Chateau Durfort Vivens 2eme Cru 2021

Durfort Vivens

Chateau Durfort Vivens 2eme Cru 2021

BIO

96–97+
100
2
Cabernet Sauvignon 97%, Merlot 3%
5
rot, trocken
Trinkreife: 2029–2066
Verpackt in: 6er OHK
9
voluminös & kräftig
tanninreich
3
Lobenberg: 96–97+/100
Vinum: 20/20
Revue du Vin de France: 94–96/100
Suckling: 94–95/100
Yohan Castaing: 93–95/100
Galloni: 93–95/100
Gerstl: 19+/20
6
Frankreich, Bordeaux, Margaux
7
Allergene: Sulfite
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chateau Durfort Vivens 2eme Cru 2021

96–97+
/100

Lobenberg: 97 Prozent Cabernet Sauvignon, drei Prozent Merlot. Extreme Finesse in der Nase. Rauch, immer geradeaus, geflämmtes Fleisch, helle Lakritze und schwarze Kirsche. Schon in der Nase Tränen in die Augen treiben ob seiner Pikanz. Leichte Chilischärfe. Im Mund Sauerkirsche und rote Johannisbeere, sehr frische Waldhimbeere dazu. Hochintensiv. Das Tannin ist total poliert, aber sehr spürbar. Große Länge, Salz und Chilischärfe im Finale. Ein sehr komplexer und vielschichtiger Margaux. Nicht deutlich besser als der zuvor probierte Ferrière, sondern einfach nur sehr anders. Völlig andere Ausprägung, aber ein erstaunlich guter, hochklassiger Wein aus der Appellation Margaux. 96-97+/100 *** Ein biodynamisches Weingut im Herzen der Appellation Margaux von Gonzague Lurton, dem Ehemann von Claire Villars-Lurton, die Château Haut-Bages Libéral, Château Ferrière und Château Gurgue führt. 62 Hektar mit tiefen Kiesböden, Sand und Lehm. Hier wurde in den letzten Jahren fast brutal investiert. Im Weinberg Dichtpflanzung, im Keller Betonamphoren. Die Trauben werden komplett entrappt und die Beeren dann nicht angequetscht, sondern als ganze Beeren in die spontane Vergärung gegeben. Lange Vergärdauer auf den Schalen von über drei Wochen. Dann wird mehr oder weniger nur der Free Run Juice verwendet. Also kein hartes Pressen, um keine harten Tannine aus den Kernen zu extrahieren. Der Ausbau geschieht für 18 Monate zu 70 Prozent im neuen Holz und zu 30 Prozent in Betonamphoren. Durfort-Vivens hat sich seit 2015 und 2016 dramatisch dorthin entwickelt, wo es von seiner Klassifikation hingehört. Heute ist das Château sicherlich ein würdiger Deuxième Cru. *** Wie in den meisten Regionen Europas lautet der Tenor auch in Bordeaux »2021 - zurück zur Klassik!«. Nach mehreren warmen Jahren in Folge kommt 2021 hier mit genialer kühler Eleganz und niedrigen Alkoholwerten um die Ecke. Sehr schick, fein, dabei aber auch so spannungsgeladen – ein absolutes Traumjahr für Finesse-Trinker. Die Weine zeigen viel aromatischen Fruchtdruck bei wirklich reifer Tanninstruktur durch die längere Vegetationsperiode. Ein großes Aufatmen unter allen Winzern, denn das Ergebnis ist quasi die Entschädigung für die harte Arbeit im Weinberg, die die Natur von Anfang bis Ende des Jahres von allen Beteiligten abverlangt hat. Hohe Niederschläge zu Beginn des Jahres, was gleichzeitig aber auch ein Segen für die trockenen Böden war. Dann nochmal ein Temperaturtief im April, schon nach dem Austrieb. Das Bordelais hat es aber nicht ganz so hart getroffen, die Frostschäden waren hier im Mittel nicht so verheerend wie in anderen Teilen Frankreichs, deshalb sind die Erträge insgesamt doch noch zufriedenstellend. Der Merlot ist außerordentlich edel, mit bemerkenswert konzentrierter Frucht, während der Cabernet unglaublich intensiv und frisch ist, was dem Jahrgang große Eleganz verleiht. Vielleicht in einer Reihe mit 2008, 2012 und 2014 mit seinen jung schon so verführerisch zugänglichen Weinen, die aber auch noch eine lange Zukunft vor sich haben.

Jahrgangsbericht

Nach einem erneut eher milden Winter kamen Austrieb (März) und Blüte (Mitte Mai) wieder recht früh in 2020. Es folgte ein warmer Sommer, der aber weniger extreme Hitzespitzen wie 2019 und 2018 hatte und vor allem durch kühlere Sommernächte eine robuste Säurestruktur erhalten konnte. Häufig wird vergessen, dass Hitze und vor allem Trockenheit nicht nur die Zuckerentwicklung, sondern auch die Säuren und Gerbstoffe durch niedrige Erträge und dicke Beerenschalen aufkonzentrieren. Dieser mediterrane Powersommer hat dem Burgund Mitte August den frühsten Lesestart seit 2003 beschert, dennoch wurden die vollen 100 Tage Reifezeit nach der Blüte erreicht bis zur Lese. Aufgrund der sehr trockenen Verhältnisse waren die Trauben weitgehend kerngesund und vollreif – Fototrauben soweit das Auge reicht! Wohingegen an der Côte de Beaune fast durchschnittliche Mengen Chardonnay geerntet werden konnten, war der Ertrag beim Pinot Noir an der gesamten Côte d’Or durch die winzige Beerengröße geringer noch als im Vorjahr 2019. Die Chardonnays betören mit dem selben imposanten Fruchtdruck und einer Power wie 2019. Sie wirken allerdings schlanker und feiner, auch aufgrund von lebhafteren Säuren, die eher an 2017 denken lassen. Es ist mit 2014 und 2017 ziemlich sicher das beste Weißweinjahr der letzten 10 Jahre. Die Balance der weißen 2020er ist herausragend! Die Pinot Noirs sind etwas weniger einheitlich balanciert. Je nach Terroir und Erntezeitpunkt, changieren sie zwischen bestechender Eleganz, Kühle und Finesse bis hin zu gewaltiger, mediterraner Struktur mit hoher Reife bis hin zur Überreife in einigen Fällen. Die topgesunden Beeren waren dickschalig, klein und kernig und gaben nur widerwillig ihren hochkonzentrierten, hochintensiven Saft preis. Die Fruchtfülle und das Parfüm der roten 2020er ist gewaltig, wie dichte Wolken aus Waldfrüchten und dunkler Kirsche schiebt es tieffarbig und reich aus dem Glas. Die Konzentration ist berauschend, die besten 2020er stellen die exzellenten Vorjahre sogar noch in den Schatten – in der Spitze war absolute Weltklasse möglich in diesem Blockbusterjahr. 2020 ist ein beeindruckendes und großes Jahr, das bei den Top-Domaines mit zum besten zählt, was es in den letzten Jahrzehnten gab. Zurücklehnen und genießen mit den verführerischen Pinots und sich mitreißen lassen von den berauschenden Chardonnays. Die erneut kleinen Erträge und der harte Frost in 2021 erzeugen weiter Mengendruck auf das Burgund und die besten 2020er werden schnell rar und gesucht sein.

20
/20

Vinum über: Chateau Durfort Vivens 2eme Cru

-- Vinum: Superbe, betörende Aromatik von Blüten und Beeren, mineralische Noten; entwickelt gemächlich unerhörte Tiefe, dank der schieren Klasse der mineralisch-seidigen ungemein feinkörnigen Gerbstoffe, der immensen Dichte und ewigen Länge; der reine Ausdruck von Beere und Terroir - herrlich. 20/20

94–96
/100

Revue du Vin de France über: Chateau Durfort Vivens 2eme Cru

-- Revue du Vin de France: With a blend that relies on 97% of Cabernet Sauvignon, a third of which has been matured in earthenware vessels, this has good definition with a fine, polished texture. Vibrant fruit flows across the palate, making for a lingering finish. 94-96/100

94–95
/100

Suckling über: Chateau Durfort Vivens 2eme Cru

-- Suckling: A very focused red, showing blackberry, blueberry and currant aromas and flavors, together with bark. It’s full and layered with lots of fine tannins that give this wine a velvety texture. 97% cabernet sauvignon and 3% merlot. From biodynamically grown grapes with Demeter certification. 94-95/100

93–95
/100

Yohan Castaing über: Chateau Durfort Vivens 2eme Cru

-- Yohan Castaing: Durchgeführte Assemblagen. Durfort-Vivens 2021 ist eine Mischung aus 97% Cabernet Sauvignon und 3% Merlot, dem höchsten Cabernet-Anteil des Weinguts, und bietet ein elegantes, schneidiges und frisches Bouquet von Veilchen, Rosen, schwarzen Kirschen und frischen dunklen Früchten. Sehr charmant. Sehr schönes Mundgefühl mit strukturierenden, aber eleganten Tanninen, einer minzigen und mineralischen Frische und einem eleganten, luftigen aromatischen Nachhall. Ein sehr delikater Wein mit einem herrlichen Fruchtglanz und einer wunderbaren Körnung. Schönes Lagerpotenzial. (Übersetzt mit DeepL) 93-95/100

93–95
/100

Galloni über: Chateau Durfort Vivens 2eme Cru

-- Galloni: The 2021 Durfort-Vivens offers a compelling mix of Cabernet aromatics and notable textural richness. There's tremendous weight, depth and intensity here. Blueberry, lavender, sage, mint and tobacco come together in this potent, deeply structured Cabernet. Inky red fruit, blood orange, mint and exotic spice linger on the substantial finish. Yields were 32 hectoliters per hectare, which is about average, and certainly far better than other vintages where mildew has been a threat, most notably 2018. This is a strong showing from Gonzague Lurton. I should note that Lurton also made his new parcellaire wines, but those aren't shown or sold en primeur, hence their exclusion in this report. 93-95/100

19+
/20

Gerstl über: Chateau Durfort Vivens 2eme Cru

-- Gerstl: Atemberaubende Noblesse und Eleganz, aber auch einen unbeschreiblichen Tiefgang erwartet den Geniesser dieses Weines. Herrlich wie die Terroiraromen hier wunderschön zum Tragen kommen - sehr schöne Graphitaromatik, Trüffel und deliakte Kräuteraromen. Beeindruckende Aromenvielfalt und Dichte von schwarzer und roter Frucht - gegenüber dem Ferrière noch etwas mehr Komplexität. Am Gaumen baut sich von Anfang an ein gewaltiger Druck auf. Hier kommt eine Welle von Kirsche, Brombeere, Cassis, Heidelbeere, Brombeere, Johannisbeere und Himbeere auf einen zu. Trotz dieser Fülle wirkt alles so unglaublich firsch und zart - elegant und feingliedrig. Die raffinierte Säure gibt dem Wein eine derart genüssliche Saftigkeit, dass man mit allen Sinnen darin eintauchen möchte. Sehr langes und tänzerisch aromatisches Finale mit vielen Kräuteraromen. Ich überlege mir sogar die 20 Punkte zu vergeben. 19+/20

Mein Winzer

Durfort Vivens

Wenn man über die Historie des Deuxieme Cru Chateau Durfort-Vivens nachdenkt, kann man die Geschichte als sehr lang oder auch sehr kurz bezeichnen. Das kommt wie immer auf den Blickwinkel an: Bereits im 11. Jahrhundert von der Familie Durfort gegründet könnte man bei diesem Weingut eine lange und...