Peyrou

Chateau Peyrou 2012

voluminös & kräftig
strukturiert
90–91+
100
2
Merlot 90%, Cabernet Franc 10%
5
rot
13,5% Vol.
Trinkreife: 2016–2030
Verpackt in: 12er OHK
3
Lobenberg: 90–91+/100
6
Frankreich, Bordeaux, Cotes de Castillon
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chateau Peyrou 2012

90–91+
/100

Lobenberg: 2012 war bekanntermaßen ein sehr schwieriges Jahr mit frühem Regenfall und heftigem Regen ab Mitte Oktober. Alle 4 Weingüter von Catherine Papon-Nouvel werden biodynamisch betrieben. Das heißt es gab extrem viel Arbeit in diesem Jahr. Mehltau im Frühsommer, die Gefahr der Abfäulnis in der Erntezeit Anfang Oktober. Es musste wahnsinnig schnell gelesen werden. Der Erntezeitpunkt war entscheidend. Und mit sehr intensivem Arbeitsaufwand konnte eine gute Qualität eingebracht werden. Der Anteil des Weins der jeweils in den Erstwein ging war deutlich geringer als in den Jahren davor, so dass es bei allen Chateaux von Madame Papon-Nouvel extrem geringe Mengen gibt. 100 % Merlot, gewachsen auf Lehm, ein bisschen gemischt mit Sand. Der Weinberg liegt an den Hängen und nicht auf dem Kalksteinplateau des Castillon. Malolatik im Tank, Vergärung im Enoxstahl, darin auch die Malo und der spätere Ausbau im gebrauchten Barrique. Duftig, intensive fast wuchtige Nase. Typisch Merlot. Dunkle Erden, schwarze Kirschen, Cassis, etwas Brombeere. Aber alles sehr fein schwebend. Extrem charmant. Nur ein Drittel der normalen Menge wurde in den Erstwein gegeben. Das merkt man im Mund. Extrem sauber und klar. Toller Geradeauslauf. Ein wunderschöner, gut gezeichneter Merlot. Mit Schokonoten, Brombeere, Schwarzkirsche, Cassis. Feine Süße, aber nicht marmeladig, sondern eher charmant und seidig. Wunderbarer Zechwein. Insgesamt etwas weniger fein und finessereich als 2011. Dafür mit mehr Charme und rundem Fleisch. 90-91+/100

Katalog über: Chateau Peyrou

-- Katalog: -- Gerstl: Feine schwarz- und rotbeerige Frucht, zart und angenehm, der Duft zeigt an, dass hier reifes Traubengut im Spiel ist. Leichter, süffiger, harmonischer Wein, eher schlicht im Auftritt, aber ein absoluter Hochgenuss, eine köstlich delikate Erfrischung, das Gegenstück zum 2010er-Kraftpaket. Dieses kleine, aber feine Bio-Weingut von Catherine Papon Nouvel kann erneut begeistern.

Markus Budai über: Chateau Peyrou

-- Markus Budai: Papon-Nouvels Erstwein liegt mit dunklem Kern und sattem Granatrot im Glas. Anfangs dominieren Noten von Johannisbeeren und Schwarzkirschen den Wein. Dahinter liegt noch etwas getrocknete Pflaume. Mit zunehmendem Luftkontakt erschließt sich einem eine weitere Facette des Weins: Etwas Graphit und subtile ätherische Noten schwingen noch mit. Am Gaumen wirkt der Peyrou keineswegs marmeladig, besitzt eine feine Extraktsüße. Ein sehr geradliniger, dicht gepackter Bordeaux, mit weicher Säure und äußerst feinen, samtig weichen Tanninen. Wirkt sehr ausgewogen und bereits jetzt ohne ausgiebige Belüftung zugänglich. Etwas Joghurt, Brombeere und Heidelbeeren ergeben eine knackige Frucht. Diese wird mit einer Spur Lakritz und Zartbitterschokolade raffiniert erweitert. Sehr geschmeidiger Bordeaux, der völlig unkompliziert daherkommt und mit jedem Zug interessant bleibt. Die elegante Seite des Bordeaux. 90-91+

Mein Winzer

Peyrou

Mit 24 Jahren schloss Cathérine Papon-Nouvel ihr Önologiestudium mit Diplom ab und war damit Saint Emilions jüngste Winzerin mit Starpotenzial. Nur bei ihrem Vater zu arbeiten, einem alteingesessenen Winzer, war ihr zu wenig. 1989 erwarb sie mit dem Chateau Peyrou im benachbarten Côtes de Castillon...