Chateau Haut Maurac Cru Bourgeois 2019

Haut Maurac

Chateau Haut Maurac Cru Bourgeois 2019

95+
100
9
voluminös & kräftig, tanninreich
2
Merlot 60%, Cabernet Sauvignon 40%
3
Lobenberg 95+/100
Gerstl 19/20
Weinwisser 93–95/100
5
Rotwein
barrique
13,5% Vol.
Trinkreife: 2026–2046
Verpackt in: 6er OHK
6
Frankreich, Bordeaux, Haut Medoc
7
Allergene: Sulfite,

Abfüllerinformation

Abfüller / Importeur: Haut Maurac, , 33340 Saint-Yzans-du-Medoc, FRANKREICH


  • 13,80 €

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lobenberg

Lobenberg über:Chateau Haut Maurac Cru Bourgeois 2019

95+
/100

Lobenberg: Dieses Weingut liegt ganz im Norden des linken Ufers und in direkter Nachbarschaft zum Überflieger des Médoc und Haut-Médoc, Château Clos Manou. Seit 2015 profitiert das nördliche Médoc extrem vom Klimawandel. Früher war dieser Teil des linken Ufers, inklusive des nördlichen Saint Estèphes, immer etwas benachteiligt. Feuchte und kühle Jahre funktionieren auf diesen neben Kies auch sand- und lehmhaltigen Böden nicht ideal. Aber der Wandel zum Mediterranen, speziell seit 2015, führt dazu, dass einige der Weingüter dieses Gebiets heute im Grunde klassifiziert gehörten, weil sie so großartige Weine hervorbringen. Weingüter wie Clos Manou würden sicherlich sogar in der Phalanx der viert- und drittklassifizierten Château mitspielen. So sehr überwiegt die dramatisch gute Weinbergsarbeit gegenüber dem früheren Nachteil der Terroirs, der sich heute in den trockenen mediterranen Jahren zum Vorteil gewandelt hat. Haut-Maurac gehört Olivier Decelle, dem auch Château Jean Faure in Saint-Émilion gehört. Der Großteil der 24 Hektar umfassenden Weinberge liegt an den Hängen von Mazailes, mit Blick auf die Gironde. Der nächste Ort ist Saint-Yzans. Das Terroir ist hier geprägt von Kies mit etwas Sand und ein wenig Lehm. Es ist derselbe Boden wie auf Clos Manou. Wie ich schon sagte, sind diese Böden seit dem deutlich spürbareren Klimawandel deutlich im Vorteil, früher waren sie etwas zu kühl und zu feucht. Die Reben auf Haut Maurac sind inzwischen im Durchschnitt 35 Jahre alt, mit 6200 Stöcken pro Hektar relativ dicht gepflanzt. Produziert werden rund 35 Hektoliter pro Hektar, also weit unter einem Kilo pro Stock. 60 Prozent Merlot, 40 Prozent Cabernet Sauvignon. Man findet hier die einfache Guyot-Erziehung bei den jungen Nachpflazungen. Ansonsten teilweise auch doppelter Guyot und Einzelstockerziehung bei den alten Reben. Die Ernte und die Vinifikation erfolgen Plot für Plot. Alle Trauben werden nach der Ernte auf einem Sortierband im Weingut nochmals nachselektioniert. Danach erfolgt die Vinifikation im temperaturgesteuerten Stahl, mit nur wenig Pigeage und Remontage. Der Ausbau geschieht zu 60 Prozent in großen Holzfässern und zu 40 Prozent in Barriques, von denen nur ein kleiner Anteil neu ist. Es werden ungefähr 100.000 Flaschen erzeugt. Der Alkoholgehalt des 2019ers beträgt 13,5 Volumenprozent. Haut-Maurac hat sich in den letzten fünf bis sechs Jahren nochmals weiterverbessert und ist inzwischen direkter Verfolger der beiden nördlichen Superstars Clos Manou und Château Carmenere. Auch knapp hinter Château Doyac, aber mit Charmail und Du Retout in der direkten Verfolgergruppe der besten Weine des Médoc und des Haut-Médoc überhaupt. Sociando Mallet und La Lagune, die ehemaligen Superstars, wie auch andere arrivierte und klassifizierte Crus, haben sich einfach in den letzten Jahren nicht weiterentwickeln können – oder weiterentwickeln wollen. Die kleinen besitzergeführten Weingüter auf den nun im Klimawandel besseren Terroirs sind einfach im Vorteil. Haut-Maurac zeigt in der Nase schon eine deutliche Einzigartigkeit. So viel Holunder mit heller Lakritze und Milchschokolade. Tolle Frische aufweisend. Schwarzkirsche und Cassis. Diese Holunderfrische bleibt aber die Dominante. Im Mund wird es noch frischer und trotzdem hat er überhaupt keine grünen Elemente. Der Wein ist komplett reif und zeigt trotzdem zuerst eine Holunder-Sauerkirsch Dominante. Dann langsam kommt die Schwarzkirsche hinterher. Nur wenig Brombeere und Cassis. Etwas Lakritze. Aber diese Holunder-Schwarzkisch Komponente, mit recht viel Salz, bleibt die Dominante. Ein ausgesprochen leckerer und pikanter Wein, mit einer schönen Länge. Ein leckerer und harmonischer Médoc. Auch wenn der 2019er nicht am 2018er vorbeistürmen kann (2018 war einfach zu harmonisch und in sich stimmig), so ist doch 2019 ein wenig spannender. Er hat etwas mehr Frische, Schärfe und auch einen Hauch mehr Bitterstoff. Die Länge ist ausgeprägt, der Wein bleibt für zwei Minuten im Mund stehen und rollt mit dieser Holunderkirsche immer wieder hoch. Vielleicht ist 2019 nicht ganz bei den Stars um Clos Manou und Carmenere. Auch ein wenig hinter Doyac, gleichauf mit Du Retout. Ein fantastischer Wert für einen fantastischen Preis. 95+/100

Gerstl

Gerstl über:Chateau Haut Maurac Cru Bourgeois 2019

19
/20

-- Gerstl: Hier entstehen seit einige Jahren ganz grosse Weine, die Erwartungen sind entsprechend hoch, wenn ich mir diesen Wein einschenke, aber dieser Duft verblüfft mich dennoch, das ist absolute Spitzenklasse, das ist sprichwörtliche Feinheit und Eleganz, so duftet nur ein ganz grosser Bordeaux. Am Gaumen wird klar, der hat mindestens die Klasse des 2018ers, ich glaube er ist sogar noch eine Spur präziser, ein Hauch mehr Extraktsüsse, passt perfekt zur frischen Frucht, ein Hauch mehr Konzentration bei gleichbleibend beschwingter Leichtigkeit, ich bin zutiefst beeindruckt, schenke nochmals nach und bewundere die Feinheit der Tannine und die immense aromatische Fülle sowie die verblüffende Länge des Nachhalls. 19/20

Weinwisser

Weinwisser über:Chateau Haut Maurac Cru Bourgeois 2019

93–95
/100

-- Weinwisser: Purpurrot. Intensives Waldbeerbouquet, dahinter edle Cassiswürze gepaart mit Veilchenduft. Am eleganten Gaumen mit seidiger Textur und stützendem Tannin, die nervige Rasse gibt dem Médoc Halt. Im gebündelten Finale blaue Beeren und Wacholder. Auf dem gleichen Niveau wie im letzten Jahr. 18/20 93-95/20

Mein Winzer

Haut Maurac

Jacques Boissenot, der Berater aller 1er Crus des Médoc, empfahl Olivier dieses traumhafte Terroir zum Kauf und half den Weinberg und Keller zu restrukturieren, bevor er übergab an den jetzigen Berater, niemand geringeres als Stephane Derenoncourt, das bürgt schon mal für hohe Qualität. […]

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