Vietti

Barolo Brunate 2015

voluminös & kräftig
tanninreich
frische Säure
99–100
100
2
Nebbiolo 100%
5
rot
15,0% Vol.
Trinkreife: 2023–2048
Verpackt in: 6er OHK
3
Lobenberg: 99–100/100
Falstaff: 96/100
Suckling: 95/100
Parker: 95/100
6
Italien, Piemont
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Barolo Brunate 2015

99–100
/100

Lobenberg: 2014 gab es wegen Hagel keinen Brunate. Brunate ist die oft beste Lage der Gemeinde La Morra. Es gibt hier nur ein winziges Stück Weinberg bei Vietti. 2015 ist der Wein wieder da, allerdings in winziger Zuteilung, wie immer ein trauriger Mangelzustand bei Brunate. Brunate ist als Wein in der Frucht immer wärmer als die extremsten Weine der höchsten La Morra Lage La Serra. Brunate liegt in der Reichhaltigkeit zwischen La Serra und dem noch wärmeren Cerequio an der gleichen Hangseite. Unglaublich expressive Weine, und irgendwie jeder Winzer möchte für Ruhm und Ehre Brunate in La Morra und Cannubi in Barolo haben. Altare hatte ihn mal, verlor dann die Pacht aber gewann Cannubi. Voerzio hat immer Brunate, Eigenbesitz eben. Und es ist immer großes Kino, weil der Brunate immer so unglaublich komplex ist. Er ist manchmal nicht der Eleganteste wie der La Serra, nicht der Kräftigste wie der Cerequio, aber er ist immer der Komplexeste. Der 2015er zeigt eine unendliche Fülle verschiedener roter Frucht mit heller Lakritze unterlegt. Auch mit Eukalyptus und Minze unterlegt. Minze sogar ziemlich kraftvoll. Dann kommt Salz. Das Ganze ist sehr aromatisch. 2015 ist einfach ein so aromenstarkes Jahr, was irgendwo an eine Mischung aus 2008, 2012 und 2005 erinnert in dieser irren Komplexität und in diesem irren schiebendem, süßen Fruchtmix. Schon die Nase macht unglaubliche Freude. Der Mund greift diese Intensität wieder auf. Steigert sie sogar noch einmal, weil er unter dieser reiche, süße, komplexe Fruchtfülle nochmal viel Salz und Kalkstein schiebt. Das Ganze mit einer ungeheuren Fülle, seidigstem Tannin unterlegt. So lang, so komplex, verspielt und aromatisch bleibend wie er sich schon in der Nase präsentiert hat. 2015 braucht nicht so lange wie 2010, auch nicht so lange wie 2013, der als Jahrgang deutlich maskuliner war. 2015 ist als Jahrgang eine Ode an die Freude, an die Trinkfreude, an den Genuss, und 2015 kann schon in zehn Jahren ganz viel Freude machen. Es ist eine Turboversion des extrem leckeren 2005ers, nur das 2015 kein Regen in die Ernte fiel. Wir sind also deutlich fokussierter und konzentrierter. Und dazu noch die Frische aus den kühlen Nächten des Spätsommers erhielten. Nein, 2015 ist keiner der drei besten Jahrgänge der Geschichte. Das wird in jüngster Zeit sicherlich 2010, 2001 und im kommenden Jahr 2016 werden. Aber es ist eines der köstlichsten Jahre und es tummelt sich knapp vor 2008, ganz sicher noch vor 2012 und 2005, im Reigen der Delikatessen und der absoluten Köstlichkeiten. Und was ist die Maxime im Wein? Anbetung und Hoffnung auf eine grandiose Zukunft nach langer langer Lagerung oder offensichtlicher komplexer Hochgenuss und Trinkigkeit? Letzteres für mich! 99-100/100

96
/100

Falstaff über: Barolo Brunate

-- Falstaff: Leuchtendes Rubinviolett. Sehr intensive und geschliffene Nase, nach Granatapfel, frischen Weichseln, dazu Gewürznelken und Koriandersamen. Rund und geschmeidig im Ansatz, öffnet sich mit viel feinmaschigem Tannin, zeigt dann saftige Frucht, gute Spannung, zieht schön durch. 96/100

95
/100

Suckling über: Barolo Brunate

-- Suckling: --Suckling: This has a rather reserved nose with dried-herb, rosehip, potpourri and light cedary aromas, ahead of fragrant dried cherries. The palate has quite dense and smoothly rendered, ripe tannins that deliver a long, composed and approachable Barolo. Drink or hold. 95/100

95
/100

Parker über: Barolo Brunate

-- Parker: The Barolo Brunate was not made in 2014 because of hail damage. Instead, all the fruit was diverted to the Langhe Nebbiolo Perbacco instead. This newest release, the 2015 Barolo Brunate, definitely makes up for the lost ground. This is an explosive and absolutely exuberant expression of Nebbiolo from a vineyard site in La Morra near M. Marengo’s property. Vietti farms two parcels here, a higher side of the vineyard and a lower one (near Damilano and Ceretto). These lower parts of Brunate perform very nicely in the cooler vintages. Instead, this warm vintage expression puts a lot of its fruit depth and personality upfront in a confident and no-fuss manner. You absolutely know what you are getting here, even at the first sniff of the bouquet. The wine proceeds to open and blossom before your nose, offering dark fruit, rose, spice and a very linear mineral tone at the back. That linear flinty note is just terrific. Some 3,600 were produced. 95/100

Mein Winzer

Vietti

Die Familie Vietti erzeugt Wein seit vier Generationen in Castglione Falletto im Herzen des Anbaugebiets Barolo. Seit 1957 war der 2012 verstorbene Alfredo Currado für den Ausbau der Weine verantwortlich, schon 1961 begann er die großen Lagen separat zu vinifizieren. Vietti war es vorbehalten, den...

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