisschen zu lecker, zu gefällig. Alles passt, es ist ein großer Wein, aber kein Power-Riese wie 2020 oder 2019. Eher ein Charme-Riese mit enorm sinnlicher Eleganz und ganz sicherlich in der ersten Reihe, aber nicht der Primus inter Pares, der er manchmal ist. Knapp hinter Chateau Margaux. 97-100/100 *** Obwohl Chateau Palmer offiziell nur ein 3ème Cru ist, liegt er qualitativ oft weit darüber. Seit 2014 ist Palmer Demeter zertifiziert. Das Château umfasst 66 Hektar. Ein Drittel davon ist immer für den Erstwein Palmer reserviert, ein Drittel für den Zweitwein Alter Ego und beim letzten Drittel wird jedes Jahr entschieden, ob Erst- oder Zweitwein – je nach Qualität. Das Durchschnittsalter der Reben für den Erstwein Palmer liegt bei 45 bis 50 Jahren. Die Reben für den Alter Ego sind durchschnittlich 35 bis 40 Jahre alt. Im Keller wird alles spontan im Edelstahl fermentiert. Inzwischen wird hier komplett schwefelfrei vergoren, erst nach der Malo folgt die Zugabe. Eine Methode, die sich bei Biodynamikern immer mehr durchsetzt und die einfach die Frucht deutlich sauberer erhält. Es wird komplett entrappt. Im Weinberg ist Château Palmer bei einer Pflanzdichte von 10.000 Stöcken pro Hektar angekommen. Das Ziel von unter 500 Gramm pro Pflanze ist locker erreicht. Wir sind inzwischen bei deutlich unter 500 Gramm und sie haben zwei Hektar im Besitz, die mit 20.000 Pflanzen bestückt sind, bei gleichem Gesamtertrag je Hektar. Das heißt, wir kommen dort auf nur 3 kleine Träubchen und ein Gesamtgewicht von unter 300 Gramm pro Pflanze. Das Ziel ist eigentlich nicht der Hektarertrag, sondern der Ertrag pro Pflanze. Und diese 300 Gramm pro Pflanze entsprechen in etwa dem gleichen Extremismus eines Roberto Voerzio, der in Barolo praktiziert, oder eines Dominique Leandre Chevalier an den Côtes de Blaye. Chateau Palmer hat zwar später angefangen mit der Biodynamie als Pontet Canet, aber in Bezug auf Ertrag pro Pflanze und ambitionierter Zielsetzung ist Palmer im Médoc vielleicht sogar ganz vorne. *** Wie in den meisten Regionen Europas lautet der Tenor auch in Bordeaux »2021 - zurück zur Klassik!«. Nach mehreren warmen Jahren in Folge kommt 2021 hier mit genialer kühler Eleganz und niedrigen Alkoholwerten um die Ecke. Sehr schick, fein, dabei aber auch so spannungsgeladen – ein absolutes Traumjahr für Finesse-Trinker. Die Weine zeigen viel aromatischen Fruchtdruck bei wirklich reifer Tanninstruktur durch die längere Vegetationsperiode. Ein großes Aufatmen unter allen Winzern, denn das Ergebnis ist quasi die Entschädigung für die harte Arbeit im Weinberg, die die Natur von Anfang bis Ende des Jahres von allen Beteiligten abverlangt hat. Hohe Niederschläge zu Beginn des Jahres, was gleichzeitig aber auch ein Segen für die trockenen Böden war. Dann nochmal ein Temperaturtief im April, schon nach dem Austrieb. Das Bordelais hat es aber nicht ganz so hart getroffen, die Frostschäden waren hier im Mittel nicht so verheerend wie in anderen Teilen Frankreichs, deshalb sind die Erträge insgesamt doch noch zufriedenstellend. Der Merlot ist außerordentlich edel, mit bemerkenswert konzentrierter Frucht, während der Cabernet unglaublich intensiv und frisch ist, was dem Jahrgang große Eleganz verleiht. Vielleicht in einer Reihe mit 2008, 2012 und 2014 mit seinen jung schon so verführerisch zugänglichen Weinen, die aber auch noch eine lange Zukunft vor sich haben.

96–98
/100

Revue du Vin de France über: Chateau Palmer 3eme Cru

-- Revue du Vin de France: Another small harvest for this estate, but this forced selection process had the merit of concentrating the grapes that were harvested. The wine is full-bodied, soft and charming. The aromas are packed with fruit and the mid-palate fullsome. The finish has great length. This is a total charmer that also has a long future. 96-98/100

96–97
/100

Suckling über: Chateau Palmer 3eme Cru

-- Suckling: There’s brightness and clarity to this young wine, with blackcurrants, violets, lavender and blackberries. Medium body with a sold core of fruit and a long, fresh finish. Fine tannins. 96-97/100

96
/100

Jane Anson über: Chateau Palmer 3eme Cru

-- Jane Anson: Palmer has a little more Merlot in the 1st wine blend than usual, something that is not the case for everyone this year, but reflects how unusual Palmer's Merlot on gravel really is. This is one that makes you sit up and take notice; with savoury fruits that have sinew and character, juicy raspberry, blueberry and black cherry, good persistency, helped by fresh acidities and slate texture. Clear ageing potential, acidity more present than in the past few years at Palmer, but the sense of energy and momentum is entirely in the spirit of the estate. 22hl/h yields (but 8ha were lost to frost, so the 'real' yield was 27hl/h). Harvest September 24 to October 16, with the majority in by October 11. 96/100

96
/100

Weinwisser über: Chateau Palmer 3eme Cru

-- Weinwisser: 56 % Merlot, 41 % Cabernet Sauvignon, 3 % Petit Verdot, 13,5 Vol.-%, 55 % Grand Vin. Dicht verwobenes Bouquet, reife Alpenheidelbeere, Lakritze und parfümierter Pfeifentabak. Im zweiten Ansatz Schokopralinen, Veilchenstrauß und Holundergelée. Am sublimen Gaumen mit seidiger Textur, berauschender Extraktfülle, magischer Rasse, stützendem Tanningerüst, kraftvoll strukturiert und trotzdem elegant bleibend. Im konzentrierten Finale explodiert der Margaux förmlich, blaue Beeren, Sandelholz und fein sandige Adstringenz. Ein Gänsehaut-Margaux! 96/100

96
/100

Decanter über: Chateau Palmer 3eme Cru

-- Decanter: Perfumed chocolate cherries with bramble tones on the nose. This has a rich and round mouthfeel, clear structure on show but also with life and lift - a sweet, bright cherry element given definition by strict but fine tannins. You have a really beautiful, delicate opening, quite wide and airy then the depth arrives on the Mid-palate, with chalky tannins and red fruits coming into play before the spiced liquorice enters on the finish. The texture is striking, velvet-like with layers and a sublime verticality of freshness and minty aeration. It may be less glamourous and overtly plush and seductive than bigger previous vintages but I love the classicism on show - a focus, precision and sophistication. Superb winemaking from Thomas Duroux who successfully navigated the difficult vintage conditions in 2021. 96/100

19
/20

Rene Gabriel über: Chateau Palmer 3eme Cru

-- Rene Gabriel: Samtenes, dichtes, fein cremiges, komplexes, frisches Bouquet, fein Cassiscreme, Damassinepflaumen, Feuerstein, Korinthen, Minze, Zedern, Nougat. Dichtverwobener, cremiger, vielschichtiger, samtener Gaumen mit kräftiger, süsser, frischer Frucht, viel einem Tannin, fein konzentrierter, cremiger Struktur, vielfältiger, kräftiger Aromatik, sehr langer, dichter, voller Abgang mit vielen Rückaromen. 19/20

95–97+
/100

Yohan Castaing über: Chateau Palmer 3eme Cru

-- Yohan Castaing: Es wurden verschiedene Mischungen hergestellt. Komplexe und dichte Nase, sehr präzise mit Aromen von schwarzen Früchten, Cassis, Veilchen und Blumen. Am Gaumen drAssemblages non réalisées. Schöne Nase von schwarzen Früchten, Murier, einigen Andeutungen von Cassis-Knospen für ein minziges Bouquet mit Akzenten von Lakritze und Graphit. Bei der Belüftung sehr schöne florale Struktur. Gerader und straffer Gaumen, eine schöne Struktur in der Mitte des Gaumens mit strukturierenden Tanninen und einer leichten Strenge, die durch den Ausbau beseitigt werden muss. Ein für den Jahrgang dichter Wein, der eher Cabernet ist, was ihn zu einem einzigartigen Palmer im Vergleich zu den letzten Jahrgängen macht. Das große Lagerungspotenzial wird ihn noch charmanter machen. Sehr schöne Flasche in der Entwicklung. Der Geist von Palmer ist hier perfekt erhalten.oite und gleichzeitig dicht und tief mit Tanninen von großer Präzision, einer selbstbewussten Frische und einer ziselierten, aber strukturierenden Textur. Der ganze Geist des Jahrgangs in diesem identitätsstiftenden Wein. Lässt Merkmale erkennen, die man sonst nicht wahrnimmt. Sehr schöne Ausgewogenheit insgesamt. Großes Potenzial für die Lagerung. Bravo! (Übersetzt mit DeepL) 95-97+/100

95–97
/100

Parker über: Chateau Palmer 3eme Cru

-- Parker: The late-ripening, low-yielding vintage has delivered a beautifully balanced wine of striking intensity in the 2021 Palmer. Unwinding in the glass with complex aromas of blackberries, exotic spices, licorice, violets and burning embers, it's full-bodied, layered and enveloping, with a deep, concentrated core of fruit, ripe tannins and lively acids, concluding with a long, expansive finish. If recent vintages of Palmer have set new records in their power and richness, the 2021 marks a return to the classical proportions of the 1990s—with all the additional concentration and precision that Thomas Douroux's pioneering viticulture and thoughtful winemaking have brought to the equation at this address in the interim. The grand vin is a blend of 56% Merlot, 41% Cabernet Sauvignon and 3% Petit Verdot, picked between September 24 and October 15. Tasted twice. 95-97/100

19+
/20

Gerstl über: Chateau Palmer 3eme Cru

-- Gerstl: Immer einer meiner ganz grossen Favoriten aus der Appellation Margaux. Der Duft strahlt eine ungeheure Komplexität aus und ist ein Spiel zwischen schwarzer und roter Frucht. Sehr viel schwarze und rote Kirsche, Brombeere, Holunder, etwas Johannisbeere und Himbeere. Kühle ätherisch würzige Kräuteraromen geben dem Palmer diese unglaubliche Tiefe und diese besondere Noblesse. Das ist einmal mehr ein äussest sinnliches Margaux-Parfum, welches mich voll und ganz in seinen Bann zieht. Im Auftakt kommt eine delikate Extraktsüsse verbunden mit einer unglaublichen Fruchtdichte zum Vorschein. Diese elektrisierende Säure gibt dem Wein eine vibrierende Lebendigkeit. Seidige Tannine verstärken den Eindruck von Eleganz und Noblesse. Sehr langer Abgang mit zart würzigem und leicht pfeffrigen Finale. Ein genialer Palmer. 19+/20

Mein Winzer

Palmer

Obwohl Chateau Palmer offiziell nur ein 3eme Cru ist, liegt er qualitativ oft weit darüber. Besonders bekannt ist er für sein extrem duftiges Bouquet, das ihn bereits in der Nase unverkennbar macht. Mit 40 % ist der Anteil an Merlottrauben im Verschnitt für einen Margaux relativ hoch, das mag ihm...