Alabaster Tempranillo 2021

Teso La Monja - Eguren

Alabaster Tempranillo 2021

voluminös & kräftig
fruchtbetont
seidig & aromatisch
99–100
100
2
Tempranillo 100%
5
rot
14,5% Vol.
Trinkreife: 2031–2072
Verpackt in: 4er Koffer
3
Lobenberg: 99–100/100
6
Spanien, Toro
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Alabaster Tempranillo 2021

99–100
/100

Lobenberg: Wir haben in Nase und Mund etwas, was wir schon im Magico von Sierra Cantabria hatten und was nur uralte Reben schaffen: einen immensen Tiefgang. Tiefer als alles was junge Reben hervorbringen können. Satte schwarze Kirsche in der Nase, aber in einer so ungeheuren Dichte! Feines Süßholz darüber, hochintensiv, lang und dicht. Nur Riechen reicht. Wenn wir im Burgund unterwegs wären, ist auch das ein schwarzer Bonnes-Mares, aber in einer Konzentration, wie man sie im Burgund im Grunde nie antreffen kann. Es ist so unglaublich dicht in dieser immensen Feinheit. Im Mund ist der Wein extrem vibrierend und multikomplex. Rote Frucht kommt dazu – konzentrierte hochsaure Himbeere, dann auch Zitronengras und pinke Grapefruit. Unendliche Länge und Tiefe, trotzdem ist der Wein überhaupt nicht fett. Die Tannine sind seidig. Ein hochkonzentrierter und gleichzeitig superfeiner Stoff. Bonnes-Mares trifft auf Cheval Blanc und Hermitage – so eine irre Komposition ist dieser Wein. Auf jeden Fall großer Stoff, ganz ohne Zweifel. 99-100/100 *** Der Alabaster stammt von drei verschiedenen Parzellen mit 100 Prozent wurzelechten Tempranillo-Reben auf sandigen Böden und etwas Kieseln in 700 bis 900 Metern Höhe. Ein Terroir, das an Châteauneuf-du-Pape erinnert und die Wärme perfekt speichern kann. Die Rebstöcke sind zwischen 110 und 120 Jahre alt und stehen in Nordexposition. Insgesamt gibt es nur 4.000 Flaschen. Im Weingut werden die Trauben mit einem irren Aufwand per Hand entrappt, die Maische anschließend recht lange kaltmazeriert und später in offenen Edelstahlbehältern vergoren. Die Pigeage wird mit den Füßen durchgeführt, wir haben also eine extrem sanfte Extraktion. Es wird nichts gepumpt, alles wird mit Schwerkraft bewegt. Ausgebaut wird der Wein für 18 Monate in 100 Prozent neuen französischen Barriques.

Jahrgangsbericht

Der Winter 2020/2021 brachte zwischen Dezember und März sehr viel Regen und Schnee, auch etwas Frost. Die Böden waren vor dem Austrieb der Reben mit ordentlichen Wasserreserven gefüllt – ein guter Start in den Jahrgang 2021. Die Blüte verlief bis auf kleine Verrieselungen ziemlich normal, kein Frost, kein Mehltau. Dann folgten nach einem trockenen Mai noch vor der Blüte große Regenmengen im Juni. Nach der Blüte begann ein sehr trockener, warmer, teils heißer Sommer. Hitze- und Trockenstress waren die Folge, die Reben machten ab Mitte August total dicht, um sich zu schützen. Die Beeren waren zu diesem Zeitpunkt dickschalig und kerngesund, Sorge bereitet aber die phenolische Reife, die durch den Stillstand der Reben nicht erreicht werden konnte. Dieses Phänomen gab es in allen Regionen der nördlichen Hälfte Spaniens, also in allen Topregionen. Von Anfang September bis zum 25. September gab es einige Tage satten Regen. Durch die neue Wasserversorgung setzten Photosynthese und Reifung sofort ein. Ab dem 25. September war es trocken, extrem sonnig und warm, nachts sanken die Temperaturen deutlich. Fünf traumhafte Wochen mit großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nach und hochintensiver Sonne folgten. Diese große Kühle, ja Kälte der Nächte, nach dem letzten Regen vom 25. September, gilt als der Schlüssel zu diesem großen, reifen und zugleich frischen Cool-Climate-Jahrgang. Das Ergebnis waren überall hochgesunde, dickschalige Beeren mit sattem Tannin und hoher Säure vor der Lese im Herbst. Die Weine sind weniger extremreif und immens als 2019, aber deutlich aromatischer und reifer als 2018, mit einer Frische, die ihresgleichen sucht.

Mein Winzer

Teso La Monja – Eguren

Die in der Rioja berühmte und alteingesessene Familie Eguren, denen auch die erstklassigen Weingüter Senorio de San Vicente und Sierra Cantabria gehören, hat 2007 das bis dato berühmteste und teuerste Weingut Toros, Numanthia, an einen internationalen Konzern verkauft. Kasse machen nennt man das...