Chateau Leognan 2020

Chateau Leognan 2020

Holzkiste

Zum Winzer

96–97
100
2
Cabernet Sauvignon 70%, Merlot 30%
5
rot, trocken
13,0% Vol.
Trinkreife: 2026–2050
Verpackt in: 12er OHK
9
strukturiert
pikant & würzig
saftig
3
Lobenberg: 96–97/100
Decanter: 94/100
Gerstl: 19/20
6
Frankreich, Bordeaux, Pessac Leognan
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chateau Leognan 2020

96–97
/100

Lobenberg: Die reine Fläche ist 1989 gepflanzt worden, sie umfasst nur sechs Hektar. Die Reben stehen direkt neben jenen der Domaine de Chevalier. Bisher waren sie Bestandteil des Erstweins von Chevalier. Hier stehen 10.000 Stöcke pro Hektar, der Ertrag ist mit unter 500 Gramm Trauben pro Rebe extrem gering. Diese Dichtpflanzung ist State of the Art. Der Besitzer des Château Léognan hat das Weingut vor einigen Jahren gekauft, die Weinberge werden biologisch bearbeitet, sind aber noch nicht zertifiziert. Allerdings sind sie bereits in dem von Landwirtschaftsministerium aufgesetzten HVE3-System aufgenommen und damit in Sachen Umweltverträglichkeit zertifiziert. Die sechs Hektar kamen an den Besitzer, weil der Verkauf des Weinguts an die Domaine de Chevalier nicht zu Stande kam, da diese nur an den Weinbergsflächen, nicht aber an den 80 Hektar Wald und Wiesen interesseiert war. Der neue Besitzer hat alles zusammengekauft und bewirtschaftet nun auch diese sechs Hektar Top-Reben mit 30 Jahren Rebalter nach biologischem Vorbild im Weinberg und im Keller. Dieser Teil von Pessac-Léognan war perfekt eingestellt für die lange Trockenheit ab den Jahrgängen 2018. 2019 und 2020 haben grandios performt. Die Nase des 20ers ist vollreif, sehr schick, burgundisch. Rote Frucht, hohe Intensität, floral und trotzdem süß und reich in der roten, sehr zarten Frucht. Spielerisch. Himbeere, Erdbeere, rote Kirsche, frische Zwetschge, ganz helle Lakritze, aber nur ein Hauch davon, dazu Milchschokolade und etwas wilde Schlehe. So sexy die Nase. Auch der Mund macht sehr viel Freude. So lecker und fruchtintensiv, toller mineralischer Zug mit satter Frucht von frischer Zwetschge und reifer roter Johannisbeere! Es wäre gut gewesen, wenn dieser Weinberg im Domaine de Chevalier verblieben wäre, weil es einfach genau der gleiche Stil ist. Das hätte hervorragend gepasst. So ist es jetzt natürlich für deutlich kleines Geld eine echte Alternative. So schick, aromatisch, tänzelnd und fein, mit langem Finale. Ein hedonistisches Leckerli. In der Verfolgung von Domaine de Chevalier. Das dritte Jahr in Folge ein großer Wein hier. Die klimatischen Veränderungen kommen dieser Region extrem zugute. Ich setze ihn in der Eleganz und Köstlichkeit über 2019, weil er zwar etwas weniger aufregender ist, dafür viel harmonischer und trinkiger. Köstlicher Trinkfluss! Das muss man aber am Ende selbst bewerten. Ein toller Wert allemal. 96-97/100

19
/20

Gerstl über: Chateau Leognan

-- Gerstl: Die Weine aus Pessac-Léognan gefallen mir in diesem Jahr besonders gut. Es scheint als hätten sie ein zusätzlich Dimension, denn auch beim Château Léognan kommt nebst viel reifer Frucht, auch diese sinnlich kühle und würzige Kräuteraromatik und ein unglaublicher Tiefgang zur Geltung. Der Wein strahlt sehr viel Klasse und Charakter aus und gibt sehr viel von seinem Terroir preis. Schwarze Kirsche, Brombeere, Holunder etwas Cassis, feine rotbeerige Aromen, Trüffel, Tabak und ein Schwall aus Kräutern. Diese Vielfalt und Dichte welche sich im Bouquet zeigt wird von einer einnehmenden Frische gestützt. Die Wucht an Aromen kommt auch beim Auftakt so unglaublich beeindruckend zur Geltung. Hier spielt sich ein wahres Feuerwerk ab, ein Feuerwerk der sinnlichen Art. Nochmals viel schwarze Frucht, dank der Säure von deliakter Saftigkeit und Frische geprägt. Das dieser cremige feine Fluss, welcher der Léognan durch die seidigen Tannine bekommt. Eine perfekte Balance, welche der Wein zeigt. Nebst seiner Tiefe und Komplexität zeigt er auch noch ein langes würziges Finale mit zart salzigen Noten. Auch im 2020 ein grosser Wein. Pirmin Bilger 19/20

Mein Winzer

Leognan

Diese im Jahre 1989 gepflanzten sechs Hektar stehen direkt neben der Domaine de Chevalier, denn sie waren bisher Bestandteil des Erstweins und somit in der Bearbeitung der Domaine de Chevalier. 10.000 Stöcke pro Hektar. Unter 500 Gramm Ertrage je Pflanze, state of the art. Die Familie Bernard von...

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