Reichsrat von Buhl

Riesling Pechstein Großes Gewächs trocken 2019

BIO

frische Säure
mineralisch
100+
100
2
Riesling 100%
5
weiß
13,0% Vol.
Trinkreife: 2028–2050
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 100+/100
6
Deutschland, Pfalz
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Riesling Pechstein Großes Gewächs trocken 2019

100+
/100

Lobenberg: Die Lage Pechstein ist eine der drei ganz großen Lagen aus Forst. Die Forster Lagen sind allgemein anerkannt mit die besten Lagen der Pfalz überhaupt. Viele behaupten, es wären die besten Lagen für Riesling in Deutschland. Wenn der Preis ein Indikator ist, dann ist das Kirchenstück die beste Lage, gefolgt von Pechstein und Jesuitengarten, beide gleichauf. Danach der direkte Nachbar des Kirchenstück, das Forster Freundstück zusammen mit dem Forster Ungeheuer. Es sind alles sehr spezielle Gesteinsformationen, mit sehr maskuliner Ausrichtung in der Aromatik des Weins. Bei von Buhl wird immer ein biologischer Säureabbau durchgeführt, was in einem so frischen Jahr wie 2019 sicherlich kein Fehler ist. Generell ist das eine Eigenart vieler Pfälzer Betriebe. Teils freiwillig, teils absichtlich, weil es einfach die burgundische Art der Rieslinge auf den speziellen Böden der Mittelhaardt besonders fördert. Die Nase des 2019er Pechstein beginnt mit purer Wollust. Maracuja, aber ohne jegliche Botrytis, der Wein ist clean. Er ist komplett durchgegoren. Maracuja auf Zitronengras. Einige nussige Aromen, Walnuss. Etwas Litschi dahinter. Süße William Birne und weißer Pfirsich. Dazu Waldmeister und Vergissmeinnicht. Ein Hauch Jasmin. So eine hedonistische, leckere und aromatisch-explosive Nase. Das ist großes Kino! Der Mund ist knochentrocken, der Wein ist auf klar unter drei Gramm Restzucker durchgegoren, ich denke sogar auf unter einen Gramm. Das Ganze mit unglaublichen Gesteinsmassen unterlegt. Aber auch hier im Mund viel Frucht, erstaunlich viel Frucht. Wieder diese Maracuja, dazu etwas Bitterorange, Mandarine und Zitronengras. Wieder diese satte Nussaromatik. Unglaublich lang, steinig und mineralisch, mit wollüstiger Frucht. Ein ganz großer Oszillograph von dieser wunderbaren Frische, dieser knochentrockenen Ausrichtung und dann dieser wollüstig-üppigen und pikanten Frucht, die das Ganze balanciert. Der Wein ist einfach abenteuerlich gut. Und obwohl von Buhl die 2019er sicherlich erst ein Jahr später offiziell bringen wird, kann ich natürlich versuchen, in Subskription etwas von diesem klaren 100+ Punkte Wein zu sichern. Das ist ein ganz großer Wein und einer der besten Weine, die ich bei von Buhl je probiert habe. 100+/100

Mein Winzer

Reichsrat von Buhl

Von 2013 bis 2018 war die Stilistik der von Buhl Weine deutlich geprägt durch niemand geringeren als Mathieu Kauffmann. Der frühere Kellermeister des Champagner-Hauses Bollinger feilte hier an ausgesprochen trockenen und mineralisch geprägten Weinen. Weine puristischer Art!

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