Chateau Certan de May 2019

Certan de May

Chateau Certan de May 2019

Holzkiste

voluminös & kräftig
seidig & aromatisch
tanninreich
97–99
100
2
Merlot 65%, Cabernet Franc 30%, Cabernet Sauvignon 5%
5
rot
14,5% Vol.
Trinkreife: 2029–2068
Verpackt in: 3er OHK
3
Lobenberg: 97–99/100
Suckling: 97/100
Weinwisser: 96–98/100
6
Frankreich, Bordeaux, Pomerol
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chateau Certan de May 2019

97–99
/100

Lobenberg: Ein Weingut der Familie May, die im Mittelalter von Schottland nach Frankreich gezogen ist und per königlichem Dekret im 16. Jahrhundert als Dank für ihre königlichen Dienst diese Domaine erhalten hat. Die erste Weinproduktion fand im 18. Jahrhundert statt. Bis 1925 war das Château im Familienbesitz der May de Certan und ging dann an die Familie Barreau. Certan de May liegt auf dem Zentralplateau in direkter Nachbarschaft von Vieux Château Certan und La Fleur-Pétrus. Also vom Potenzial eines der feinsten Terroirs überhaupt. Das Weingut wird heute vom Direktor und Mitbesitzer Jean-Luc Barreau geleitet. Als führender Berater ist seit 2013 Jean-Claude Berrouet engagiert, der auch leitender Önologe für Château Pétrus ist. Das Weingut besteht nur aus 5,5 Hektar auf Lehm- und tiefen Kiesböden. Also nicht ganz so kiesig Cabernet-lastig wie der Nachbar Vieux Château Certan. Etwas tiefere Böden, etwas tiefere und würzigere Weine. 2019 besteht der Wein aus 65 Prozent Merlot, 30 Prozent Cabernet Franc und fünf Prozent Cabernet Sauvignon. Daran sieht man, dass die Weine vom Kies, die Cabernets, in 2019 besonders gut gelungen sind. Die klassische Machart bei Moueix: Komplette Entrappung, Laser gesteuerte Auslese, dann die Vergärung in temperaturregulierten Betontanks. Der Ausbau geschieht in Barriques, davon ein Drittel Neuholz. Die Nase verblüfft etwas. Pumpernickel, dick beschmiert mit Butter, Pflaumenmus und Himbeermarmelade. Zum Reinbeißen schön… Hochintensiv – die Cabernet lässt grüßen. Reif und trotzdem frisch und strukturiert. Sehr viel Würze, leichte Pimentpfeffrigkeit. Im Mund extrem rotfruchtiger Druck. Bildhübsche, feine Tannine, samtig, dicht und reich. Alles schiebt mit Himbeere, süßer roter Kirsche, Sauerkirsche und Schlehe. Tolle Frische ausstrahlend, auch sehr viel Wucht, üppig. Das ist eine Steigerung von 2018 in noch mehr Dichte und noch mehr Üppigkeit. Aber vor allen Dingen eine geniale Frische hintenraus. Eine rote Wucht. Im Grunde das Gegenstück zum zuvor probierten Latour à Pomerol, der einfach eine schwarze Wucht war. Hier haben wir das Ganze auf rot gedreht. Auch dieser Wein braucht zehn Jahre Zeit. Ich glaube zwar nicht, dass er in der Feinheit mit dem Nachbarn Vieux Château Certan mitkommt, weil hier auf Certan de May auch durchaus ordentlich gepowert wird. Durchaus hohe Konzentration zeigend. Etwas extrahiert, aber ein ziemlicher Kracher. Die Feinheit der Tannine und die Balance machen ihn dann letztlich zu einem großen Wein. Extrem schöner Pomerol, aber lange weglegen. 97-99/100

97
/100

Suckling über: Chateau Certan de May

-- Suckling: Tar and dried tobacco with black cherries and blackberries. Stones, too. It’s medium-to full-bodied with a solid core of fruit and a flavorful finish. Really tightly wound. Try after 2026. 97/100

96–98
/100

Weinwisser über: Chateau Certan de May

-- Weinwisser: Undurchsichtiges Purpur mit schwarzer Mitte. Delikates Bouquet von getrockneten Pflaumen, Schattenmorellensaft und Eisenkraut. Im zweiten Ansatz frischer Oregano und mediterrane Macchianoten, die an einen Supertuscan erinnern. Am konzentrierten Gaumen mit einem massiven Tanninkorsett, fleischigem Extrakt und perfekt balancierter Rasse. Im aromatischen Finale ein nicht enden wollendes Feuerwerk aus tiefgründiger Mineralik und blauen Beeren. Das ist ein monumentaler Certan-de-May, der deutliche Parallelen zum 2010er aufzeigt. 19/20 96-98/100

Mein Winzer

Certan de May

Auf der höchsten Erhebung von Pomerol in allerbester Lage zwischen Petrus und Vieux-Chateau-Certan befinden sich die fünf Hektar Weinberge von Certan de May. Seit die Eigentümerin Madame Barreau-Badar und ihr Sohn Jean Luc 1974 die Weinbereitung bis ins kleinste Detail selbst in die Hand genommen...