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Im Portrait

Castello di Bolgheri

Castello di Bolgheri Reben

Die Geschichte des Weinguts könnte nicht beeindruckender sein, denn mit dem Conte Federico Zileri dal Verme hat bereits die 30. Generation der Familie ihren Wohnsitz auf dem wunderschönen Castello di Bolgheri, das sich seit dem 13. Jahrhundert im Familieneigentum befindet. 

Federicos Vorfahren, die Familie Gherardesca, pflanzte die ikonischste Zypressenallee der Welt, die »Viale dei Cipressi«, die sich über fünf Kilometer direkt vom Mittelmeer bis hin zum Ort Bolgheri erstreckt und für viele der Inbegriff ihrer Toskana Vorstellung ist. Ursprünglich diente sie als Auffahrt zum Schloss.

Wein wird auf dem Castello seit dem 17. Jahrhundert gemacht, der heutige Weinkeller wurde 1796 erbaut und ist der älteste in der Region Bolgheri.

Heute sind etwas über 50 Hektar des insgesamt 130 Hektar großen Anwesens mit Reben bepflanzt. Die Weinberge sind in perfekter Süd-West Exposition zum Meer hin ausgerichtet. Dadurch weht stets ein angenehm kühlender Wind hindurch. Ansonsten gehören noch circa 6.000 Olivenbäume zum mit mediterranem Wald umgebenen beachtlichen Besitz.

Die Weinbergslagen des Castello di Bolgheri stehen auf sandigem Ton mit Kies und erstrecken sich zur Linken und Rechten der Viale dei Cipressi und somit in direkter Nachbarschaft zur Tenuta San Guido, die mit ihrem Topwein Sassicaia Mitte der 1980er Jahre Weltruhm erlangte.

Castello di Bolgheri Weinernte

Mitte der 1990er Jahre wurden die Rebanlagen des Castello di Bolgheri mit den für die Region typischen Rebsorten neu bepflanzt. Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc, Petit Verdot und Syrah. Conte Federico Zileri dal Verme stieg zu diesem Zeitpunkt bereits ins Weingut ein und übernahm schließlich 2010 die komplette Verantwortung für das Weingut. 2013 wurde der in der Region Bolgheri enorm angesehene und geschätzte Conte zudem Präsident des Consorzio Bolgheri DOC, ein Amt das er von keinem geringeren übernahm als dem Marchese Nicoló Incisa della Rocchetta, dem Gründer des Erfolgs nicht nur der Tenuta San Guido, sondern der gesamten Region Bolgheri.

Gemeinsam mit seinem Önologen Alessandro Dondi vollbringt er wahre Magie im Keller. Die Weine werden im Stahltank vergoren und dann in französischen Barriques ausgebaut. Anschließend reifen sie vor der Abfüllung noch in Zementtanks.

Der Flagship-Wein ist der Castello di Bolgheri Superiore, ein Bordeaux Blend aus hauptsächlich Cabernet Sauvignon mit circa 25 Prozent Cabernet Franc und 5 Prozent Merlot, 20 Monate lang in Barriques und größeren Fässern ausgebaut. Für mich ist er üppiger und körperreicher als sein Nachbar Sassicaia, und spiegelt seine Herkunft ebenso grandios wider.

Im Moment ist das Weingut mit diesem Wein definitiv auf dem Weg zur absoluten Spitze und zudem noch erschwinglich.

Der Zweitwein »Varvàra« ist der Ur-Großmutter des Conte Federico Zileri dal Ferme gewidmet. Baroness Varvàra Wrangler war Gattin des Conte Ugolino della Gherardesca. Auch er besteht hauptsächlich aus Cabernet Sauvignon und wird 12 Monate lang in 500 Liter Eichen-Tonneaux ausgebaut.

Alle Weine werden sorgfältig von Hand gelesen und sortiert – nur die absolut perfekten, vollständig entrappten Trauben werden verwendet. Castello di Bolgheri Weine sind körperreich und beeindrucken dennoch durch ihre graziose Frische und Eleganz.

Castello di Bolgheri Weingut mit Reben

Im Vergleich zu den Nachbarn macht das Boutique-Weingut gerade mal 60.000 Flaschen. Das Castello di Bolgheri ist mit großer Sicherheit einer der Shooting Stars in der genialen Qualitätsbewegung Bolgheris und für mich ist es klar auch eines der aufregendsten Weingüter der Region. Vielleicht wird das wohl älteste Weingut der Region damit endlich doch zu einem absoluten Superstar!