Im Portrait

Mount Mary

Weinberge von Mount Mary

Die Einwanderer waren stark vom französischen Wein beeinflusst und erkannten die klimatischen Parallelen, die das Yarra-Tal mit Bordeaux und Burgund teilte. In den 1960er Jahren unternahmen John und Marli Middleton, angetrieben von ihrer Leidenschaft für den Wein, viele Besuche in den Weinanbaugebieten der Welt und insbesondere in Bordeaux und Burgund. Zurück kamen sie mit Enthusiasmus, der Liebe für die französischen Weine und mit dem Willen selbst Wein anzubauen. 1971 stießen Sie auf das als Mount Mary bekannte Anwesen, auf dem bis dato kein einziger Rebstock stand. Die ersten Pflanzungen wurden Mitte 1972 abgeschlossen und heute beackert ihr Sohn David auf gut 16 Hektar 18 Rebsorten. Die Orientierung ist auch unter seiner Führung bis heute französisch geprägt. Zwei der vier Weine bestehen aus traditionellen Bordeaux-Cuvées und die anderen beiden entsprechen den Rebsorten des  Burgunds. Obwohl sie nicht biodynamisch oder biologisch zertifiziert sind, legen sie viel Wert auf Bodengesundheit und Umwelt. Es kommen nur natürliche Düngemittel zum Einsatz und auch der Einsatz von Maschinen im Weinberg wird kontinuierlich minimiert, um die Bodenverdichtung innerhalb der Weinreihe zu verringern. Mit ihrer Art Wein zu machen, erobern sie schnell die Herzen der europäisch geprägten Weinliebhaber. Kritiker wie James Suckling vergeben hier völlig zurecht Punkte im oberen 90er Bereich. Ihre Weine haben nichts Parfümiertes, sind nie zu voluminös. Sie sind geprägt von unfassbarer Feinheit und leichter Eleganz. Das haben sie ihren Vorbildern vielleicht sogar voraus. Vielleicht helfen diese Vergleiche auch nicht, denn es ist ein sehr eigener Stil. Die Middletons schaffen echte Unikate, die von einer eleganten Leichtigkeit zeugen.

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