Chateau Clos Dubreuil Grand Cru

Clos Dubreuil

Chateau Clos Dubreuil Grand Cru 2016

voluminös & kräftig
tanninreich
98+
100
2
Merlot 85%, Cabernet Franc 15%
5
rot
15,0% Vol.
Trinkreife: 2025–2060
Verpackt in: 6er OHK
3
Lobenberg: 98+/100
Gerstl: 19+/20
6
Frankreich, Bordeaux, Saint Emilion
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chateau Clos Dubreuil Grand Cru 2016

98+
/100

Lobenberg: Das ist das zweite, absolute angesagte Weingut der Familie Trocard in Saint Emilion. Der Wein steht auf dem Kalksteinplateau oberhalb von Fombrauge, direkt oben auf der Kuppe. Benoit Trocard wohnt dort persönlich, es gibt täglichen Kontakt zu den Reben. Nur 7 Hektar. 100% Kalkstein. Alte Reben, er kaufte das Ganze Hektar für Hektar alte Reben. 85% Merlot und 15% Cabernet Franc. Der Ansatz ist allerdings ein total anderer wie bei Clos de la Vieille Eglise in Pomerol. Hier verwendet Benoit doch einen großen Anteil neuen Holzes (70%). Die Weine haben aber auch dementsprechend viel Power und Säure hier oben. 2015 war ich etwas misstrauisch, weil das Holz doch ziemlich deutlich war. 2016 mit dieser noch strammeren Säure, dieser größeren Frische, saugt es das Holz förmlich weg. Die Nase hat gar keine Prägung davon, sondern kommt mit einer wunderschönen, dichten, reifen Johannisbeer-Himbeer-Mischung daher. Darunter Zwetschge, feine Sauerkirsche, auch ein bisschen gelbe Frucht. Ätherisch, duftig, fein, schwebend, fast erhaben. Im Mund satter Druck. Schwarze und rote Frucht. Viel Zwetschge, aber auch wieder diese Johannisbeere/Kirsch/Himbeere-Mischung. Sehr wuchtig aber völlig unsüß, komplett durchgegoren, kein einziger Hauch Marmelade. Das ist ein ultrafeiner, schicker, delikater Wein, der aber doch gleichzeitig unheimlich viel Power hat. Das ist ein kleines Monster. Ein Blockbuster und trotzdem ultrafein. Ich würde ihm locker 10 Jahre geben, bis ich ihn öffnen würde. Vielleicht sogar länger. Ein Wein für viele, viele Jahrzehnte des Reifens. Alle 2016er können meines Erachtens unheimlich altern. Auch der Clos de la Vieille Eglise aus gleichem Haus kann locker viele Jahrzehnte weggelegt werden. Dieser Clos Dubreuil muss es sogar, denn für die nächsten 10 Jahre hätte er mir einfach zu viel Dampf, obwohl er auch so fein ist, dass man ihn dereinst problemlos trinken wird, und eine ganze Flasche auch alleine leer bekommt. Ein super delikater Power-Saint-Emilion. Das ist mindestens so gut wie 2015. Über die lebendige Frische und Präzision vielleicht noch einen Hauch besser, denn 2015 war vielleicht dezent voluminöser. 98+/100

19+
/20

Gerstl über: Chateau Clos Dubreuil Grand Cru

-- Gerstl: Auch der strahlt zuerst einmal Eleganz und Noblesse aus, ein traumhaft sinnlicher Duft, total auf der frischen Seite. Ein Traum auch am Gaumen, die Frische ist schlicht sensationell, die Konzentration wie immer enorm, aber die Frische macht ihn eine Spur schlanker als in früheren Jahren, das steht ihm sehr gut, hat nicht ganz den Charme des beinahe überirdischen Clos de la Vieille Eglise, aber es ist zumindest einer der elegantesten Clos Dubreuil. 19+/20

Mein Winzer

Clos Dubreuil

Clos Dubreuil als Garagenweingut zu bezeichnen wäre fast noch übertrieben.

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