Le Pin

Chateau Le Pin 2020

voluminös & kräftig
tanninreich
100
100
2
Merlot 100%
5
rot
14,5% Vol.
Trinkreife: 2027–2074
Verpackt in: 1er OHK
3
Lobenberg: 100/100
Gerstl: 20/20
Falstaff: 100/100
6
Frankreich, Bordeaux, Pomerol
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chateau Le Pin 2020

100
/100

Lobenberg: Ein winziges Weingut mit 2,8 Hektar von Jacques Thienpont in Pomerol, beste Lage neben Trotanoy und Enclos Tourmaline. Château Le Pin ist Kies und Sand in dicker Schicht. Der Lehm liegt sehr viel tiefer. Das heißt aber, die alten Reben erreichen die Lehmschicht mit der guten Wasserführung. In Bordeaux gab es 2020 eine unglaubliche Regenmenge im Frühjahr. Während der frühen, aber perfekten Blüte, blieb es zwei Wochen lang trocken, direkt danach gab es wieder Regenfälle. Von Mitte Juni bis Mitte August fiel dann allerdings kein einziger Tropfen Regen mehr. Bei Sandböden war das ein Desaster – die Reben bekamen Trockenstress. Bei Lehmböden, wie wir sie in den besten Lagen des Médoc und Pomerol haben, oder auf reinem Kalkstein, wie oft in Saint-Émilion, war das überhaupt kein Problem. Also ziemlich perfekte Bedingungen für hervorragendes Terroir, perfekte Bedingungen für hohe Reife und satte Tanninwerte, bei recht moderater Säure. Durch die Lehmschicht waren die Reben auf Le Pin auch in 2020 gut mit Wasser versorgt, allerdings lag der Ertrag nur bei 24 Hektolitern pro Hektar. 100 Prozent Merlot, der pH-Wert liegt bei 3,77, die Säure bei 3,35, der Alkoholgehalt bei 14,5 Volumenprozent. Satte Veilchennase. Schon enorm wuchtig. Rosenblätter, feine Süße, auch Schwarzkirsche, toll vermählt. Dicht, reich, aber nicht fett, sondern fein und verspielt. Nur mit einer hohen aromatischen Intensität. Drei Komponenten: Schwarzkirsche, Veilchen und Rosenblätter. Das ist wirklich eine sehr schicke Nase. Man muss sich in Erinnerung führen: der Wein ist 100 Prozent Merlot, aber er hat viel rote Frucht. Der Mund ist super weich. Die Tannine sind in Massen vorhanden, aber sie sind seidig und samtig. Dann kommt ein Ansturm an Schlehe, an Himbeere, gefolgt von Schwarzkirsche und etwas Cassis. Das Ganze bleibt total geschmeidig, weich, seidig und verspielt. Trotzdem aromatisch und dicht. Da ziehen sich die Augen zusammen, die Zuge rollt sich. Das hat eine wahnsinnige Aromatik. Auch hier wieder dieser deutlich Veilchen-Touch. Eine wunderbare Komposition. Große Harmonie, hervorragende Balance. Großartiger Stoff, zum sofortigen Genuss geeignet. Ein Zechwein der allerobersten Kategorie. Der Wein wird immer mit Freude getrunken werden. Man sucht nach der zweiten Flasche, die man sich wahrscheinlich nicht leisten konnte. Was für ein wunderschöner Zechwein – grandios! 100/100

20
/20

Gerstl über: Chateau Le Pin

-- Gerstl: Der Duft ist wie immer extrem zart, aber raffinierter geht nicht, das ist knisternde Erotik, le Pin ist einfach ein Phänomen, da ist etwas das man irgendwie nicht fassen kann aber es berührt zutiefst. Es ist wie sein Besitzer Jaqcques Thienpont, extrem sympathisch aber irgendwie doch nicht fassbar. Es ist immer ein einzigartiges Erlebnis diesen Wein zu kosten, ich habe das Gefühl dass es nicht ein ganz grosser Wein ist, es ist eher ein Kumpel, fast ein Zechwein, aber mehr Trinkvergnügen kann man sich unmöglich vorstellen, es ist wie bei einer Eiskunstläuferin, alles sieht so einfach aus, aber es steckt unglaublich viel dahinter, das ist ein Stück zutiefst berührende Natur. 20/20

Mein Winzer

Le Pin

Wie entsteht solch ein gewaltiger, vielfältiger, opulenter und üppiger Wein? Der Le Pin wächst auf eisenhaltigem Kiesboden auf der winzig kleinen Fläche von 2 Hektar im Zentrum an der höchsten Stelle des Plateau von Pomerol.