El Molar Garnacha 2021

Casa Castillo: El Molar Garnacha 2021

BIO

Zum Winzer

93+
100
2
Garnacha 100%
5
rot, trocken
15,0% Vol.
Trinkreife: 2023–2029
Verpackt in: 6er
9
pikant & würzig
strukturiert
fruchtbetont
3
Lobenberg: 93+/100
6
Spanien, Jumilla und La Mancha
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
El Molar Garnacha 2021

93+
/100

Lobenberg: Ungewöhnlich für Casa Castillo, Grenache aus Jumilla. Volltrauben-Vergärung mit Naturhefe, das erhält die Säure und gibt Mineralität, die zwei alkoholischen Rettungsanker für Grenache unter südlicher Sonne. Ausbau im gebrauchten 500-Liter-Tonneau. Das Ergebnis? Chateauneuf du Pape aus Jumilla. Tolle rote reife Frucht, Walderdbeeren, süße rote Kirsche, Balsamico. Im Mund reif und süßlich, dennoch weder fett noch marmeladig, die Mineralik verhilft ihm zu Frische und Ausdruck. Spannend. 93+/100

Jahrgangsbericht

Der Winter 2020/2021 brachte zwischen Dezember und März sehr viel Regen und Schnee, auch etwas Frost. Die Böden waren vor dem Austrieb der Reben mit ordentlichen Wasserreserven gefüllt – ein guter Start in den Jahrgang 2021. Die Blüte verlief bis auf kleine Verrieselungen ziemlich normal, kein Frost, kein Mehltau. Dann folgten nach einem trockenen Mai noch vor der Blüte große Regenmengen im Juni. Nach der Blüte begann ein sehr trockener, warmer, teils heißer Sommer. Hitze- und Trockenstress waren die Folge, die Reben machten ab Mitte August total dicht, um sich zu schützen. Die Beeren waren zu diesem Zeitpunkt dickschalig und kerngesund, Sorge bereitet aber die phenolische Reife, die durch den Stillstand der Reben nicht erreicht werden konnte. Dieses Phänomen gab es in allen Regionen der nördlichen Hälfte Spaniens, also in allen Topregionen. Von Anfang September bis zum 25. September gab es einige Tage satten Regen. Durch die neue Wasserversorgung setzten Photosynthese und Reifung sofort ein. Ab dem 25. September war es trocken, extrem sonnig und warm, nachts sanken die Temperaturen deutlich. Fünf traumhafte Wochen mit großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nach und hochintensiver Sonne folgten. Diese große Kühle, ja Kälte der Nächte, nach dem letzten Regen vom 25. September, gilt als der Schlüssel zu diesem großen, reifen und zugleich frischen Cool-Climate-Jahrgang. Das Ergebnis waren überall hochgesunde, dickschalige Beeren mit sattem Tannin und hoher Säure vor der Lese im Herbst. Die Weine sind weniger extremreif und immens als 2019, aber deutlich aromatischer und reifer als 2018, mit einer Frische, die ihresgleichen sucht.

Mein Winzer

Casa Castillo

Die 500 Hektar große Finca (250 Hektar Rebfläche) ist seit Generationen im Besitz der Familie Sanchez-Cerezo. Rund 14 % der Rebfläche besteht aus alten Monastrell-Pflanzungen (30 Jahre alte Reben).

El Molar Garnacha 2021