Haut Bailly

Chateau Haut Bailly 2015

Limitiert

voluminös & kräftig
tanninreich
99–100
100
2
Cabernet Sauvignon 60%, Merlot 36%, Petit Verdot 4%
5
rot
14,0% Vol.
Trinkreife: 2025–2055
Verpackt in: 3er OHK
3
Lobenberg: 99–100/100
Gerstl: 20/20
Jeb Dunnuck: 98+/100
Suckling: 98–99/100
Decanter: 98/100
Parker: 97+/100
International Wine Report: 97/100
Galloni: 97/100
Gabriel: 19/20
Vinum: 19/20
6
Frankreich, Bordeaux, Pessac Leognan
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chateau Haut Bailly 2015

99–100
/100

Lobenberg: 60% Cabernet, 36% Merlot, 4% Petit Bordeaux. Geerntet wurde der Merlot vom 15. bis 28. September, die Cabernet Sauvignon bis zum 8. Oktober. Die Appellation Pessac Léognan und Margaux waren extrem begünstigt und bekamen im August noch mal den benötigten Regen nach vier Monaten Trockenheit. Alles ging wieder los in der Natur und danach bekamen sie das berühmte skandinavische Hoch mit extrem viel Sonne bei kühlen Nächten. September, Oktober und November waren eher trocken mit kaum Regen. Perfekte Ernte- und Reifebedingungen. Ich probierte direkt zuvor den aus dem gleichen Hause stammenden neuen Wein Château Le Pape und beim Haut Bailly sind wir jetzt nur bei uralten Cabernet Sauvignon Stöcken. Auch auf Kieslinse und Lehm stehend. Eine völlig unterschiedliche Nase, extrem reife, aber nicht überreife Cassis und Johannisbeere, Brombeere. Weniger in die Kirsche gehend, sondern viel deutlicher auf Johannisbeeraromatik bleibend. Die Brombeere ist sehr zart, und ganz unten drunter zeigt sich ein bisschen wilde Himbeere und auch Schlehe. Feine Würzigkeit ausstrahlend, samtige Dichte, und schon in der Nase poliertes Tannin. Haut Bailly 2015 hat kaum Ecken und Kanten, sondern einfach nur einen wunderschön geschliffenen Zug. Der Mund ist ein Ereignis in Feinheit. Haut-Bailly und auch Smith Haut Lafitte und Pape-Clément neigen sonst dazu, enorme Kraftbolzen zu sein. In 2015 ist das überhaupt nicht der Fall. Wir sind in einer extrem feinen, geschliffen tänzelnden Appellation unterwegs. Nur seidiges Tannin und schöne frische Säure, aber auch das ist perfekt eingebunden. Nichts schmerzt. Die Fassprobe ist schon genial und köstlich. Fein tänzelnd. Diese Geschliffenheit der Tannine ist wirklich überragend. Nein, wir haben hier eben keinen Wein zum Niederknien wie 2010 oder die etwas größere Rustikalität aus 2005, auch nicht dieses breite Dicke, das wunderschön Hedonistisch Fette aus 2009. Wir haben hier eine tänzelnd erhabene Primaballerina. Eine Schönheit, ein Wein, der dem Profi sowie dem Anfänger schmecken wird, weil es einfach nur schön, lang und anhaltend ist. Das Finale dann mit feinem Salz. Ganz am Schluss kommt dann doch feine, rote Kirsche mit der reifen Johannisbeere. Nicht ein Hauch Paprika und keinerlei grüne Elemente, einfach nur wunderschön, lang und köstlich zu trinken. Der Wein zeigt fast schon etwas burgundische Züge, wenn er nicht so deutlich von der Cabernet und von Johannisbeere geküsst wäre. Auf jeden Fall wunderbar großer Stoff. Best ever. 99-100/100

20
/20

Gerstl über: Chateau Haut Bailly

-- Gerstl: Véronique Sanders: 'Zum ersten mal in meinen Leben sage ich, der Regen hat die Ernte gerettet. Das gesamte Frühjahr war extrem trocken, wir hatten halb so viel Regen wie in Durchschnitt der Jahre. Glücklicherweise gab es im August doppelt so viel und danach wieder einen trockenen Herbst bis nach der Ernte.' Was für ein traumhaft schöner Duft, eine Duftwolke die edler nicht sein könnte, Frucht, florale Komponenten, Tabak, schwarze Trüffel, die Vielfalt ist unbeschreiblich. Ein Gaumenfluss wie Samt und Seide, die Tannine sind von einer Feinheit, die man sich fast nicht vorstellen kann, man spürt sie eigentlich gar nicht, dennoch hat der Wein Struktur, dann die überaus raffinierte Extraktsüsse, perfekt in der Balance mit traumhaft frischer Frucht, diesen Wein zu probieren ist die Sinne berauschendes Erlebnis, was für eine unglaubliche Delikatesse, eine grosser burgundischer Bordeaux. 20/20

98+
/100

Jeb Dunnuck über: Chateau Haut Bailly

-- Jeb Dunnuck: The 2015 Haut Bailly checks in as a blend of 60% Cabernet Sauvignon, 36% Merlot and 4% Petit Verdot that comes from the gravelly soils of the Graves region, just southeast of Bordeaux. It’s an incredibly beautiful, classy 2015 that offers a sexy bouquet of crème de cassis, lead pencil shavings, tobacco leaf, and exotic spices. Deep, full-bodied, and voluptuously textured, with ultra-fine tannin and building richness that never takes away from its incredible elegance and purity, it’s another heavenly 2015 that’s going to benefit from 4-5 years of bottle age and just sing for 2-3 decades. Hats off to winemaker Véronique Sanders – this might end up rivaling the out of this world 2009. 98+/100

98–99
/100

Suckling über: Chateau Haut Bailly

-- Suckling: This is a vivid and powerful red with lots of bright fruit and spice character. Full body, chewy tannins and loads of fruit on the finish. Firm and focused tannins. Lots of energy and vibrance. Spice and violet leaf undertone. Pure fruit. Pure structure. 98-99/100

98
/100

Decanter über: Chateau Haut Bailly

-- Decanter: The aromatic complexity of this wine strikes you from the very first moment - this has got to be one of the greatest Haut Baillys I have ever tasted. The 2015 has a touch of Petit Verdot for the first time (not including the mixed fruit from the century-old grapevines that Haut Bailly always uses), from three year old vines. This has a balance and grip that lifts from underneath the fruit, with incredibly precise tannins. Slate, pencil lead and curls of tobacco lead the persistent waves of flavour coming at you, expressing a lightness than deceives you until you feel the layers begin to deftly build up over the course of the tasting. This is utterly delicious, showing all the complexity that you expect from a great wine, together with the supreme confidence that they don't need to trick you with a push of oak (they use 50% new barrels). 98/100

97+
/100

Parker über: Chateau Haut Bailly

-- Parker: Composed of 60% Cabernet Sauvignon, 36% Merlot and 4% Petit Verdot, the deep garnet-purple colored 2015 Haut-Bailly offers up a tantalizingly savory nose of smoked meats, chargrill, tapenade, unsmoked cigars and black truffles with a core of black currants, black cherries and wild blueberries plus wafts of iron ore and bouquet garni. Medium to full-bodied, very firm and yet wonderfully plush with a powerful core of fruit—this vintage is truly an iron fist in a velvet glove. The finish goes on and on with persistent earthy/minerally notes and savory/sweet fruit. Although it is tempting and indeed delicious right now, the wine still possesses many restrained layers and should handsomely reward the patient. 97+/100

97
/100

International Wine Report über: Chateau Haut Bailly

-- International Wine Report: The 2015 is one of the most compelling wines from the vintage. The blend consists of 60% Cabernet Sauvignon, 36% Merlot and 4% Petit Verdot. It opens to seductive aromatics of ripe blackberries, dark cherries and blueberries which come together with spring florals, tobacco and wonderful mineral nuances, all soaring from the glass. This possesses a medium-plus body with incredible balance and poise. It remans beautifully concentrated, with remarkable overall depth and focus, as it shows a wonderful combination of freshness and minerality leading up the ultra-long, opulent finish. A simply fascinating wine from Haut-Bailly which will absolutely thrive in the cellar for decades. 97/100

97
/100

Galloni über: Chateau Haut Bailly

-- Galloni: Once again, I am absolutely stunned by how vivid the 2015 Haut-Bailly is. Bright, red-toned fruit and floral overtones convey freshness. Deep and unctuous in the glass, with tremendous concentration, the 2015 has more than enough clout to age well for several decades. It will need at least a few years in bottle to be truly enjoyable. 97/100

19
/20

Gabriel über: Chateau Haut Bailly

-- Gabriel: 60 % Cabernet Sauvignon, 36 % Merlot, 4 % Petit Verdot. Sattes Purpur-Granat, lila Schimmer aussen. Florales, tiefwürziges Bouquet, schwarze Pfefferkörner, Brombeeren, etwas Frisches schwingt mit in Form von Fliedernuancen. Im zweiten Ansatz Edelhölzer in verschwenderischer Form und dann greift er definitiv in die Tiefe mit Trüffel, Rauch und Teernuancen. Grossartiger Gaumen mit einer perfekten Adstringenz, blau bis schwarzbeerig aber auch in sich verlangend und trocken, also mit sehr klassischen Anlagen. Kein Frühzünder und somit ein barocker Haut-Bailly der schier alten Schule mit dem heutigen Know-How. Wir verkosteten auch den Zweitwein, den La Parde und hier hat man deutlich gemerkt, dass eine gnadenlose Separation der nicht ganz ausgereiften Tannine und dem zu verdünnenden Cabernet Franc gemacht wurde. Wer nicht warten kann, soll die Finger davon lassen. 19/20

19
/20

Vinum über: Chateau Haut Bailly

-- Vinum: Einzigartige, superbe, vielschichtige Aromatik von Blumen und Kräutern, von absoluter Harmonie, exquisiter Frische und immenser Länge, erstklassiges Tannin mit Schliff. 18/20

Mein Winzer

Haut Bailly

Bis vor kurzer Zeit wurde es von seinem Sohn Jean bewirtschaftet, dem dann seine Enkelin Véronique folgte, die sich ebenfalls dem traditionellen Stil der Weinbereitung verpflichtet fühlt. Neuer Wind und der Sprung ins qualitative Oberhaus kam aber erst mit der Übernahme durch die Enkelin Veronique.