Reinsortige Albilla, autochton aus Manchuela, nicht zu verwechseln mit der Albilla Mayor aus Ribera del Duero. Beide Rebsorten gehören aber zu den Geheimtips der Weißweinszene Spaniens. Ich gebe zu, seit ich zur Hälfte in Spanien wohne, lerne ich jedes Jahr sooo viel dazu. Spanien ist heute eben nicht nur im Rotwein Weltklasse, hier in Spanien ist seit nunmehr fast 10 Jahren auch DER Hot Spot der weltweiten Weißweinzcene. Albilla ist im Grunde neben hoher Mineralität aus der extremen Terroirausdruckskraft sehr verspielt und zugleich aber erstaunlich komplex, dabei ätherisch und filigran, mit dem Holzeinsatz muss man etwas aufpassen, aber die hohe Mineralität balanciert das dann doch ziemlich gut. Diese uralten Reben stehen auf 2 Hochlagen Plots auf Granit und auf Kalkstein. Tolle salzige Mineralik und rassige Frische, die weit mehr aus der salzigen Mineralität denn aus Zitrusaromen besteht. Steinobst und Quitte, etwas Reineclaude nebst Zitronengras und eben viel Salz. Leichte Reduktion, das stützt hervorragend. Ausgebaut im 600 Liter Tonneau und etwas in 750 und 1000 Liter Holz, zum Teil neu. Dieses Holz wird in den nächsten Jahren beibehalten, der Neuholzanteil geht dann automatisch zurück. Muss einige Jahr im Flaschenlager verweilen bis das Holz komplett verarbeitet ist, und der Wein dann als eine Art strahlender Chassagne Montrachet aus dem Glas steigt. Großes Kino.