Doyac

Chateau Doyac Cru Bourgeois Supérieur 2020

BIO

strukturiert
pikant & würzig
saftig
96–97+
100
2
Merlot 85%, Cabernet Sauvignon 15%
5
rot
14,5% Vol.
Trinkreife: 2027–2047
Verpackt in: 12er OHK
3
Lobenberg: 96–97+/100
Gerstl: 19+/20
Forbes: 94–96/100
6
Frankreich, Bordeaux, Haut Medoc
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chateau Doyac Cru Bourgeois Supérieur 2020

96–97+
/100

Lobenberg: Château Doyac ist ein ganz kleines Weingut mit wirklich extrem arbeitenden Besitzern, im Grund so eine Art zweites Clos Manou. Spezielles Terroir mit reinstem Kalkstein, deshalb auch die spezielle Ausrichtung mit so viel Merlot, was sehr untypisch für das Médoc ist. Der Weinberg ist dichtgepflanzt mit 7.000 Pflanzen pro Hektar, der Ertrag liegt bei 40 Hektolitern. Das heißt pro Stock deutlich weniger als ein Kilo aus kleinen stammnahen Träubchen. Der Untergrund besteht überwiegend aus Kalkstein mit einer geringen Lehmauflage. Doyac ist 28 Hektar groß und arbeitet komplett Demeter zertifiziert in Biodynamie. Die Weinstöcke sind im doppelten Guyot erzogen, die Ernte geschieht händisch und mechanisch mit einer Nachsortierung sowie einer optischen Lasersortierung nach dem Entrappen. Also es kommen nur top Beeren in die Vergärung, völlig clean. Die Fermentation erfolgt innerhalb von 15 Tagen bei rund 26 Grad im Inox-Stahl, temperaturreguliert. Der Ausbau dann für gut 12 Monate im Holz, davon 25 Prozent neues Holz. Es werden knapp 100.000 Falschen erzeugt. Die Önologen sind der berühmte Eric Boissenot, der viele berühmte Premier und Deuxième Cru im Médoc berät und dessen Mitarbeiter Marco Balsimelli. Das Rebalter ist ungefähr 25 Jahre alt. Komplette Entrappung und als Biodynamiker natürlich spontan vergoren. Doyac liegt direkt neben der Appellation Saint-Estèphe, etwas im Süden davon. In Bordeaux gab es 2020 eine unglaubliche Regenmenge im Frühjahr. Während der frühen, aber perfekten Blüte, blieb es zwei Wochen lang trocken, direkt danach gab es wieder Regenfälle. Von Mitte Juni bis Mitte August fiel dann allerdings kein einziger Tropfen Regen mehr. Bei Sandböden war das ein Desaster – die Reben bekamen Trockenstress. Bei Lehmböden, wie wir sie in den besten Lagen des Médoc und Pomerol haben, oder auf reinem Kalkstein, wie oft in Saint-Émilion, war das überhaupt kein Problem. Am linken Ufer fielen dann Mitte August circa 80 Millimeter Regen. Ende August nochmal 15 Millimeter. Danach war es den ganzen September über trocken. Also ziemlich perfekte Bedingungen für hervorragendes Terroir, perfekte Bedingungen für hohe Reife und satte Tanninwerte, bei recht moderater Säure. Doyac ist seit einigen Jahren auf dem Run. Wir haben ihn vor einigen Jahren auf Empfehlung von Jean-Marc Quarin, dem angesagtesten französischen Weinjournalisten, entdeckt. Auf diesen Wein war ich besonders gespannt. Sehr feine Nase. Schwarze Kirsche, reif, aber nicht überreif. Einfach nur schick, glatt und definiert. Toller Mundeintritt, kühler Trinkfluss, gutes Extrakt, ohne bitter zu sein. Sehr fein, sehr schwarzfruchtig und strukturiert. Die Lakritze ist fein, die dunkle Schokolade. Nichts ist zu üppig, nichts ist zu fett. Der Wein ist so extrem gut strukturiert. Lecker, balanciert, voller Harmonie. Kein ganz großer Wein, aber ein Haut-Médoc, wie man ihn sich in diesem Preisbereich im Grunde nicht besser vorstellen kann. In der Liga von du Retout und Haut-Maurac. In der Verfolgerspur vom Superstars Carmenere und Clos Manou. Alles passt, wunderbar! 96-97+/100

19+
/20

Gerstl über: Chateau Doyac Cru Bourgeois Supérieur

-- Gerstl: Ob es an der biodynamischen Bewirtschaftung liegt, kann ich nicht sagen, aber der Doyac duftet einfach so unglaublich herrlich nach Natur, nach Terroir und nach Vielfalt. Ebenso strahlt er einen einnehmenden Tiefgang aus. Delikat floral geprägtes Bouquet mit viel Kirsche, Himbeere und Erdbeere dazu feinwürzige Aromen. Die perfekt gereifte Frucht strahlt wie die Sonne aus dem Glas. Welch beeindruckente Kraft und Wucht am Gaumen. Explosiver fruchtiger Auftakt am Gaumen mit sehr viel Frische und einer energiebeladenen Saftigkeit. Hier kommt nochmals das ganze Aromenspektrum voll zur Geltung, aber auch die Raffinesse, welche im Doyac 2020 steckt. Zarte Tannine und eine ebenso geniale Säure bilden die perfekte Struktur für diesen Wein. Seine gewaltige Länge ist genauso beeindruckend wie die bis ins Finale reichende Aromenfeuerwerk, welches schlussendlich würzig und zart salzig endet. Ein komplexer und gleichzeitig so unbeschreiblich genüsslicher Doyac. 19+/20

94–96
/100

Forbes über: Chateau Doyac Cru Bourgeois Supérieur

-- Forbes: This biodynamic wine includes flavors of a dark chocolate slab and rich cherries mid palate. Flavors are rich, with silky tannins, and well-integrated acidity. A dark beauty. Pleasant acidity, mild cherries and mint on the finish. Consider pairing with foie gras or roasted duck. 94-96/100

Mein Winzer

Doyac

Château Doyac ist ein kleines, biodynamisches Weingut direkt an der nördlichen Grenze zu Saint Estephe mit wirklich extrem arbeitenden Besitzern. Im Grunde so eine Art zweites Clos Manou in der Perfektion, vielleicht nicht ganz so extrem im niedrigen Stockertrag, aber dazu kommt hier noch der...