Riesling Ölberg Kapelle Großes Gewächs (Versteigerungswein) trocken 2016

Christmann

Riesling Ölberg Kapelle Großes Gewächs (Versteigerungswein) trocken 2016 BIO

100
100
9
voll & rund, mineralisch, frische Säure
2
Riesling 100%
3
Lobenberg 100/100
5
Weißwein
12,5% Vol.
Trinkreife: 2019–2051
Verpackt in: 6er OHK
6
Deutschland, Pfalz
7
Allergene: Sulfite,

Abfüllerinformation

Abfüller / Importeur: Christmann, Peter-Koch-Str. 43, 67435 Gimmeldingen, DEUTSCHLAND


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Lobenberg über:Riesling Ölberg Kapelle Großes Gewächs (Versteigerungswein) trocken 2016

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Lobenberg: Dieser Wein geht ausschließlich in die Versteigerung. Komplett auf Kalkstein stehend. Die Lage liegt oben auf der Kuppe. Starker Wind, ähnlich wie Idig, wobei dieser eine reine Südlage ist. Die Kapelle hingegen ist südöstlich ausgerichtet, also ein klein wenig kühler. Dieser Teil war früher das Filetstück aus der ersten Lage Ölberg. Steffen Christmann sieht es von der Struktur her aber ganz nahe beim Idig, nur die etwas kühlere Lage aus den alten Reben verschafft ihm einen kleinen Vorteil. Das Ergebnis in der Nase, wie schon beim Idig, nur europäische Frucht. Ganz gerade, ganz präzise. Und die Kapelle kommt ein bisschen gerader rüber. Etwas weniger süßen Schmelz an der Seite als der Idig. Etwas traubiger in der Frucht und etwas mehr Apfel. Zarter. Aber genauso ruhig und entspannt. Spontan vergoren im Gärständer, Ausbau nur im Holz, keine Maischestandzeit. Langer Verbleib auf der Vollhefe. Der Mund ist in der Tat etwas feiner, etwas zarter als der Idig. Aber in einem Jahr mit solch tollen Werten, unter 13% Alkohol, fast 8 Säure und unter 2 Restzucker, ist eigentlich alles köstlich wenn die schmelzige Süße aus dem Extrakt mit dieser Säure so perfekt harmoniert. Die Kapelle ist deutlich feiner als der Idig. Ob ich das in diesem Jahr besser finde weiß ich noch nicht. Ich probiere noch 10 Minuten weiter. Im ersten Ansatz ist der Idig überwältigend. Ein Wein, dem ich fast ein Plus hinter die 100 geschrieben hätte. Aber die Kapelle ist auch grandios, weil sie noch etwas erhabener ist. Noch mehr ein Chablis Grand Cru Les Preuses, anders als der Idig, der doch eher einen Corton Charlemagne verkörpert. Wir sind hier schlanker in der Kapelle, feiner, verspielter, noch etwas leichtfüßiger. Und am Ende kommt dieser Traubensaft mit dieser wunderschönen frischen Apfeligkeit, zusammen mit Salz und viel Walnuss wieder hoch. Nichts Fettes, einfach nur traumhaft verwoben, verspielt, lang. Pfalz in Chablis Grand Cru-hafter Leichtigkeit. Ich finde es einen ebenso großen Wein wie den Idig, vielleicht nicht ganz so monumental, dafür noch stylischer und erhabener. Was sie beide eint ist diese unglaubliche Unaufgeregtheit, Entspanntheit, diese Ruhe. Aber das ist auch eine spezielle Eigenschaft der 2016er. Mega-Stoff, wenngleich der Idig für den normalen Konsumenten sicherlich immer mehr hermacht. Aber für den richtig erfahrenen Trinker ist die Kapelle in dieser totalen Eleganz schon ganz großes Kino. 100/100

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Christmann

Seit 1996 wird das Weingut von Steffen Christmann in der siebte Generation geführt. Seit 2004 gänzlich dem ökologischen und nun auch dem biodynamischen Anbau verschrieben. [...]

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