Lobenberg: Biodynamisch zertifiziertes Weingut von Alain Moueix, der hier mit seiner Familie lebt und arbeitet. Einer der Vorkämpfer der Biodynamie wie z.B. auch Monsieur Valette auf Clos Puy Arnaud, dem besten Erzeuger in Castillon. Fonroque hat bestes Terroir an der Grenze Richtung Pomerol, „argile bleu“ mit Kieseln und Sand, prädestiniert für Feinheit und Eleganz und ideal geeignet bei schwierigen klimatischen Bedingungen. Vor Jahren belächelt sind nun die besten Biodynmiker auch qualitativ beständig ganz oben. Die Qualität eines Weines entsteht nun mal im Weinberg, und da ist neben großartigem Terroir die Gesundheit der Böden (Lebewesen) und der Reben entscheidend, „von nix kommt nix“ sagen wir dazu hier im Norden. Der Wein duftet nach süßem schwarzen Cassis und Brombeere, intensiv, dicht, süße Erde darunter, schwarze Kirsche, Schokosouffle und Mon Chéri. Charmant und dicht zugleich. Im Mund setzt sich diese enorm hohe Dichte fort. Gute Konzentration ohne überextrahiert zu sein. Erstaunlich schöner, schwarzfruchtiger Wein. Cassis, schwarze Kirsche, dunkle Erde, dunkle Pralinen, Valrhona Schokolade. Der Wein ist noch ganz leicht bitter vom neuen Holz, das Tannin ist üppig, dicht und samtig. Er hat auch eine gewisse Trockenheit vom Ausbau im komplett neuen Holz. Der Wein hat trotzdem einen schönen saftigen, hochintensiven Trinkfluss mit langem, leicht salzbeladenem Nachhall. Im Abgang dann auch ein wenig gelbe Frucht neben der konzentrierten schwarzen Kirsche. Brombeere und süße rote Kirsche neben Cassis und roter Johannisbeere rollen mit Salz wieder hoch. Überaus stimmiger und balancierter Wein, mit toller Intensität und zugleich Feinheit. Fonroque 2011 hat einem Hang zur Größe. Sehr eindrucksvoll. Seit 2009 ist Fonroque im stetigen Aufwind und der 2011er ist womöglich nicht der schwächste der drei großen Weine. Das Ende der Fahnenstange ist hier noch nicht erreicht, hoffen wir, dass der Wein preislich so interessant bleibt. 93-94+