Palmer

Chateau Palmer 3eme Cru 2016

voluminös & kräftig
tanninreich
99–100
100
2
Cabernet Sauvignon 47%, Merlot 47%, Petit Verdot 6%
5
rot
13,5% Vol.
Trinkreife: 2028–2075
Verpackt in: 3er OHK
3
Lobenberg: 99–100/100
Wine Enthusiast: 100/100
Gerstl: 20/20
Weinwisser: 20/20
Galloni: 100/100
Jeb Dunnuck: 100/100
Suckling: 99–100/100
Parker: 98+/100
Bettane: 98–99/100
6
Frankreich, Bordeaux, Margaux
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chateau Palmer 3eme Cru 2016

99–100
/100

Lobenberg: 47% Merlot, 47% Cabernet Sauvignon, 6% Petit Verdot. Seit einigen Jahren nun biodynamisch zertifiziert. Dementsprechend ist die Art der Behandlung eine ganz andere, als bei den Konventionellen. Systemische Mittel entfallen, und anders als bei Pontet Canet, ist Palmer noch nicht so lange in biodynamischer Bewirtschaftung, dass alles resistent geworden ist. Das heißt, dass es hier zu einigen Mengenausfällen kam. Die jüngeren Reben hatten große Ausfälle, was vor allem den Zweitwein Alter Ego betrifft, der in der Menge halbiert wurde. Aber auch der Erstwein verlor um die 15% der Gesamtmenge durch Mehltau. Qualitativ hat das keine Auswirkungen. Die Blüte danach war ziemlich perfekt. Danach gab es wieder leichten Regen, also Verrieselung, die Versorgung aber war gut. Dann diese lange Trockenperiode, die aber in der Regel für Biodynamiker, speziell auf diesen lehmigen, sandigen, kiesigen Böden nicht so sehr problematisch war. Das Ergebnis dieser Verluste im Frühling war ein Hektarertrag von nur 29 Hektolitern pro Hektar. Im Gegensatz dazu: Chateau Margaux hatte 50 Hektoliter pro Hektar. Da sieht man einfach den Unterschied in der Weinbergsbearbeitung und dem gewollt geringen Ertrag pro Pflanze. Dazu muss man erwähnen, dass man bei Chateau Palmer bereits bei einer Pflanzdichte von 10.000 Stöcken pro Hektar angekommen ist. Das Ziel von unter 500 Gramm pro Pflanze ist locker erreicht. Wir sind inzwischen bei deutlich unter 500 Gramm und sie haben zwei Hektar im Besitz, die mit 20.000 Pflanzen bestückt sind, bei gleichem Gesamtertrag je Hektar. Das heißt, wir kommen dort auf nur 3 kleine Träubchen und ein Gesamtgewicht von unter 300 Gramm pro Pflanze. Das Ziel ist eigentlich nicht der Hektarertrag, sondern der Ertrag pro Pflanze. Und diese 300 Gramm pro Pflanze, entsprechend in etwa dem gleichen Extremismus eines Roberto Voerzio, der in Barolo praktiziert, oder wie Dominique Leandre Chevalier in der Cotes de Blaye. Chateau Palmer hat zwar später angefangen mit der Biodynamie als Pontet Canet, aber im Bezug auf Ertrag pro Pflanze und ambitionierter Zielsetzung ist Palmer im Medoc vielleicht sogar ganz vorne. Die Nase ist unglaublich würzig und tief. Sehr viel reife Pflaume. Und in ihrer Natürlichkeit erinnert diese Nase verblüffenderweise auch an den anderen Biodynamiker Pontet Canet. Auch hier haben wir so eine erdige Würze, die aber auch durch die extreme Ertragsreduktion kommen. Die natürliche Konzentration wird so hoch, ohne das die Weine in irgend einer Weise marmeladig werden. Im Gegenteil, sie werden eher feiner, aber sie strahlen Natur pur aus. Auch liegt es daran, dass in beiden Weingütern nach der alkoholischen Fermentation nicht geschwefelt wird. Auf beiden Weingütern wird erst zur Abfüllung geschwefelt bzw. beim Umziehen. Das gibt eine extra Dimension, eben eine Art Naturwein. Die Nase ist frisch und gleichzeitig würzig. Erdig, tief, pflaumig, schwarze Kirsche. So unglaublich profund von unten heraus. Druckvoll. Aber so etwas, was man vor 5 oder 10 Jahren überhaupt nicht als großen Palmer gesehen hätte. Kein Holzeinfluss ist zu spüren, obwohl der Ausbau nur im neuen Holz geschieht. Der Mund ist sehr schick. Kann man nicht anders sagen. Eine Fülle von verschiedenen Kirscheindrücken. Rote Kirsche, Sauerkirsche, süße Kirsche, schwarze Kirsche. Alles springt um diese Kirsche umher. Dann kommt weißer Pfeffer, ganz helle Lakritze, eine tolle Blumigkeit und viel Salz. Eine fast cremige, an Kalkstein und Kreide erinnernde Textur auf der Zunge und am Gaumen. Irgendwann kommt Zwetschge dazu. Das Ganze hallt für Minuten nach. Und trotzdem bleibt das irgendwie eine Art Naturwein. Eine andere Art Wein als klassischer Bordeaux. Auch innerhalb der Appellation irgendwie ein Unikat. Palmer ist wie Pontet Canet auf einem Weg etwas ganz Eigenständiges zu werden, was man entweder sehr viel höher einschätzt, oder es auf Grund der Nichterfüllung der Erwartungen eher abwerten mag. Palmer 2016 polarisiert sehr. Ich finde diesen Wein, genau wie Pontet Canet, ganz groß. Bin mir aber nicht ganz sicher, ob es irgendwann ein Riese wird. Vom Potential könnte ich es mir denken. 99-100/100

100
/100

Wine Enthusiast über: Chateau Palmer 3eme Cru

-- Wine Enthusiast: Powerful tannins and hugely rich fruit balance together in this superb wine. The velvet texture belies the power behind the concentrated, ripe black-fruit flavor, with vibrant acidity giving ample lift. The wine’s structure will ensure aging for many years.100/100

20
/20

Gerstl über: Chateau Palmer 3eme Cru

-- Gerstl: Hier wird jetzt biodynamisch gearbeitet. Irgendwie zeigen die Weine die Arbeitsweise, der Duft erinnert mich sofort etwas am Pontet-Canet, das ist so eine offenherzige Natürlichkeit, alles ist völlig ungekünstelt, es ist nicht die absolute Präzision, wie beispielsweise bei einem Las Cases, aber der Duft geht direkt ins Herz. Da beisse ich in eine perfekt reife Frucht, was für eine himmlische Süsse, das ist ein echtes Wunder der Natur, raffinierter geht nicht mehr, der Wein ist sensationell fein gewoben, superdelikat, dennoch eine kleine Aromenbombe, atemberaubend frisch aber mit einer fast übersinnlichen Süsse, ein Weinerlebnis wie von einem andern Stern. 20/20

20
/20

Weinwisser über: Chateau Palmer 3eme Cru

-- Weinwisser: 47 % Merlot, 47 % Cabernet Sauvignon, 6 % Petit Verdot, (nur) 29 hl/ha, Lese vom 3. bis 18. Ok-tober, 65 % Grand Vin. Tiefes Purpur mit Granatschimmer am Rand. Kon-zentriertes schwarzbeeriges Bouquet mit Brombeere und Cassis, dahinter Veilchen und Iris. Am Gaumen mit cremiger Textur und anschmiegsamen Tanninen, viel Cassisdrops und Heidelbeermark im Rückaroma, was für eine Eleganz und Finesse! Im katapultartigen Finale wiederum Heidelbeeren, Schattenmorellensaft und Lakritze. Finesse Pur! Thomas bevorzugt diesen Stil und ich kann ihm da nur beipflichten, daher ist dieser Palmer im Klassikstil auch mein Favorit in der Appellation Margaux! 20/20

100
/100

Galloni über: Chateau Palmer 3eme Cru

-- Galloni: Technical Director Thomas Duroux and his team made one of the most brilliant wines of the 2016 vintage. Palmer is simply exceptional. Rich and dramatically sweeping in the glass, the 2016 is breathtaking. All the elements simply fall into place in a wine of mesmerizing beauty. The counterpoint of dark, sumptuous fruit and floral notes makes for an utterly compelling Palmer that will take its place among the estate's finest vintages. Dark cherry, lavender, spice and mocha are some of the many notes that build into a deep, substantial finish that is truly unforgettable. In a word: magnificent! 100/100

100
/100

Jeb Dunnuck über: Chateau Palmer 3eme Cru

-- Jeb Dunnuck: The finest vintage I’ve ever tasted from this estate, surpassing the 2009 and 2010, the 2016 Château Palmer is a blend of 47% each of Merlot and Cabernet Sauvignon, with the balance Petit Verdot, all of which was brought up in 65% new French oak. This magical effort reveals a saturated purple color as well as a huge nose of crème de cassis, graphite, crushed rocks, and spring flowers, and it develops beautifully with time in the glass. Full-bodied, deep, incredibly concentrated and powerful, it nevertheless just glides over the palate with flawless purity and balance, present, ripe tannins, and a finish that just won’t quit. This is Bordeaux at its most regal and classic. It will be drinkable with just 4-5 years of bottle age and keep for half a century. 100/100

99–100
/100

Suckling über: Chateau Palmer 3eme Cru

-- Suckling: I wrote that the 2015 was incredible, and this 2016 is again. It’s equally structured and powerful as the 2015, yet there’s an underlying intellectual serenity to this wine. You taste it, and you want to know and experience it even more. Full and tannic yet ever so polished and beautiful. Mesmerizing. Made from biodynamically grown grapes. 99-100/100

98+
/100

Parker über: Chateau Palmer 3eme Cru

-- Parker: The 2016 Palmer is a blend of 47% Merlot, 47% Cabernet Sauvignon and 6% Petit Verdot. Opaque garnet-purple colored, it slowly glides out of the glass with compelling notes of blueberry compote, warm cassis and kirsch with emerging hints of violets, cigar box, black tea, sandalwood and Sichuan pepper. Medium to full-bodied, wonderfully rich, concentrated and packed with latent energy, the palate literally grows in the mouth, revealing layer upon layer of black, blue and red fruits and tons of floral sparks, framed by super ripe, incredibly fine-grained tannins and finishing with epic length. It’s a wine that makes you wanna drape yourself languidly over a chaise lounge, glass of Palmer in hand, sighing with deep satisfaction, “This is so wonderfully Palmer.” 98+/100

98–99
/100

Bettane über: Chateau Palmer 3eme Cru

-- Bettane: La réduction involontaire des rendements (29 hl/ha) liée au passage en bio et à un traitement manqué a concentré la matière à un niveau unique en Médoc. Artistiquement vinifié, cela donne un velouté de texture et une intégration de tannin magiques. Une merveille. Et une très haute expression du merlot, pour une petite moitié de l’encépagement. 98-99/100

Mein Winzer

Palmer

Obwohl Chateau Palmer offiziell nur ein 3eme Cru ist, liegt er qualitativ oft weit darüber. Besonders bekannt ist er für sein extrem duftiges Bouquet, das ihn bereits in der Nase unverkennbar macht. Mit 40 % ist der Anteil an Merlottrauben im Verschnitt für einen Margaux relativ hoch, das mag ihm...