Lobenberg: Wie immer ein schräges Label, androgyn, eben weder rot noch weiß und dazu Assoziationen an Nietzsche. Oxer hat echt eine rege Phantasie! Der Wein wächst auf über 600 Metern ü.N. auf Kalkstein. Gemischter Satz mit Schwerpunkt Tempranillo. Nur winzige Eträge von letztlich knapp über 20 hl/ha aus über hundert Jahre alten Reben. Es gibt nur 1000 Flaschen. Nur zum Teil entrappt, relativ lange Mazerationszeit für einen Rosé, recht hochfarben. Spontanvergärung im Holz und Ausbau 10 Monate im gebrauchten 500 Liter Tonneau. Unfiltriert gefüllt. Helles Bronze-Rot, etwas mehr heller Rotwein als Rosé. Volle satte Kirsche in der Nase, rote und Sauerkirsche, dazu Salz und Schattenmorellen, frische Zwetschge, heller Sand, etwas Rumtopf dahinter. Im Mund reife Kirsche und reife Pflaume, auch wieder Rumtopf, sehr profund und erdig würzig, sehr große Länge mit Likör-Touch und erstaunlich viel Druck und spannend hoher Reife. Irres Zeug.