Pinot Noir Heydenreich Großes Gewächs 2018

Friedrich Becker: Pinot Noir Heydenreich Großes Gewächs 2018

VDP

Zum Winzer

98–100
100
2
Pinot Noir 100%
5
rot, trocken
13,5% Vol.
Trinkreife: 2028–2057
Verpackt in: 6er
9
seidig & aromatisch
strukturiert
frische Säure
3
Lobenberg: 98–100/100
Suckling: 99/100
Falstaff: 96+/100
Parker: 95/100
6
Deutschland, Pfalz
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Pinot Noir Heydenreich Großes Gewächs 2018

98–100
/100

Lobenberg: Irre, was für eine hochfeine, hedonistische, extrem verführerische Pinot-Nase. Das befördert mich direkt von Schweigen nach Chambolle und wieder zurück. Druckvolle, aber so unendlich feine blau-schwarze Beerenfrucht, langsam schält sich auch Schwarzkirsche durch. Gott, ist das eine köstliche Nase. Beckers druckvoller Stil und die üppige Feinheit von 2018 sind ein perfect match hier beim Heydenreich. Ein bisschen Bleistiftabrieb und Schwarztee darunter, herbwürzig, aber alles bleibt so von Finessen umspielt, verlässt nie den Weg der Feinheit, obwohl er solch eine ruhige Tiefe ausstrahlt. Der Mund kommt angerauscht wie saftig-frische Blaubeeren auf einem Strom von Creme de Cassis. Die reiche Extraktsüße von 2018, die auf verführerisch süße Tannine gebettet daherkommt, wird aber dermaßen galant von der salzig-kalkigen Mineralität eingefangen, dass es eine Balance der höheren Art ergibt. Eine solch traumhafte Ausgewogenheit bei gleichzeitiger hintersinniger Kraft und Substanz hat höchstens noch Fürsts Hundsrück 2019, der aber auch aufgrund des Jahrgangs völlig anders ist. Doch die Balance ist bestechend, bei beiden. Lang und länger werdend, dabei mit dezentem Druck ganz geschmeidig über die Zunge fließend. Eine Textur so rein, geschmeidig und zart wie eine Gänseleber. Ein bisschen Kakaopulver und ein Hauch von Veilchen im Nachhhall. Ein großer, unglaublich feiner Heydenreich. Für mich ist das in Flaschen gefüllter Hedonismus. Einfach ein wunderschöner Wein. 98-100/100 // Lobenberg in Wiesbaden: Schwarzer Stein und schwarze Kirsche, Cassis, durchdringend, sticht mit leichter Chillischärfe in der Nase. Der Heydenreich hat das letzte Quentchen Süße als Charmezugabe, die dem spartanischen KB noch fehlte, eher Richebourg in seiner zu erahnenden Fülle. Und trotzdem ein drahtiger Athleth. Wer einmal den Richebourg von Grivot probiert hat weiß wovon ich rede. So generös und doch keinerlei Fett. Burgund in perfekter Ausprägung. 100/100

99
/100

Suckling über: Pinot Noir Heydenreich Großes Gewächs

-- Suckling: Maybe the best pinot noir ever made in the Pfalz! Ravishing nose that’s bursting with sour and black cherries, forest berries and delicate, rooty notes. The stunning sweetness of fruit on the full-bodied palate is matched by a near-perfect tannin structure and acidity that miraculously makes this super abundance feel delicate and restrained. The intensity builds and builds at the super-long, silky finish. Drink or hold. 99/100

96+
/100

Falstaff über: Pinot Noir Heydenreich Großes Gewächs

-- Falstaff: Rauchiges Holz, aber dahinter auch eine satte, frische Frucht: Sauerkirsche, Waldheidelbeere, Tomatenmark. Im Mund weit gefasst mit einer immensen Menge reifen Gerbstoffs. Saft, Geschmeidigkeit und Stoff in großer Harmonie. Im Abklang viel Kalk. Braucht Jahrzehnte. 96+/100

95
/100

Parker über: Pinot Noir Heydenreich Großes Gewächs

-- Parker: Fritz Becker's 2018 Pinot Noir Heydenreich GG is intense in its warm and fine bouquet of fully ripe black berries, forest floor, leather, horse stable, cold smoke and spices. The dark-toned nose becomes more generous, intense and seductive with time in the glass. Supple, intense and silky on the vibrantly fresh and juicy palate, this is a kind of Pfalz Tondonia: finely but firmly structured, elegant and fresh, with leather aromas and the lingering salinity and energy of a great limestone terroir. A great, dense and sustainable Pinot Noir from Germany. Tasted in Wiesbaden at the end of August 2021. 95/100

Mein Winzer

Friedrich Becker

Friedrich Becker gehört seit vielen Jahren zu den besten Winzern Deutschlands. Als er 1973 das elterliche Weingut übernahm, trat er sofort aus der Winzergenossenschaft aus. Friedrich Becker war ehrgeizig und ist es bis heute geblieben. Seit dieser Zeit gilt auf Weingut Friedrich Becker das Augenmerk...

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