Malleolus Tempranillo 2021

Bodegas Emilio Moro: Malleolus Tempranillo 2021

Zum Winzer

94+
100
2
Tempranillo 100%
5
rot, trocken
14,5% Vol.
Trinkreife: 2025–2043
Verpackt in: 6er
9
voluminös & kräftig
fruchtbetont
3
Lobenberg: 94+/100
6
Spanien, Ribera del Duero
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Malleolus Tempranillo 2021

94+
/100

Lobenberg: Malleolus bedeutet im örtlichen Dialekt Weinberg. Dieser reinsortige Tempranillo von ungeheurer Wucht und Tiefe wird von den besten Lagen der Moros geerntet. Die Reben sind durchschnittlich über 50 Jahre alt, nur die Rebanlagen der extrem limitierten Sanchomartin und Valderramiro sind noch älter. Die Vergärung findet, ganz 'state of the art', in offenen Barriques statt, das Ergebnis ist beeindruckend: tiefes Schwarzrot, satte, tintige Waldbeerenaromen. Kraftvoll, satt, tanninreich und stark, aber gleichzeitig üppig weich am Gaumen. Er zeigt bereits auf, in welcher immens hohen Klasse die Malleolus-Weine von Emilio Moro spielen. 94+/100

Jahrgangsbericht

Der Winter 2020/2021 brachte zwischen Dezember und März sehr viel Regen und Schnee, auch etwas Frost. Die Böden waren vor dem Austrieb der Reben mit ordentlichen Wasserreserven gefüllt – ein guter Start in den Jahrgang 2021. Die Blüte verlief bis auf kleine Verrieselungen ziemlich normal, kein Frost, kein Mehltau. Dann folgten nach einem trockenen Mai noch vor der Blüte große Regenmengen im Juni. Nach der Blüte begann ein sehr trockener, warmer, teils heißer Sommer. Hitze- und Trockenstress waren die Folge, die Reben machten ab Mitte August total dicht, um sich zu schützen. Die Beeren waren zu diesem Zeitpunkt dickschalig und kerngesund, Sorge bereitet aber die phenolische Reife, die durch den Stillstand der Reben nicht erreicht werden konnte. Dieses Phänomen gab es in allen Regionen der nördlichen Hälfte Spaniens, also in allen Topregionen. Von Anfang September bis zum 25. September gab es einige Tage satten Regen. Durch die neue Wasserversorgung setzten Photosynthese und Reifung sofort ein. Ab dem 25. September war es trocken, extrem sonnig und warm, nachts sanken die Temperaturen deutlich. Fünf traumhafte Wochen mit großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nach und hochintensiver Sonne folgten. Diese große Kühle, ja Kälte der Nächte, nach dem letzten Regen vom 25. September, gilt als der Schlüssel zu diesem großen, reifen und zugleich frischen Cool-Climate-Jahrgang. Das Ergebnis waren überall hochgesunde, dickschalige Beeren mit sattem Tannin und hoher Säure vor der Lese im Herbst. Die Weine sind weniger extremreif und immens als 2019, aber deutlich aromatischer und reifer als 2018, mit einer Frische, die ihresgleichen sucht.

Mein Winzer

Bodegas Emilio Moro

Das in Pesquera del Duero gelegene Familienunternehmen hat mit seinen Weinen den neuen Ribera-Stil mitgeprägt. Obwohl das Weingut in seiner heutigen Form erst seit 1988 besteht, blicken die Moros auf etliche Generationen Winzertradition zurück.