Rotwein, Mendoza, 2013 Argentinien Achaval Ferrer

Quimera

Lobenberg: Aus den Weinbergen von Medrano, Lujan de Cuyo und Tupungato. Nur 18 Hektoliter pro Hektar aus den deutlich über 60-jährigen Reben, nur 1 kg pro Pflanze. Alles extrem hier! Ausbau über ein Jahr in französischer Eiche, Vergärung zuvor in kleinen Foudres und Malo im Barrique....

  • 32,50 €

0,75 l (43,33 €/l)

  • 28741H
  • Lobenberg 93-94
    Parker 93
    Weinwisser 17,5
  • Trinkreife: 2017 - 2032

Inkl. 19% MwSt.,
zzgl. Versandkosten

Rotwein, Mendoza, 2012 Argentinien Bodegas O. Fournier Argentinien

B Crux

Lobenberg: Der neue Stil des B Crux, viel feiner und fruchtbetonter. Schon die Nase verströmt Eleganz pur. Ganz feine, rote Frucht, etwas Erdbeere dahinter. Nicht im Ansatz die extreme Wucht des Blockbusters, sondern Harmonie und Balance. Im Mund rote Kirsche pur, auch etwas...

  • 18,95 €

0,75 l (25,27 €/l)

  • 34397H
  • Lobenberg 93+
    Suckling 91
    Parker 90
  • Trinkreife: 2016 - 2022

Inkl. 19% MwSt.,
zzgl. Versandkosten

Artikel 1 - 2 von 2
Artikel pro Seite

Merlot – Teamplayer in großen Weinen

Auch wenn die rote Edelrebsorte Merlot hinter Cabernet Sauvignon in zweiter Reihe steht, kann sie durchaus auf den vordersten Plätzen mitspielen, wenn es um große Rotweine geht. Kaum eine andere Rebsorte hat weltweit so großen Anteil an hervorragenden Rotweinen wie Merlot. Das lässt sich auch an ihrer Bedeutung für den französischen Weinbau ablesen. Allein 115.000 Hektar von weltweit 270.000 Hektar sind im Mutterland Frankreich mit Merlot-Reben bestockt.

Samtig weiche Präsenz

Die Merlot-Traube hat das Privileg, zu den sechs Rebsorten zu gehören, die für Bordeauxweine zugelassen sind. Die Edelrebsorte erlebte in den letzten Jahren einen rasanten Aufschwung und ist inzwischen eine der weltweit am häufigsten angebauten Sorten. Das ist vor allen Dingen ihrer Bedeutung als exzellenter Cuvée-Partner geschuldet. Die Merlot-Traube setzt in Verschnittweinen mit ihrem samtig weichen Charakter den Kontrapunkt zu tanninbetonten Traubensorten. Sie übernimmt im Orchester edler Cuvées die Rolle der sanft schmeichelnden Violine – der Harfe, die den harmonischen Schlussakkord setzt. Ein Solo gibt die Traube dagegen eher selten. Dann entstehen fruchtige vollmundige Rotweine, die sanft den Gaumen umschmeicheln. Vor allem die französischen Winzer wissen um ihr Potenzial – einige der teuersten Bordeauxweine bestehen fast ausschließlich aus Merlot-Trauben.

Entstanden ist die Rotweintraube aus einer Kreuzung von Cabernet Franc und der nahezu in Vergessenheit geratenen Magdeleine Noire de Charente. Ihr Name geht wahrscheinlich auf "merle" (französisch Amsel) zurück, da diese Vögel eine Vorliebe für die Merlot-Traube entwickelt haben. Möglicherweise bezieht sich der Name auch auf das schwarzblau schimmernde Federkleid der Amsel – denn genau diese Farbe haben die Beeren der Rebsorte.

Heimat in sonnigen Gefilden

Die schwarzblaue dickschalige Traube liebt trockene Wärme und reagiert gerade in der Blütezeit empfindlich auf anhaltende Feuchtigkeit. Die Blüten neigen zum Verrieseln und bilden dann kaum Früchte aus. Ebenso empfindlich reagiert der Rebstock auf Frost. Dies gilt nicht nur für gelegentliche späte Fröste im Frühjahr – die Traubensorte nimmt auch starke Winterfröste übel. Dies zeigte sich 1956 in Frankreich, als in einem verheerenden Frostwinter der gesamte Rebstockbestand zerstört wurde. Die Malbec-Traube ist für einen Untergrund aus Kies, Schotter oder Muränenschutt dankbar – auf Kalkböden bringt sie recht tanninbetonte Weine hervor.

Rotweine mit Alterungspotenzial

In Argentinien werden Malbec-Rotweine meist sortenrein ausgebaut. Die kräftige aromatische Traube ist aber auch Teil klassischer Cuvées, die an die Tradition großer Bordeauxweine anknüpfen und auch geschmacklich daran erinnern. Allerdings haben die Malbec-Weine der Südhalbkugel weniger mineralischen Schliff und mehr harmonisch weiche Gerbstoffe als die europäischen Pendants. Das Alterungspotenzial der Weine ist trotzdem beachtlich – sie gewinnen mit den Jahren an Intensität und Eleganz. Mitunter entwickeln sie beim Ausbau im Eichenfass fast animalische erdige Geruchsnoten nach Trüffeln und Leder. Überhaupt zeigen Malbec-Weine erst im Alter ihre ganze Aromenvielfalt und können durchaus mit großen europäischen Rotweinen konkurrieren.

Entdeckungsreise im Weinglas

Malbec-Weine machen Lust auf mehr und wecken den Entdecker im kundigen Weintrinker. Es macht Freude, immer neuen Geschmacksnoten und Duftkomponenten auf die Spur zu kommen. Mal Wacholder, mal Lorbeer, mal getrocknete Kräuter dingfest zu machen, flüchtige Anklänge an Bitterschokolade zu erahnen und sich von fruchtigen Waldbeeren, Kirschen und Pflaumen verführen zu lassen. Wohl kaum ein anderer Wein könnte perfekter ein saftiges Rindersteak vom Holzkohlengrill begleiten. Hier schwingt natürlich immer ein Stück argentinische Pampa mit. Aber auch zu Fleischgerichten mit Trüffeln oder Pilzen ist ein Malbec-Rotwein ein absoluter Gewinn.