Im Portrait

Schätzel

Im legendären Nierstein vinifiziert er im alten Holzfasskeller grandiose Weine, die nie laut sind, sondern stets durch innere Spannung überzeugen. Vom Gutswein bis zum Großen Gewächs haben diese meist nur zwischen 11 % vol. und 12 % vol. Alkohol. Und trotzdem schafft Schätzel es, den Weinen genügend Tiefe zu geben. Das ist sowohl durch makellose und aufwändige Weinbergsarbeit bedingt, aber auch der notwendigen Sorgfalt im Keller und einer klaren Linie zu verdanken. Wenn man einen Schätzel-Wein im Glas hat schmeckt man das einfach heraus. So markant sind die Weine. Dabei setzt Kai natürlich auf Riesling. Aber auch seine Silvaner sind grandios, zählen vielleicht sogar zu den interessantesten der Region. Die Reben stehen hier in besten Lagen und nicht in suboptimalen Zonen. Im 800 Jahre alten Kellergewölbe werden sie dann spontanvergoren und ausgebaut. Lagenweine reifen grundsätzlich bis in den Mai auf der Hefe und werden vorsichtig direkt, mit nur leichter Filterung auf die Flasche gezogen. Zum Portfolio zählen Niersteins feinste Crus wie Oelberg, Pettenthal und Hipping. Der Niersteiner Rote Hang ist sozusagen Schätzels Zuhause und diese Herkunft schmeckt man auch deutlich heraus.