Luigi Pira

Barolo Vigna Rionda 2015

voluminös & kräftig
seidig & aromatisch
98–100
100
2
Nebbiolo 100%
5
rot
15,0% Vol.
Trinkreife: 2023–2048
Verpackt in: 12er
3
Lobenberg: 98–100/100
6
Italien, Piemont
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Barolo Vigna Rionda 2015

98–100
/100

Lobenberg: Sehr steiler Weinberg. Einer der berühmtesten Weinberge Serralungas seit Bruno Giacosa diese Lage so berühmt gemacht hatte. Die Toplage in Serralunga neben dem Sperss von Gaia und der Cascina Francia von Giacomo Conterno. Kalkstein und der berühmte weiße Lehm, viel Eisen. Winzige Erträge aus alten Reben in extremer Steillage. Vergärung im Holzständer, Ausbau im Barrique. 1/4 neues Holz. In der Regel ist der Rionda eine Turboversion des feineren Margheria. Eben nicht die maskuline Ausrichtung wie der Marenca, sondern eher zur Feinheit gehend. Durch das neue Holz haben wir eine relativ moderne Stilistik. Während wir beim Serralunga und dem Margheria diese extreme Feinheit der klassischen Barolista haben mit dem großen Holz, sind wir beim Marenca, und noch mehr beim Rionda im modernen Teil angekommen. Und ob man die feinste Lage Rionda unbedingt im neuen Barrique ausbauen muss ist eben eine Stilfrage und eine Vorliebe des Winzers. 2015 hat aber beim Rionda den großen Vorteil, dass der Wein so unglaubliche Frische hat. Das die Säure so hoch ist aus den kühlen Nächten des Spätsommers. Säure frisst Holz, das ist auch hier der Fall. Wir haben deutlich mehr Fruchtanteile als Holzanteile in der Nase. Wir haben satte, schiebende, dichte Sauerkirsche mit süßer Kirsche, etwas Sanddorn dazu, was ein bisschen auf das Holz hindeutet. Ein bisschen Mango, Orangenzesten, Süßholz und feinste Schokolade. Dann kommt ein bisschen Amarena Kirsche. Immer wieder diese feine Süße. Die Nase ist schon sehr enorm in dieser Wucht und der Modernität, aber auf der anderen Seite in dieser frischen, roten Frucht. Im Mund viel Wucht zeigend. Aber auch hier ist die Frische ganz vorne. Eine unglaublich lebendige Säure. Alle Barolo von Gianpaolo Pira haben etwa 14,5% Alkohol, aber davon ist nichts zu spüren. Lediglich die Stütze, die Reichhaltigkeit im Mund deutet darauf hin. 2015 ist frisch, lang, druckvoll in der extrem expressiven, roten Frucht. Auch hier im Rionda wieder eine Turboversion des 2005ers mit mehr runder Frucht unten drunter. Es gab eben keinen Regen im September. Alles ist erhalten geblieben, alles drückt wuchtig, und trotzdem ist nichts fett. Um ein Resümee zu ziehen: Für mich ist es der Margheria 2015, der die nächsten 20 Jahre mein Favorit sein wird. Danach kommt erst Marenca und noch später Vigna Rionda zum Tragen. Dass das großer Stoff ist, ist gar keine Frage. Es ist nur eine Frage der Vorliebe. 98-100/100

Mein Winzer

Luigi Pira

Das Weingut Luigi Pira liegt traumhaft schön am Hang eines riesigen Talkessels mitten in Serralunga d’Alba mit vielen der besten Lagen des Barolo.