Jean Faure

Chateau Jean Faure Grand Cru Classe 2018

Chateau Jean Faure Grand Cru Classe 2018
StilStil
voluminös & kräftig
tanninreich
RebsorteRebsorte
Cabernet Franc 60%
Merlot 35%
Malbec 5%
BewertungBewertung
Lobenberg 100/100
Pirmin Bilger 20/20
Gerstl 20/20
WeinWein
Rotwein
barrique
13,5% Vol.
Trinkreife: 2028 - 2058
Verpackt in: 24er OHK
LageLage
Frankreich
Bordeaux
Saint Emilion
Allergene
Sulfite

  • 19,50 €

0,375 l · 38392H

52,00 €/l

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Abfüller - Jean Faure, , 33330 Saint Emilion, FRANKREICH


Lobenberg

Lobenberg über:
Chateau Jean Faure Grand Cru Classe 2018

100/100
Lobenberg: Das 18 Hektar große Château Jean Faure mit nur 40.000 Flaschen Gesamtproduktion grenzt exakt an die Weinberge von Château Cheval Blanc und La Dominique. Die Weinberge bestehen überwiegend aus Lehm-, Kiesböden und etwas Sand. Eine sehr gute Wasserversorgung ist dadurch gewährleistet. Die Weinberge der drei Chateaux gehen auf breiter Front ineinander über. Das Terroir und die Bestockung sind fast identisch. Das Weingut wurde über die letzten Jahre immer mehr auf dichte Bepflanzung umgestellt. Die vorhandenen Reben sind uralt, teilweise über 80 Jahre. Olivier Decelle hat das völlig runtergekommene Weingut 2004 kaufen können wegen bestehender Erbstreitigkeiten. Das Weingut gehörte früher Madame Loubat, der vor dem Verkauf an Moueix auch das Château Petrus gehörte. Château Jean Faure hat in den letzten Jahren noch mal die Önologie und Weinbergsberatung umgestellt, von Stéphane Derenoncourt als Berater auf Hubert de Bouard, genialer Besitzer und Weinmacher von Château Angelus und inzwischen zusammen mit Derenoncourt der angesagteste Berater auf dem rechten Ufer. Jetzt auf Daniel Duclos, ein besserer Biodynamiker. Die Umstellung Richtung Biodynamik wird mit dem Jahrgang 2017 abgeschlossen sein. Traktoren wurden überwiegend abgeschafft, die Weinberge werden mit Pferden bearbeitet. Diese komplette Natürlichkeit, diese burgundische und Loire-Art und die Hinwendung zur Frische auch schon während der Wachstumsphase sind das, was sich im Keller fortsetzt. Die Fermentation der Weine von Jean Faure findet dann dementsprechend auch im rohen Zement oder im Holz statt. Ohne Temperaturkontrolle, aber auch ohne Kaltmazeration davor. Hier sind wir komplett zurück zur Ursprünglichkeit. Der Ausbau der Weine wurde auch umgestellt. Auch hier sind wir im „state of the art“ des Burgunds oder auch der deutschen Pinoterzeuger. Ein Teil wird im neuen Barrique ausgebaut, aber die Hälfte in Stockinger-Fudern von 1.500 L und auch in gebrauchtem Holz. Insgesamt wird der Einfluss des neuen Holzes speziell in aromatischer Form fast komplett heruntergefahren. Seit dem Jahrgang 2018 wurde komplett auf den sanften Rebschnitt nach Simonit und Sirch umgestellt, der den Saftfluss und somit die Versorgung innerhalb der Reben verbessert und Infektionen und Krankheiten an der Pflanze reduziert. Der Weinbau-Berater Daniel Duclos ist hierfür Spezialist und sein Vater gilt in St-Émilion als der Hauptvertreter dieses neuen sanften Rebschnitts. Der zweite zusätzliche Schritt auf Château Jean Faure ist, dass hier jahrgangsbedingt mal komplett entrappt wird, wie in 2018 geschehen, mal teilweise mit Rappen vergoren wird. Zudem wird ganz grundsätzlich kein Schwefel mehr eingesetzt bis in der Weinbereitung zum nächsten Frühjahr hin alle Prozesse gelaufen sind. Das hat Olivier Decelle von Madame Lapasse in der Schweiz gelernt, die ihm gesagt hatte, Vergärung mit Schwefel sei wie Schwimmen mit Haien. Deshalb gibt es hier Schwefel nun erst Mitte März, nachdem auch die Malo gelaufen ist. Das setzt aber voraus, dass extrem sauber und extrem präzise gearbeitet wird. Es gibt hier ein Team von Önologen, die Leiterin ist Marie-Laure Latorre, dazu hat sie einen Assistenten, der zuvor beim ebenfalls biodynamischen Château Beauregard gearbeitet hat. Die Zertifizierung zur Biodynamik steht auf Jean Faure kurz bevor, die Umstellung ist bereits passiert. Wie schon gesagt im Jahr 2018 wurde hier alles komplett entrappt. Die Cépage ist 60% Cabernet Franc, 35% Merlot und 5% Malbec. Der pH-Wert liegt bei 3.6, also bei mittleren Säurewerten und der Alkohol liegt bei geringen 13%. Eine weitere Neuerung ist die Übernahme einer Empfehlung von Jacques Boissenot, dem legendären önologischen Berater des Médoc, den Blend der Weine schon im sehr frühen Stadium vorzunehmen. Schon im Januar, noch lange vor der ersten Schwefelung, werden alle Fässer durchprobiert und die finale Assemblage erzeugt und dann wieder zurück in die Fässer gefüllt. Schwefel gibt es dann erst in der zweiten Märzhälfte. Diese enorm frühe Entscheidung vor jeglicher Schwefelzugabe wird den Weinen gerechter, denn nur ohne Schwefel ist eine genauere und spezifischere sensorische Analyse der verschiedenen Fässer möglich. Nachdem wir nun eine so große Erklärung über die Veränderungen auf Château Jean Faure erfahren haben, ist die Erwartungshaltung natürlich sehr hoch. Die Nase ist für Jean Faure jetzt schon etwas ungewöhnlich, das liegt aber einfach daran, dass nur noch extremst cleanes Material verwendet wurde. Das wie gesagt lange nicht geschwefelt wurde und in 2018 komplett entrappt wurde, da die Rappen auf Grund des Mehltaus nicht in der Qualität waren sie mit zu vergären. Extrem clean, sehr sauber und ohne jeglichen Rappeneinfluss. Die Cabernet Franc ist sicherlich die Dominante in der Nase, wir haben wunderschöne, reife Waldhimbeere in der Nase, auch ein Hauch Erdbeere, feine Zwetschge, ein extrem feiner, reiner, roter Beerensaft. Die Ernte begann im Jahr 2018 schon am 19. September für den Merlot, um eine große Frische zu erhalten, zog sich dann aber zur kompletten Ausreifung der Cabernet Franc bis zum 19. Oktober. Der Mund zeigt eine unglaubliche Frische und dazu eine spannende Konzentration, man kann 2018 überhaupt nicht mit dem sehr, sehr speziellen 2017 vergleichen, eher mit 2016. Doch durch das komplette Entrappen ist 2018 nochmal anders, ist feiner, nicht besser als 2016, der für mich ein Über-Wein bleibt, aber unglaublich fein und voller Finesse, voller Spiel. Schon in der Nase deutlich an den Nachbarn Cheval Blanc erinnernd mit dem Jean Faure sowohl die Cépage als auch das Terroir teilt. Durch das Weglassen der Rappen kommen wir Cheval Blanc gerade in 2018 deutlich nah, auch mit dieser getragenen Feinheit. Der Hauptunterschied zu Cheval Blanc besteht sicherlich in der noch größeren Frische bei Jean Faure. Das hat man in 2018 hier schon extrem gut getroffen, diese langgezogene Säurespur, die die Erdbeere, Himbeere und frische Zwetschge stützt. Dazu kommt ein wenig Sauerkirsche und feine rote Kirsche, es gibt kaum schwarze Elemente, keine Schokolade, kaum Cassis oder Brombeere, alles bleibt in der roten Frucht und ist dennoch unendlich fein. Das Tannin ist total poliert, aber sehr präsent, geht mit der Säure in einen unglaublich langen Nachhall. Das ist Loire-haft und burgundisch, das hat eine unglaublich zarte, komplexe Aromatik, die aber hochintensiv ist. Das spiel ist wirklich verblüffend, das Spiel grandios, aber es bleibt eben ein verträumter, zarter Wein auf den man sich einlassen muss. Das ist weit entfernt von jedem Blockbuster, das ist die unendliche Leichtigkeit des Seins. Und wenn man zwischen Jean Faure 2016 und 2018 im Grunde unterscheiden möchte, geht es einfach um die Vermeidung jeglichen Schwefels bis in den März hinein und um die komplette Entrappung in 2018. Auch der Weg zur Biodynamik ist weiter fortgeschritten, alles wird immer gesünder, reiner und puristischer. Das ist schon ein Weg zur Perfektionierung der Zielsetzung von Olivier Decelle, ein Weg den hier manche Biodynamiker von Clos Louie bis hin zu Fonroque beschreiten. Sie bilden die Speerspitze der neuen Bordeaux-Bewegung, die sich wieder einreihen können in die besten Weine der Welt und genau das kann man in den gerade angesprochenen Weinen auch perfekt schmecken. Bordeaux hat die Zeichen der Zeit erkannt und wird so anders und Jean Faure steht sicherlich als einer der Top-Produzenten in dieser Reihe. Für mich ein grandioser Wein in seiner extrem komplexen Zartheit, seiner Eleganz und in seiner multiplen Verspieltheit. Lassen Sie sich auf diesen Traum ein - es lohnt sich. Eine anschließende Rückverkostung des 2016ers ergab einen grandiosen Unterschied, 2016 war bisher die Benchmark, hat unglaublich Kraft und Struktur, gerade auch aus den Rappen und aus seinem höheren Merlot-Anteil. 2018 ist so unglaublich zart auf der Cabernet Franc. Und damit so deutlich den Vorbildern der besten Burgunder und Loire-Weine folgend, beide sind ganz große Weine, aber 2018 ist der neue Traumwein, die neue Benchmark der Finesse. 100/100
Pirmin Bilger

Pirmin Bilger über:
Chateau Jean Faure Grand Cru Classe 2018

20/20
-- Pirmin Bilger: Olivier Decelle hat sein Team verjüngt und teilweise erneuert. Dem Wein wurde erst ganz zum Schluss Sulfite zugefügt. Dies erfordert ein sehr präzsises Arbeiten und grosses Know how. Auch technisch musste das das Weingut nochmlas aufrüsten, um die geforderte Präzision erreichen zu können. Die Ernte hat am 18. September begonnen. Die Trauben waren sehr saftig, gut ausbalanciert, von einer grossen Frische getragen und von einer sehr guten Frucht dominiert. 60% Cabernet Franc, 35% Merlot und 5% Malbec. Aufgrund des Mehltaus wurde der Wein komplett ohne Rappen vergoren. Das Bouquet zeigt in erster Linie die Cabernet Franc Frucht und strahlt eine enorme Frische und Würze aus. Der Merlotanteil fügt sich wunderschön dem Duftbild bei und gibt ihm dies warme rotbeerige Note. Was für eine unglaubliche Eleganz, welche dem Wein entspringt. Ein tiefgründiger komplexer und verführerischer Duft. Ganz zart zeigen sich auch die edlen Röstaromen, welche an eine noble feine Schokolade erinnern. Schwarze Johannisbeere, Himbeere, Brombeere, Cassis und viele Gewürze kommen zum Vorschein. Was für ein herrlich geschmeidiger Trinkfluss mit dieser Leichtigkeit und doch einem dichten aromatischen Körper. Perfekt ausbalanciert und perfekt in der Säurestrukter sowie auch in der Qualität der Gerbstoffe, welche so ultrafein und geschmeidig weich erscheinen. Der hat absolut die Klasse seines Nachbarn Cheval Blanc und erreicht vorallem in Sachen Eleganz das gleiche Niveau. Der Jean-Faure ist ein absoluter Genusswein und lädt zum Träumen ein. Bereits jetzt zeigt er sich enorm zugänglich, enorm präzis und total auf Feinheit aufgebaut. Die Aromenvielfalt ist gewaltig und omnipräsent. Diese leckere saftige Kirschfrucht mit rotbeeriger Unterstützung gepaart mit den würzigen Aromen und diesem noblen Kakaogeschmack beim Abgang. Zum Schluss zeigen sich noch zart mineralisch salzige Noten. Jean-Faure 2018 eine Wein-Schönheit, welche einem verzaubert - zurücklehnen und geniessen - das ist ganz grosses Kino. 20/20
Gerstl

Gerstl über:
Chateau Jean Faure Grand Cru Classe 2018

20/20
-- Gerstl: Der fährt so richtig ein, diese atemberaubende Frische ist ein Traum, das ist ein unglaubliches Fruchtbündel, das Erstaunlichste dabei ist, dass selbst intensivste Frucht nicht aufdringlich wirkt, das ist unglaublich viel Terroir mit im Spiel. Es ist nicht einfach zu beschreiben, was da abgeht, das ist echt spektakulär, ein beinahe übersinnliches Naturschauspiel, eine wahre Duftexplosion, aus 1000 raffinierten Feinheiten komponiert. Das ist irgendwie gar nicht Bordeaux, das ist ein Überwein, hat der von Allem ein Wenig mehr, mehr Frische, mehr Fülle, mehr Konzentration, aber gleichzeitig mehr Feinheit, der Wein ist vor Allem raffinierter denn je, wirkt puristisch transparent und spielerisch. Das ist eine klare Cabernet-Franc Stilistik, Olivier Decelle: "Der Merlot ist vordergründig beeindruckender als der Cabernet Franc, er gibt Fülle und Fett, macht die Weine einfacher verständlich, aber wenn man Klarheit und Präzision liebt, bringt der Cabernet-Franc die schönsten Resultate." Das hier ist ein Weinerlebnis, das alles bietet, die überschwängliche Vielfalt steht im Vordergrung, dann die sagenhafte Frische, ohne dass er die Süsse verliert, das ist pure Sinnlichkeit, das ist irgendwie überhaupt eine neue Dimension Wein. 20/20
Mein Winzer

Jean Faure

Das 18 Hektar große Chateau Jean Faure mit nur 50.000 Flaschen Gesamtproduktion grenzt exakt an die Weinberge von Cheval Blanc, die Weinberge gehen auf breiter Front ineinander über, das Terroir und die Bestockung sind fast identisch, etwas dickere Sand-Lehm-Schicht über dem Kalkboden als bei Cheval Blanc. […]

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, 52,00 €/l

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