Chateau Leoville Poyferre 2eme Cru 2009

Chateau Leoville Poyferre 2eme Cru 2009

Weinclub

Limitiert

Zum Winzer

100
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2
Cabernet Sauvignon 60%, Merlot 29%, Petit Verdot 6%, Cabernet Franc 5%
5
rot, trocken
Gereift
14,0% Vol.
Trinkreife: 2024–2065
Verpackt in: 6er OHK
9
voluminös & kräftig
tanninreich
3
Lobenberg: 100/100
Parker: 100/100
Jeb Dunnuck: 100/100
6
Frankreich, Bordeaux, Saint Julien
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chateau Leoville Poyferre 2eme Cru 2009

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Lobenberg: 60% Cabernet Sauvignon, 29% Merlot, 5% Cabernet Franc, 6% Petit Verdot. Satte rauchige, süße Amarenakirsche mit einem warmen Schokoladensoufflé, Teer, wuchtig voll, satte Schwarzkirsche und Brombeere, süße Maulbeere, Heilerde, ein Minihauch zarte Himbeere scheint durch, Eukalyptus und ein Hauch Minze. Für Poyferre ungewohnt diese Wucht. Auch im Mund wieder diese Schokomasse, satteste Brombeere mit Schwarzkirsche, aber anders als es sich vielleicht liest, nicht zu süß, sondern immer sehr strukturiert und rassig bleibend, durchaus mit interessantem Spannungsbogen. Immense samtige Tannine und große Länge, minutenlanger Nachhall, und dann kommt Frische, Cassis und rote Johannisbeere. Der Wein wird lange zur Reife brauchen und dafür extrem langlebig. Großer Wein, sogar klar vor Barton in seiner hohen Individualität. 100/100

Jahrgangsbericht

Nach einem erneut eher milden Winter kamen Austrieb (März) und Blüte (Mitte Mai) wieder recht früh in 2020. Es folgte ein warmer Sommer, der aber weniger extreme Hitzespitzen wie 2019 und 2018 hatte und vor allem durch kühlere Sommernächte eine robuste Säurestruktur erhalten konnte. Häufig wird vergessen, dass Hitze und vor allem Trockenheit nicht nur die Zuckerentwicklung, sondern auch die Säuren und Gerbstoffe durch niedrige Erträge und dicke Beerenschalen aufkonzentrieren. Dieser mediterrane Powersommer hat dem Burgund Mitte August den frühsten Lesestart seit 2003 beschert, dennoch wurden die vollen 100 Tage Reifezeit nach der Blüte erreicht bis zur Lese. Aufgrund der sehr trockenen Verhältnisse waren die Trauben weitgehend kerngesund und vollreif – Fototrauben soweit das Auge reicht! Wohingegen an der Côte de Beaune fast durchschnittliche Mengen Chardonnay geerntet werden konnten, war der Ertrag beim Pinot Noir an der gesamten Côte d’Or durch die winzige Beerengröße geringer noch als im Vorjahr 2019. Die Chardonnays betören mit dem selben imposanten Fruchtdruck und einer Power wie 2019. Sie wirken allerdings schlanker und feiner, auch aufgrund von lebhafteren Säuren, die eher an 2017 denken lassen. Es ist mit 2014 und 2017 ziemlich sicher das beste Weißweinjahr der letzten 10 Jahre. Die Balance der weißen 2020er ist herausragend! Die Pinot Noirs sind etwas weniger einheitlich balanciert. Je nach Terroir und Erntezeitpunkt, changieren sie zwischen bestechender Eleganz, Kühle und Finesse bis hin zu gewaltiger, mediterraner Struktur mit hoher Reife bis hin zur Überreife in einigen Fällen. Die topgesunden Beeren waren dickschalig, klein und kernig und gaben nur widerwillig ihren hochkonzentrierten, hochintensiven Saft preis. Die Fruchtfülle und das Parfüm der roten 2020er ist gewaltig, wie dichte Wolken aus Waldfrüchten und dunkler Kirsche schiebt es tieffarbig und reich aus dem Glas. Die Konzentration ist berauschend, die besten 2020er stellen die exzellenten Vorjahre sogar noch in den Schatten – in der Spitze war absolute Weltklasse möglich in diesem Blockbusterjahr. 2020 ist ein beeindruckendes und großes Jahr, das bei den Top-Domaines mit zum besten zählt, was es in den letzten Jahrzehnten gab. Zurücklehnen und genießen mit den verführerischen Pinots und sich mitreißen lassen von den berauschenden Chardonnays. Die erneut kleinen Erträge und der harte Frost in 2021 erzeugen weiter Mengendruck auf das Burgund und die besten 2020er werden schnell rar und gesucht sein.

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Parker über: Chateau Leoville Poyferre 2eme Cru

-- Parker: One of the more flamboyant and sumptuous wines of the vintage, this inky/purple-colored St.-Julien reveals thrilling levels of opulence, richness and aromatic pleasures. A soaring bouquet of creme de cassis, charcoal, graphite and spring flowers is followed by a super-concentrated wine with silky tannins, stunning amounts of glycerin, a voluptuous, multilayered mouthfeel and nearly 14% natural alcohol. Displaying fabulous definition for such a big, plump, massive, concentrated effort, I suspect the tannin levels are high even though they are largely concealed by lavish amounts of fruit, glycerin and extract. 100/100

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Jeb Dunnuck über: Chateau Leoville Poyferre 2eme Cru

-- Jeb Dunnuck: The greatest wine I’ve ever tasted from this address is the 2009 Léoville Poyferré, which is a step up over both the 2000 and the 2010. A blend of 60% Cabernet Sauvignon, 29% Merlot, 6% Petit Verdot and the balance Cabernet Franc that hit 13.9% alcohol, it offers everything you could ask of a wine and reveals a saturated purple color as well as incredible notes of crème de cassis, blueberries, lead pencil, exotic Spices, and dried flowers. Incredibly full-bodied, super concentrated, deep, and opulent, yet still pure, fresh, and lively, it has sweet tannin and a hedonistic vibe that hides its underlying structure. Drink it anytime over the coming three decades. 100/100

Mein Winzer

Leoville Poyferre

Zu Zeiten der französischen Revolution war Léoville das größte Weingut im Médoc. Mittlerweile ist es dreigeteilt (Poyferré, Barton, Las Cases).Seit 1920 ist Château Leoville Poyferre im Besitz der Familie Cuvelier und wird seit 1979 von Didier Cuvelier geleitet, der sich die Unterstützung von Michel...