Bierzo La Faraona 2019

Descendientes de J. Palacios

Bierzo La Faraona 2019

Limitiert

100+
100
2
Mencia 97%, Diverse 3%
5
rot, trocken
13,5% Vol.
Trinkreife: 2028–2070
Verpackt in: 6er OHK
9
pikant & würzig
frische Säure
saftig
3
Lobenberg: 100+/100
Parker: 99/100
6
Spanien, Bierzo
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Bierzo La Faraona 2019

100+
/100

Lobenberg: Die Trauben für diesen Wein stammen aus einer 0,5 Hektar großen Parzelle. Uralte wurzelechte Reben, die vor langer Zeit Weißwein lieferten und dann umgepfropft wurden. Heute ist es zwar ein gemischter Satz mit einigen anderen Rebsorten, aber zu 97 Prozent besteht der Wein aus Mencia. Das ist Alvaro Palacios Antwort auf seinen L´Ermita aus dem Priorat. Beide Weine sind in ihrer Region die mit Abstand teuersten, die man finden kann. Allerdings sind es auch die Weine mit dem größten Aufwand und den kleinsten Erträgen. Alvaro ist schon ein ziemlich verrückter Winzer. Was hier in den Faraona eingeht, ist das Allerfeinste, das man sich aus Mencia überhaupt vorstellen kann. Uralte Reben, winzige Erträge von nur wenigen hundert Gramm pro Stock. Buschweine, Steillagen, natürlich alles biodynamisch bearbeitet, obwohl es nicht zertifiziert ist. Spontan vergoren im offenen Holzgärständer mit Zugabe von reifen Rappen. Also alles State of the Art. Ausbau im Barrique, aber auch im Tonneau und im Beton. Es gibt nur eine winzige Menge. Relativ helle, durchscheinende Farbe. Helles bis mittleres Rubinrot. Die Nase ist extrem duftig und ultrafein. Mencia kann so unglaublich betörend sein. Deutliche Eisennoten vom Terroir, Blutgeruch. Leichte Bitterorangen. Extrem duftig, würzig, Schlehe. Aber nicht fett, sondern fein daherkommend mit einer sehr würzigen Waldhimbeere darunter. Fast ein bisschen Cabernet-Franc-Touch. Vibrierend vor Mineralität schon in der Nase. Feine rote Kirschen. Rote, eingekochte Johannisbeere und Zwetschge. Hagebutte, etwas Minze und Eukalyptus. Grandiose Nase. Duftig, fein, fast burgundisch. Durch die Würze dann irgendein Top-Cru aus Vosne-Romanée. Was für eine Freude in der Nase! Schöne nussige Note dazu. Haselnüsse, Nougat. Im Mund beides: Unendlich fein und zugleich dicht und alles einnehmend. Vibrierend, große Spannung aufbauend. Immense Länge, die Augen werden klein. Da kommt eine Frische, eine Säure. Ich meine, dass das zum Teil aus den Rappen kommt. Grandioser Nachhall für Minuten. Auch hier wieder die Haselnüsse, zusammen mit roter Kirsche und Schlehe. Wieder etwas Blut, also eisenhaltiger Untergrund. Was für eine Delikatesse, was für eine grandiose Feinheit. Und trotzdem eine unglaubliche Spannung, Dichte und Vibration. Einer der ganz großen Weine Spaniens – ohne Frage. 100+/100

99
/100

Parker über: Bierzo La Faraona

-- Parker: The 2019 La Faraona comes from the vineyard called El Ferro in the village of Corullón, 0.55 hectares on very steep slopes at 800 to 860 meters in altitude. Like all their vineyards, it's farmed organically and biodynamically, and they picked the grapes the 23rd of September and fermented them partly destemmed in oak vats with indigenous yeasts and manual punching down for 47 days. The wine matured in barrel for nine to 10 months. Despite Moncerbal being very showy and floral and almost stealing the show, the depth, complexity and nuance of this 2019 La Faraona was amazing. The palate is a little stiff at this early stage; Ricardo Pérez Palacios made the comparison with the 2010 and 2011 that needed some time in bottle to blossom. There were 1,459 bottles, 77 magnums, 12 double magnums, eight Jeroboams and one Salmanazar produced. 99/100

Mein Winzer

Descendientes de J. Palacios

Alvaro Palacios, die Legende aus dem Priorat, der Selfmade-Superstar. Und Bierzo, eine der nördlichsten Weinbauregionen Spaniens, der ein sagenhafter Ruf ob der atemberaubenden Landschaft und des riesigen Potenzials großer Rotweine vorausging. Jetzt in diesem Projekt vereint. Aber im Grunde wurde...

Bierzo La Faraona