Saturio Ried Bügeln 2016

Garagenwinzer Nikolai

Saturio Ried Bügeln 2016

97+
100
2
Merlot 100%
3
Lobenberg 97+/100
5
Rotwein
barrique
15,0% Vol.
Trinkreife: 2021–2046
Verpackt in: 1er OHK
6
Österreich, Thermenregion, Guntramsdorf
7
Allergene: Sulfite,

  • 177,00 €

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Lobenberg über:Saturio Ried Bügeln 2016

97+
/100

Lobenberg: Der Saturio, was als die große Zufriedenheit gemeint ist, ist ein wirklich sehr spezieller Wein. Ein reinsortiger Merlot aus einer Einzellage, dem Ried Bügeln. Gesamtproduktion des Jahres 2016 waren 840 Flaschen, ausgebaut in drei Taransaud und zwei Seguin Moreau Barriques, alle neu. Andreas Nikolai vinifiziert nur diesen einen Wein, in der Garage seines Wohnhauses. Ein totales Unikum. Um nicht zu sagen eine absolute Kuriosität - in jeder Hinsicht. Ich bin auf den Wein aufmerksam geworden, weil Bordeaux-Koryphäe René Gabriel mir den Hinweis gab, dass das doch eine sehr spannende Geschichte wäre. Schon die Verpackung dieses Weines ist eigentlich ein Ereignis, so wie alles drumherum. Jede Flasche kommt in einer verzierten Holzkiste, was an sich noch nichts außergewöhnliches ist. Die Flasche allerdings hat unter ihrer langen Wachskapsel ein mit 24 Karat vergoldetes Emblem aus Stein angebracht. Eine solche Steintafel mit zwei Damen mit Weingläsern wurde vor circa 2000 Jahren in der Thermenregion um die Heimat des Garagenwinzers Nikolai gefunden und ist Zeugnis der langen Weinbautradition durch die Römer in dieser Region. Besonders kurios ist noch dazu, dass sich am Flaschenboden eine kleine Audioinstallation befindet, die auf Knopfdruck Vivaldis Frühling spielt. Und nein, das ist kein Scherz. Winzer Andreas Nikolai wünscht sich, dass man den Klängen beim Einschenken des Weines lauscht, das soll die Vorfreude erhöhen. Nun, das Drumherum mag man kitschig finden oder genial, das ist wohl Geschmacksache. Das Wichtigste ist aber der Inhalt der Flasche. Und darum ging es auch René Gabriel bei seiner Empfehlung, der nach der ganzen Geschichte mit der Musik aus der Flasche auch erstmal höchst skeptisch war. Als er dann probierte, war er aber schnell überzeugt, dass dieses Projekt hier kein Quatsch ist. Und, dass Andreas Nikolai seinen Anspruch den besten Merlot Österreichs zu erzeugen durchaus sehr ernst meint. Direkt nach dem Einschenken dominiert eine dunkle Mineralik, viel Graphit und Goudron, Tabak, Kirschkerne und feine Rauchnoten. Dazu kommt aber eine satte, ja geradezu überwältigend üppige, schwarze Beerenfrucht, Blaubeere, Brombeere, schiebend und dicht, von feiner Neuholzwürze unterlegt. Wow, hat das Teil Schub. Nach einer Stunde Luftkontakt dreht sich das Ganze in eine viel süßere Richtung, süße schwarze Beerenfrucht, üppig, verführerisch, immer satter werdende Beerenfrucht-Schwarzkirsch-Kombination. Die graphitige Mineralität hat sich zu süßen Gewürzen gewandelt, Süßholz, Kakao, Vanille, Nelkenpfeffer. Üppig und doch fein bleibend, nicht überbordend, aber definitiv nicht mit den Reizen geizend. Der Mund ist dann viel weniger üppig als man von der süßen Nase vielleicht erwarten könnte. Natürlich ist der Saturio voll präsent, dicht, voluminös, zieht sich wie Seide über den Gaumen, ganz feine Tannine, sehr poliert, total harmonisch. Das ist überhaupt nicht fett oder überreif, es bleibt immer fein, seidig und getragen. Eine saftige, pikante Salzspur trägt die volle Frucht mit einer gewissen Leichtigkeit. Dennoch total vereinnahmend, den gesamten Mundraum beschlangnahmend, samtig und seidig auf Schwarzkirsche, Cassis, Valrhonaschokolade und Süßholz laufend. Butterweiche Tannine, feinsalzige Mineralität, unendlich viel Süße und Würze in der Frucht, alles vereint sich schon jetzt zu grandioser, hedonistischer Balance. Eigentlich direkt trinkreif, weil er so harmonisch und delikat ist und weil alles total reif ist und nichts stört. Immense Länge. Die saftige Beerenfrucht und süße Gewürze hallen immer wieder in den seidigen Tanninen nach. Das kann sich durchaus mit einem sehr guten Pomerol messen, wenngleich eher einem auf der feineren Seite. Den massiven inneren Druck eines Clinet oder Evangile haben wir hier nicht, das geht eher Richtung La Croix oder Vieux Château Certan. Tendiert doch eher etwas mehr zur Feinheit in der Üppigkeit. 2016 ist dabei aber weniger rotfruchtig-tänzelnd und etwas mehr drückend-schwarzfruchtig. Die Assoziation zu Vivaldi passt dennoch sehr gut. Ob das daran liegt, dass Andreas Nikolai auch die Reben dieses Weinberges mit Vivaldi beschallt das sei mal stark in Frage gestellt. Aber ein sehr seriöser, hedonistischer und beeindruckender Wein ist das allemal. Nicht die ganz große Feinheit wie 2018, aber üppig, satt und dennoch ausgesprochen präzise. Der beste Merlot Österreichs? Gar nicht unwahrscheinlich. 97+/100

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