Bernhard Huber

Chardonnay Bienenberg Großes Gewächs trocken 2019

Limitiert

voll & rund
mineralisch
fruchtbetont
97+
100
2
Chardonnay 100%
5
weiß
12,5% Vol.
Trinkreife: 2022–2042
Verpackt in: 6er OHK
3
Lobenberg: 97+/100
Lobenberg in Wiesbaden: 98–100/100
6
Deutschland, Baden
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chardonnay Bienenberg Großes Gewächs trocken 2019

97+
/100

Lobenberg: Der Wein wird als Ganztraube auf einer Spindelpresse gepresst. Dadurch bekommt er eine leichte Phenolstruktur von den Schalen. Die spontane Vergärung und der Ausbau erfolgen komplett im Barrique, davon ein kleiner Anteil neues Holz, überwiegend zweite und dritte Belegung. Dunkelwürzige, geheimnisvolle Nase, die sich im Oszillographen zwischen reduktiver Spannung und oxidativer Würze bewegt. Herbe Birnenschale, Walnuss, milde Zitrusfrucht, Amalfizitrone, Waldmeister, fast leicht ins balsamische abdriftend, dann wieder von reduktivem Zug eingefangen. Fest, komplex und fesselnd! Karge Hochlage von Meursault trifft John Kongsgaards Würze. Schöne grünliche Reflexe im kristallinen Fruchtausdruck. Lang und druckvoll, mit präziser, aber total reifer Säurestruktur. Der Wein bleibt auch am Gaumen voller Geheimnisse, ist dabei aber nicht so extrem auf der reduktiven Seite wie in einigen Vorjahren, es wirkt feiner austariert, ausgewogener, komplexer und griffiger in der Textur. Die Festigkeit kommt aus herbsaftigen, unglaublich reifen Gerbstoffen, die den Wein nahtlos einrahmen und in große Länge tragen. Trinkt sich wunderbar, wirkt zwischenzeitlich fast ungewöhnlich angänglich für einen Huber-Chardonnay. Wenn da nicht auch dieses geheimnisvolle Spiel aus dunkelwürzigen, fast tabakigen Elementen und der hellsalzigen Mineralität wäre, was dem Wein eine gewisse Profundität bei gleichzeitiger Leichtigkeit verleiht, wie sie nur die wirklich großen Chardonnays der Welt haben. Ein enormer Wein, mit dem ich mich über einen ganzen Abend beschäftigen könnte und ihn im momentanen Stadium doch nur ansatzweise erschließen könnte. Absolut genial, Julian hat hier nochmal einen Step in Richtung Malterdinger Eigenständigkeit gemacht. Das ist Weltklasse. 97+/100

98–100
/100

Lobenberg in Wiesbaden über: Chardonnay Bienenberg Großes Gewächs trocken

-- Lobenberg in Wiesbaden: Naser Stein, grüne Walnuss, Steinobstkerne, Salbei. Brutal explosiver Mundeintritt, Orange mit Kumquat, grüner Pfirsich, Salz, Stein und so unglaublich viel Druck. Für Burgund fast zu straight, eher extrteme Hochlage aus Kalifornien, superb. 98-100/100

Mein Winzer

Bernhard Huber

Die Geschichte des Spätburgunder in Malterdingen begann vor über 700 Jahren, als die Zisterziensermönche die aus dem Burgund stammenden Reben dort pflanzten.