Acusp Pinot Noir

Castell d'Encus

Acusp Pinot Noir 2018

seidig & aromatisch
saftig
pikant & würzig
95–96
100
2
Pinot Noir 100%
5
rot
12,5% Vol.
Trinkreife: 2022–2036
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 95–96/100
Parker: 95/100
6
Spanien, Costers del Segre
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Acusp Pinot Noir 2018

95–96
/100

Lobenberg: Die Weine von Castell d’Encus entstammen einer magisch schönen Landschaft an den katalanischen Pyrenäen. Die DO ist Costers del Segre, im Süden angrenzend liegt das Priorat und im Norden die Pyrenäen. Auf 850 bis 1300 Metern ü.M. sind die Weinberge überwiegend in Dichtbepflanzung angelegt. Der Ort wurde ausgewählt, um den Auswirkungen des Klimawandels etwas ausweichen zu können. Weitläufige umliegende Wälder sorgen für ein intaktes Ökosystem. Von den 95 Hektar, die zum Anwesen gehören wurden nur 23 ha mit Reben bepflanzt, der Rest soll Wald bleiben. Auf dem Gelände war in früheren Zeiten ein Kloster. Die Mönche haben Gärbehältnisse in den Fels geschlagen und nach einer Aufbereitung werden diese alten Steinbehälter aus dem 12. Jahrhundert nun teilweise auch heute wieder zur Fermentation der Weine benutzt. Die Böden sind überwiegend von Lehm und Kalk geprägt, eher steinig und karg. Die Parzelle für diesen reinsortigen Pinot Noir steht auf über 1000 Metern ü.M. in burgundisch-hoher Stockdichte. Alle Rotweine werden hier entrappt und später unfiltriert gefüllt. Ein schönes Rubinrot im Glas. Wow, die Nase ist der pure Himbeer-Traum! Auf eine eigenwillige Weise ist das gleichzeitig zart und doch so intensiv, vielleicht vergleichbar mit den Marsannays von Pataille als er noch ohne Rappen vergoren hat. Eine lupenreine, wunderschön offene und klare Himbeere mit süßer Kirsche unterlegt. Kein prägnantes Holz, keine Rappigkeit, da ist Nichts was diesen puren Fruchtausdruck stört. Einfach nur eine traumhafte, rotfruchtig-zarte Nase in der man sich verlieren kann. Das ist so hedonistisch in dieser feinen Beerigkeit. Klar findet man hier auch würzige Noten, ein bisschen Nelke und Nelkenpfeffer, auch Veilchen, aber die schöne Dominante ist wirklich diese tolle, tiefe Himbeerfrucht mit einem Hauch nicht-kitschiger Kirsch-Süße. Abgesehen von der aromatischen Intensität haben wir hier keine überbordende Wärme in der Nase, wie man sie vielleicht von einem Pinot Noir aus Spanien erwarten würde. Die Kühle der Hochlage und dieses speziellen Terroirs setzt sich durch. Zudem sorgt der Kalkstein für burgundische Aromenausprägung. Und auch im Mund setzt sich dieser ungemein pure Fruchtausdruck aus der Nase fort. Satte, rote, nicht zu süße Waldbeerigkeit mit Waldhimbeere, Walderdbeere und süßer Johannisbeere wechseln sich ab und schmelzen zart wie Seide auf der Zunge. Etwas Ruppiges oder Kantiges sucht man hier vergebens, das ist die reine Feinheit. Elegant und nobel wirkend in dieser ungestörten, sich unaufdringlich aber dennoch so intensiv entfaltenden roten Beerigkeit. Tolle Länge zeigend, auch im Abgang entfalten sich nur äußerst dezent ultrafeine Tannine. Die roten Waldbeeren, die Himbeere, alles haftet sich wie ein samtiger Schleier am Gaumen fest und hallt nach. Etwas Minze, süße Kirsche, eine angenehme Kühle, und am Ende kommt doch noch eine feine Mineralik mit Kalkstein und kaum spürbaren Salzanklängen am Zungenrand. Das kennt man in dieser himbeerigen Ultrafeinheit höchstens von der Gegend um Dijon von den entrappten Weinen von Thierry Mortet oder älteren Patailles. Und der Wein will auch nicht mehr aufhören, die Rotbeerigkeit durchzieht immer wieder den Mundraum und klingt nie ganz aus. Das ist einfach nur ein hedonistisch schöner, unglaublich feiner Pinot Noir und beantwortet die Frage ob man spanischen Pinot braucht – Den Besten Pinot Noir Spaniens, wenn er denn so ist wie dieser,auf jeden Fall - das ist ein Muss. 95-96/100

95
/100

Parker über: Acusp Pinot Noir

-- Parker: The Pinot Noir 2018 Acusp was named after the hill where the grapes come from—a vineyard planted at high density at 1,000 meters in altitude. Part of the grapes were fermented in the 12th-century stone pools (lagares) on the property and the rest in stainless steel, always with indigenous yeasts. The wine went through malolactic in oak barrel, where it was kept for 12 months, and then it spent three months in larger oak foudre. In this cold year, they had to remove leaves because the grapes were not ripening, and the wine is floral and elegant, austere, closed and subtle. The palate is light to medium-bodied, delicate and elegant, with very fine tannins and great purity. This has to be the finest Pinot Noir produced in Spain. But it needs time to show all its true colors. 18,000 bottles and 250 magnums produced. It was bottled in January 2020. 95/100

Mein Winzer

Castell d’Encus

Raül Bobet, ebenfalls Winemaker des Priorat-Weingutes Ferrer Bobet, war auf der Suche nach einem geeigneten Terroir, um den Auswirkungen des Klimawandels ausweichen zu können. Im Jahr 2001 fand er mit dem ehemaligen Kloster Castell d’Encus auf rund 1.000 Metern Höhe genau den richtigen Ort. [...]

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