Lobenberg: Der Kallstadter Saumagen ist die Paradelage von Koehler-Ruprecht und eine der legendären Lagen der Pfalz und auch ganz Deutschlands. Phillip Kuhn und Rings haben hier ebenfalls Parzellen, woraus sie ein Großes Gewächs keltern. Internationale Bekanntheit erlangte die kalksteinreiche Lage durch den früheren Besitzer von Koehler-Ruprecht Bernd Philippi, der hier spektakulären, trockenen Riesling erzeugte. Große trockene Rieslinge und der Kallstadter Saumagen – das gehört einfach zusammen. Die Vinifikation bei K-R ist seit jeher sehr traditionell und handwerklich, daran hat sich bis heute nichts geändert. Die Vergärung erfolgt ausschließlich spontan, der Ausbau erfolgt in deutschen Stückfässern verschiedener Größen und die Weine werden nach verlängertem Hefelager komplett ungeschönt abgefüllt, also oldschool im besten Sinne! Die Spätlese weist schon in der Nase die nötige Konzentration auf. Was für eine klassische Saumagen-Nase! Und das ist quasi auch die Turboversion der Spätlese, weil hier auch die gesamten Fässer der Auslese hineingegangen sind, die zwar theoretisch eine gewesen wäre, aber am Ende nicht die finale Größe hatte um als solche auf den Markt zu kommen. Ganz feine, dunkle Gesteinsnoten. Etwas gelber Apfel, Aprikosenmark. Ganz typisch KR und ganz typisch Saumagen auch mit dieser dezenten Rauchigkeit. Dazu kommt etwas heller Tabak. Im Mund mit toller Dichte und man mag es gar nicht glauben – dieser Wein hat nur 12% Vol und trotzdem so eine irre Konzentration!